In vielen Ländern der EU wird die Beschäftigungspolitik schrittweise reformiert. Frankreich scheiterte mit seinem Gesetz für Berufsanfänger an einer Klausel, die eine zweijährige Probezeit ohne Kündigungsschutz vorsah. Drei Millionen Menschen gingen im ganzen Land auf die Straße und protestierten gegen das CPE. Die Verwunderung in Politik und Gesellschaft war groß, hatte man doch die so genannte "prekäre Generation" als passiv und apolitisch eingeschätzt. Ist die Anti-CPE-Bewegung der verzweifelte Ausdruck von Wut oder erwacht ein neues politisches Bewusstsein? Die Dokumentation zeigt die Spuren, die Streiks und Demos bei beteiligten Schülern und Studenten hinterlassen haben. Sie haben sich außerhalb von Gewerkschaften und Parteien organisiert, haben vehement ihre Unabhängigkeit proklamiert und die Gewissheit erlangt, sich Gehör verschafft zu haben. Die Schüler werden erneut auf die Straße gehen, wenn sie das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden. Bei den Älteren schwankt die Stimmung zwischen Revolte und Reformstreben. Leila verfolgt als Angehörige der "prekären Generation" ihren Kampf um einen gesetzlichen Rahmen für Praktikanten. Anne denkt über Möglichkeiten nach, friedlich zu agieren, und Philippe fragt sich, wie er nach der Bewegung wieder ins normale Leben zurückfindet. Der italienische Student Andréa hofft, dass sich auch in Italien die Debatte um den Begriff "Arbeit" wieder beleben lässt.








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