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Dienstag 12. Februar 2008 um 03.00 Uhr - 18/01/08

Welt ohne Grenzen?

Der Themenabend "Welt ohne Grenzen" fingiert ein Ereignis von historischer Tragweite: In New York stimmt die UN-Generalversammlung über die weltweite Öffnung der Grenzen und die Abschaffung der Visumspflicht ab. 128 von 191 Stimmen sind erforderlich, um die Resolution zu verabschieden. Sollten diese erreicht werden, wird die Welt von morgen eine andere sein.
Würden dann Millionen von Immigranten aus ärmeren Teilen der Welt in die Industrieländer ziehen? Würden die überalterten westlichen Gesellschaften sich im sonnigen Süden niederlassen? Was würde aus unserem Gesundheitssystem, der nationalen Sicherheit und der Demokratie werden?

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Der Themenabend "Welt ohne Grenzen" fingiert ein Ereignis von historischer Tragweite: Nach jahrelangen Diskussionen soll endlich die Entscheidung darüber fallen, ob Menschen in Zukunft ohne jegliche Einschränkung reisen und sich in jedem Land ihrer Wahl niederlassen können. Gehören Grenzen und Immigration also schon bald der Vergangenheit an? ARTE ist in dem wichtigen Augenblick, in dem die UN-Generalversammlung in New York über die weltweite Abschaffung der Visumspflicht entscheidet, an allen wichtigen Schauplätzen des Geschehens scheinbar "live" dabei.
Gut eineinhalb Stunden vor der historischen Abstimmung fangen die Moderatoren Annette Gerlach und Laurent Bailly Stimmungen und Meinungen aus der ganzen Welt ein. Aus dem Ausland sind zahlreiche Sonderkorrespondenten zugeschaltet. Philippe Albert und Ann Lukas sprechen in New York mit UN-Vertretern. Mohand Habaski berichtet aus Tanger, wo Tausende afrikanische Immigranten auf die Öffnung der Grenzen warten. Viaruna Rabani ist in Bombay zugeschaltet, wo man der Liberalisierung des Arbeitsmarkts entgegenfiebert. Lisa Allen informiert über die gespannte Lage an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Dort widersetzen sich US-amerikanische Milizen der Grenzöffnung. Andere Korrespondenten sind in Vancouver und Berlin vor Ort, wo das Abstimmungsergebnis mit Skepsis und Sorge erwartet wird.
In mehreren Reportagen werden die möglichen Folgen der Grenzöffnungen für die Bereiche Sicherheit, demografische Entwicklung, politische Integration und Gesundheitswesen beleuchtet. Außerdem werden die in Indien gegründete internationale Arbeitsbörse sowie ein USB-Stick vorgestellt, mit dem jeder sein Haus in einem beliebigen "anderen Land" entwerfen kann. Reporter berichten von den neu entwickelten Produkten, die Menschen verschiedener Kulturen das Zusammenleben erleichtern sollen. Darüber hinaus wird in der Sondersendung zum ersten Mal der Werbespot der EG ausgestrahlt, mit dem Immigranten dazu bewegt werden sollen, sich künftig lieber in Europa als in den USA anzusiedeln.


ZUSATZINFORMATION

Viele Phänomene sind längst keine Utopie mehr. An der Grenze zu Mexiko stehen amerikanische Milizen, die die illegalen Einwanderer abwehren. In manchen Gegenden Deutschlands versucht man, Immigranten ins Land zu holen, um ausgestorbene Dörfer und Landstriche wieder zu bevölkern. Und um mehreren tausend Touristen auf einmal Platz zu bieten, ist der Bau überdimensionierter schwimmender Inseln im Meer in Planung.
Der Themenabend untersucht die Realitäten von heute, wagt Prognosen für die Zukunft und scheut keine Kontroversen. Ist eine Welt ohne Grenzen überhaupt möglich? Wäre das die Lösung des Migrationsproblems? Die Experten Antoine Pecoud von der UNESCO, Jean Pierre Garson von der OECD, der internationale Berater Pascal Baudry, Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker, die Soziologin Dr. Dita Vogel und der Kriminologe Thomas Filtes lassen sich auf das Gedankenspiel ein und debattieren ernsthaft über ein gar nicht so abwegiges Zukunftsszenario. - Ein Diskussionsabend, der zum Nachdenken anregt.

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Welt ohne Grenzen?
Dienstag 12. Februar 2008 um 03.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2005, 94mn)
ARTE F

Erstellt: 18-01-08
Letzte Änderung: 18-01-08