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Der Duftjäger

Laurent Severac hat einen abenteuerlichen Beruf: Er sucht nach unbekannten, wohlriechenden Pflanzen für die Parfümindustrie.

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Dienstag, 21. Oktober 2008 um 19.00 Uhr

Wiederholungen:
28.10.2008 um 16:50
05.12.2011 um 18:15
12.12.2011 um 09:15
Der Duftjäger
(Deutschland, 2008, 43mn)
SWR
Regie: Bernd Girrbach, Rolf Lambert

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Der Franzose Laurent Severac mit Wohnsitz Vietnam hat einen abenteuerlichen Beruf: Er sucht in Südostasien nach unbekannten, wohlriechenden Pflanzen für die französische Parfümindustrie. Die Filmemacher Rolf Lambert und Bernd Girrbach begleiten ihn in den Dschungel Nordvietnams, wo er auf "Mak Truk", Samenkapseln eines wilden Ingwerbusches, stößt. Sie zeigen, wie der Duftjäger Tempelmelisse destilliert, die er im Kräutergarten einer Tempelsauna in Laos entdeckt hat. Und sie steigen mit ihm in den laotischen Bergwald auf, um dem teuersten Geruchsstoff der Welt nachzuspüren, dem Adlerholz-Öl, das dreimal teurer ist als Gold.

Laurent Severac war sechs Jahre alt, als ihn sein Vater erstmals mit auf Trüffelsuche nahm. Deren Duft weckte in dem südfranzösischen Jungen die Leidenschaft für Gerüche, die ihn bis heute antreibt. Abenteuerlust führte Laurent Severac vor 14 Jahren nach Asien. Dort machte er seine Passion zum Beruf. Neben der Suche nach neuen, unbekannten Wohlgerüchen betreibt er eine Firma, die natürliche Essenzen und Duft-Öle als Grundstoffe für die Parfüm- und Kosmetikindustrie liefert.
Rolf Lambert und Bern Girrbach folgen dem Duftjäger mit der Kamera in den Südosten Frankreichs nach Grasse. In der Weltmetropole des Parfüms bietet Laurent seine Duft-Entdeckungen an. Werden die Einkäufer und die Parfümeure, die sogenannten Nasen, die "Tempelmelisse" oder Laurents "Mak Truk-Öl" mögen? Für kraftvolle, rein natürliche Essenzen boomt seit kurzem der Markt, die Avantgarde der Parfümeure sucht händeringend nach neuen Duftnoten. Während es Tausende künstlicher Gerüche gibt, stehen an natürlichen nur 300 bis 400 zur Verfügung. Ein neuer Duft ist deshalb etwas ganz Besonderes.
Laurent Severac ist nichts fremd genug, um nicht daran zu riechen. Schimmelige Baumrinden, Nüsse, Dschungelpflanzen jeder Art, vor allem unbekannte sucht er. Für ihn gibt es keine schlechten Gerüche, nur interessante und uninteressante. Sein Haus in Hanoi gleicht einem Chemielabor, im Schlafzimmerschrank lagern verschiedenste Wildpfeffersamen und auf dem Balkon versucht er, Setzlinge aus dem Dschungel zu ziehen. Seit kurzem kreiert er Bio-Kosmetik, die an Vietnams alte Dufttraditionen anknüpft. Etwa ein Duftwasser aus den Blüten der Alleen-Bäume Hanois, die nachts betörend duften und viele an die erste Romanze erinnern. Oder Shampoo und Seife auf Koriander-Basis. Koriander ist Vietnams spezifischer Duft. Vor dem Tet-Fest waschen sich die Frauen die Haare mit Koriander.
Seine "Wohlgerüche Indochinas" bietet der Duftjäger auf dem asiatischen Markt an, zum Beispiel großen Hotels. Alle haben luxuriöse Spas und suchen nach eigenen, unverwechselbaren Geruchsstilen. Selbstverständlich muss alles "natürlich" sein - und "exotisch".

19:45
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ARTE Info

Das europäische Nachrichtenmagazin

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ARTE Journal bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Zum Dossier ARTE Journal

Dienstag, 21. Oktober 2008 um 19.45 Uhr

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ARTE Info
(2008, 15mn) ARTE G.E.I.E.

16:9 (Breitbildformat)

ARTE Info, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr.

Seit dem 7. Januar wird ARTE Info wird live aus den Straßburger Studios werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr gesendet. Die zwei Nachrichtensendungen von ARTE Info bieten einen aktuellen und weltoffenen Blick auf das internationale Geschehen aus europäischer Perspektive. Ein deutsch-französisches Team aus Redakteuren und Reportern berichtet über die Brennpunkte rund um den Globus.

20:00
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ARTE Kultur

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

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Täglich von montags bis freitags um 20.00 Uhr präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Zum Dossier ARTE Kultur

Dienstag, 21. Oktober 2008 um 20.00 Uhr

Wiederholungen:
22.10.2008 um 06:00
ARTE Kultur
(Frankreich, Deutschland, 2008, 11mn)
ARTE

16:9 (Breitbildformat)

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Annette Gerlach und Marie Labory berichten täglich im Wechsel über Neues aus der europäischen Kulturszene. ARTE Kultur bietet ein breites Spektrum an Wissenswertem: von Bühnenkunst und Büchermarkt, musikalischen Events und Festivals, über Kino und Film bis hin zu Architektur und populärer Alltagskunst. Eine Kultursendung, die offen und neugierig auf die magische Welt der Künste blickt und unterhaltsam die Vielfalt des kreativen Schaffens in Europa widerspiegelt.

20:15
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Unser Blauer Planet

(2): In der Tiefsee

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Dienstag, 21. Oktober 2008 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
28.10.2008 um 12:00
Unser Blauer Planet
(Grossbritannien, 2001, 43mn)
ARTE F
Regie: Alastair Fothergill

Fassung für  Hörbehinderte Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Mithilfe neuer, bahnbrechender Techniken gelang es der naturwissenschaftlichen Abteilung der BBC und den koproduzierenden Sendern, die Weltmeere wie noch nie zuvor filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt der britische Naturfilmer Alastair Fothergill die Geheimnisse der Ozeane. Gut fünf Jahre waren dafür zwölf Kamerateams weltweit unterwegs. Der zweite Teil unternimmt eine Reise in die scheinbar lebensfeindliche Welt der Tiefseegräben, die nur mit Hilfe spezieller Tauchboote von Menschen erreicht werden können.

(2): In der Tiefsee

Obwohl 60 Prozent der Erde von mehr als 1.500 Meter Tiefen Ozeanen bedeckt ist, ist die Tiefsee der unbekannteste aller marinen Lebensräume. Für Menschen sind solche Tiefen tödlich, und nur eine Handvoll Tauchboote kann dorthin vordringen.
Nur in den klarsten Gewässern erreicht das Sonnenlicht die Tiefe von ein paar Hundert Metern. Diese Zone ist der Schauplatz eines unablässigen Versteckspiels. Viele Tiere, zum Beispiel Quallen, sind durchscheinend und vertrauen darauf, im Halbdunkel unerkannt zu entkommen. Wer nicht unsichtbar werden kann, versucht die Angreifer zu erschrecken, wie die Aalmuttern, die ihre Körper bizarr verkrümmen, oder Faltbauchfische, die mit ihren reflektierenden Seiten die Räuber verwirren. Aber auch die Jäger haben eine Antwort auf diese Täuschungsmanöver parat: Mit hochempfindlichen Augen nutzen sie den kleinsten Lichtschein.
In tausend Meter Tiefe herrscht ewige Nacht in der Pflanzen, die Licht für die Photosynthese brauchen, nicht mehr existieren können. Doch bietet die ewige Dunkelheit Lebensraum für bizarre Tierarten, wie für Raubfische mit gewaltigen Zähnen und riesigen Mäulern. Mit empfindlichen Fühlern und ihrem Seitenlinienorgan registrieren sie kleinste Bewegung in der Finsternis, in der Biolumineszenz die einzige Lichtquelle ist.
Die mittlere Tiefe des Ozeanbodens liegt bei etwa 4.000 Meter. Alles Leben in der Tiefsee ist völlig unabhängig vom Sonnenlicht. In mehreren Tausend Meter Tiefe ist Vulkanismus die Lebensgrundlage. Entlang von Vulkanketten hat sich eine ganze Tiergemeinschaft darauf spezialisiert, ihre Energie aus heißen Tiefseequellen zu gewinnen. Hier steht Schwefelwasserstoff am Beginn der Nahrungskette, in die sich Muscheln und Krebstiere ebenso reihen wie Fische und Kraken.

21:00
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Ich bin ein junger Amerikaner

Am 4. November 2008 findet die Wahl des neuen US-Präsidenten statt und Amerika trifft die spannende Entscheidung, wer die Nachfolge von George W. Bush antreten wird: John McCain oder Barack Obama?

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

Zum Dossier Paris-Berlin : Ein ungleiches Paar ?

ARTE F

Dienstag, 21. Oktober 2008 um 21.00 Uhr

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Ich bin ein junger Amerikaner
(120mn)
ARTE F


Am 4. November 2008 findet die Wahl des neuen US-Präsidenten statt und Amerika trifft die spannende Entscheidung, wer die Nachfolge von George W. Bush antreten wird: John McCain oder Barack Obama? Der Themenabend richtet sein Augenmerk auf die heute 20-jährigen US-Bürger, die die Zukunft des Landes mit dem neuen Präsidenten gestalten werden. Welche Vorstellungen hegen sie von Politik und Kultur, und für welche Werte treten sie ein? ARTE zeigt diesen Themenabend innerhalb des Programmschwerpunkts "USA 2008".

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in den USA, die am 4. November stattfinden werden, lässt der Themenabend das junge Amerika zu Wort kommen. Es äußern sich die heute 20-Jährigen, die das Land nach den Jahren der Regierung Bush in Zukunft gestalten werden. Unverblümt erzählen sie, was sie über Politik und Kultur denken, wie sie die Welt sehen und welche Träume sie hegen. Ohne ihnen mit Vorurteilen zu begegnen und ohne sie durch die europäische Brille zu betrachten, schildert der Themenabend, auf welche Weise die jungen Amerikaner Politik machen, wie sie sich als verantwortungsvolle Bürger verhalten und welche Werte sie vertreten. Er zeigt die großen Debatten im heutigen Amerika aus der Sicht der jungen US-Bürger mit ihren Gewissheiten und Zweifeln, ihren Vorlieben und Abneigungen und stellt die Frage "Amerikaner sein" - was bedeutet das für die 20-Jährigen?

21:00
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American Paradox

Wovon träumen junge Amerikaner - welcher politischen Couleur auch immer - kurz vor der Präsidentschaftswahl?

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

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Dienstag, 21. Oktober 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
30.10.2008 um 09:55
American Paradox
(Frankreich, 2008, 45mn)
ARTE F
Regie: Franck Guerin, Julien leconte

16:9 (Breitbildformat)

Wovon träumen junge Amerikaner - welcher politischen Couleur auch immer - kurz vor der Präsidentschaftswahl? Was wünschen sie sich für ihr Land und was für die Welt nach George W. Bush? Dazu werden Studenten der Universität von Berkeley, Kalifornien, befragt. "American Paradox" beweist die ungeheure Vitalität der US-amerikanischen Demokratie.

Entlang der Hauptallee des Campus der Universität von Berkeley, dem legendären Ort, von dem in den 60er Jahren das Free Speech Movement ausging, bauen seit Jahresbeginn täglich zwischen 10.00 und 15.00 Uhr die Vertreter aller politischen Gruppierungen ihre Stände auf, verteilen Flugblätter und diskutieren. Im Zentrum steht die im November anstehende Präsidentschaftswahl. Vor allem beim Thema Irak-Krieg geht es hoch her.
Sie sind zwischen 18 und 25 Jahre alt, studieren Mathematik, Literatur oder Maschinenbau, sind Obama- oder McCain-Anhänger, bekennende Homosexuelle oder Abtreibungsgegner und alle vertreten ihre Sache mit größtem Engagement. Dabei darf jeder seine Meinung äußern. Romy, ein praktizierender Muslim, bekennt: "Ich fühle mich frei, als Moslem in den USA zu leben, und ganz besonders an dieser Universität, ich fühle mich frei, auch in der Öffentlichkeit zu beten und muslimisch gekleidet zu sein." Die junge Afro-Amerikanerin Roxanne sagt: "Noch einmal ein republikanischer Präsident? Das kann ich mir nicht vorstellen! Wenn doch, dann überlege ich mir ernsthaft, ob ich nicht auswandere." Und begeistert fährt sie fort: "Stellen Sie sich mal vor: Dieses Amerika, das so tut, als gäbe es die Schwarzen nicht, das denkt, wir seien zu nichts nutze, würde von einem Schwarzen regiert! Das ist doch wahnsinnig aufregend!"
Auch der eingefleischte Republikaner Ross steht zu seinen Idolen: "Ich liebe George Bush, ich habe ihn von Anfang an verehrt und gehöre zu den wenigen, die ihn noch immer verehren. Er ist eine absolut integre Persönlichkeit, wie McCain steht er zu seinen Grundsätzen."
Welchen Traum hegen diese jungen Menschen für ihr Land? Was glauben sie, deren Jugend vom 11. September und von den Kriegen in Afghanistan und im Irak geprägt wurde, verändern zu können? Vielleicht gibt Joe eine schlüssige Antwort: Seit der ehemalige Marinesoldat aus dem Irak zurückgekehrt ist, will er Journalist werden: "Ich habe den Eindruck, Bush handelt eher aus persönlichen und finanziellen Motiven, dient aber nicht den Interessen des Landes. Ich will die Leute aufklären, ich will ihnen zu einem besseren Verständnis der Lage verhelfen, darum will ich als Journalist arbeiten."

Nuancenreich, differenziert und jenseits aller Klischees stellt die Dokumentation eine amerikanische Jugend vor, die viel widersprüchlicher und komplexer ist, als gemeinhin angenommen wird.

21:45
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Generation Irak

Über 80.000 junge Amerikaner unter 20 Jahren haben sich bis Ende März 2008 zum Dienst in der US-Armee gemeldet.

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

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Dienstag, 21. Oktober 2008 um 21.45 Uhr

Wiederholungen:
30.10.2008 um 10:40
Generation Irak
(Frankreich, 2008, 45mn)
ARTE F
Regie: Barbara Necek

16:9 (Breitbildformat)

Über 80.000 junge Amerikaner unter 20 Jahren haben sich bis Ende März 2008 - mit Genehmigung ihrer Eltern - zum Dienst in der US-Armee gemeldet. Die jungen Menschen wissen, dass sie tatsächlich in den Krieg geschickt werden können. Das Filmteam um Regisseurin Barbara Necek hat einige von ihnen in einem Trainingslager besucht, wo sie den Krieg im Irak in Kulissen simulieren, die dem Nahen Osten nachempfunden sind.

Tony Scotts Actionfilm "Top Gun" zeigt heldenhafte Soldaten, die bereit sind, fürs Vaterland ihr Leben zu lassen, und Vater, Mutter und Familie zurücklassen, um ihr Land zu verteidigen. Doch das ist Fiktion. Wer will heute, wo immer mehr alliierte Soldaten im Irak fallen, wirklich für Amerika in den Krieg ziehen? Laut Auskunft der US-Streitkräfte hatten sich bis zum 31. März 2008 81.000 junge Menschen unter 20 Jahren mit Genehmigung der Eltern zum Militärdienst gemeldet. Dabei wissen die zukünftigen Soldaten, dass sie mit einem Kriegseinsatz tatsächlich rechnen müssen. Was erwarten die jungen Menschen von der Armee? Auf welchen Krieg bereiten sie sich vor? Wie werden sie ausgebildet? Ist ihre Entscheidung von Patriotismus bestimmt oder sind vielmehr finanzielle und berufliche Überlegungen ausschlaggebend? Und was halten sie von Europa?
Ryan, Todd, Paul und Felicia, vier Soldaten der US-Streitkräfte zwischen 19 und 27 Jahren, versuchen, diese Fragen zu beantworten. Das Filmteam begleitet sie während eines Sonderübungslagers in Fort Irwin in Kalifornien, unmittelbar vor ihrem Irak-Einsatz. Auf einem über 3.000 Quadratkilometer großen Gelände hat die US-Armee hier den Nahen Osten in Miniatur rekonstruiert. In neun nachgebauten Dörfern versuchen 250 Schauspieler ein möglichst realistisches Szenario mit irakischer Bevölkerung, Armee und Aufständischen zu entwerfen. Ziel der Übung ist, den Kampf gegen den Terrorismus zu simulieren und Strategien zu entwickeln, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen. Trotz des äußerst anstrengenden Trainings finden die mutigen und engagierten jungen Leute immer wieder Zeit, mit dem Filmteam über ihre Hoffnungen, Zweifel und Erwartungen zu sprechen.

Mehr Infos unter: www.arte.tv/uswahlen

22:30
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Gesprächsrunde

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

Zum Dossier Paris-Berlin : Ein ungleiches Paar ?

Dienstag, 21. Oktober 2008 um 22.30 Uhr

Wiederholungen:
30.10.2008 um 11:25
Gesprächsrunde
(Frankreich, 2007, 30mn)
ARTE F

16:9 (Breitbildformat)

Die Gäste:

Nicole Bacharan: Politologe

Raphaël Kahane: Wirtschaftsjournalist

Henning Ellermann: Politologe

23:05
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Who's Afraid of America?

(1): Glaube und Freiheit

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Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

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Dienstag, 21. Oktober 2008 um 23.05 Uhr

Wiederholungen:
28.10.2008 um 05:00
Who's Afraid of America?
(Deutschland, 2008, 52mn)
ZDF
Regie: Tom Theunissen

16:9 (Breitbildformat)

Quo vadis, America? Die vierteilige Dokumentationsreihe "Who's Afraid of America" beschreibt den Zustand einer Nation in der Vorwahlzeit und macht schlaglichtartige Bestandsaufnahmen der amerikanischen Gesellschaft. Sie kommentiert und analysiert das, was die USA so faszinierend und furchterregend zugleich erscheinen lässt - aus der Perspektive der Musik und ihrer Protagonisten. In dieser Folge: Von New York bis in den südlichsten Zipfel des Bible Belt - "Who's Afraid of America" betreibt Spurensuche in God's Own Country. Gläubige und Ungläubige, Fundamentalisten und vor allem jene Individualisten aus Pop und Literatur kommen zu Wort, für die Amerika immer noch das "Land of the Free" ist - und sei es nur ihr eigenes, ganz privates Land, das nur in ihren Köpfen existiert.

(1): Glaube und Freiheit

Wie für frühere Einwanderer beginnt die Reise in New York: Dort treffen Filmemacher Tom Theunissen und sein Kamerateam zwei Freidenker, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Dr. John und Jello Biafra, Sänger der legendären Punkband "Dead Kennedys". Beide machen in der Metropole Station.
Dr. John hat durch Hurrikan Katrina sein Haus verloren und lebt jetzt in Harlem, New York. "I been in the right place, but it must have been the wrong time", sang Dr. John vor 35 Jahren. Dr. John hat mit "City that Care Forgot" (2008) ein zorniges Album veröffentlicht, das sich mit dem Versagen der Politik während der Hurrikan-Katastrophe beschäftigt.
Ungewöhnlich für Dr. Johns bisheriges Schaffen: Verwurzelt in der Geschichte von New Orleans, gibt er zudem Auskunft über die tiefe Religiosität der Bewohner des Mississippi-Deltas, denen er sich verpflichtet fühlt.
Jello Biafra ist seit 2000 Redner eines Hacker-Kongresses, wobei der Begriff "Redner" etwas untertrieben ist: Biafra ist ein Prediger wie schon zu Zeiten der "Dead Kennedys", als er mit wütenden Attacken gegen die Politik der USA Stellung bezog. "Kill the Poor" und "Holiday in Cambodia" heißen die Punk-Klassiker, die musikalischen Punk-Predigten der 80er Jahre. Jetzt predigt Biafra gegen Datenmissbrauch und lässt es sich nicht nehmen, auf dem Hacker-Kongress als Pfarrer aufzutreten.
In Berlin, Ohio, treffen die Filmemacher die Amish People. Sie leben ohne Strom, Telefon, Auto und andere Entwicklungen der Zivilisation. Immerhin hat die Gemeinde sich dem Tourismus ein Stück weit geöffnet. Wie konsequent kann man seinen Glauben leben, jegliche Gegenwart verweigern und sich dennoch frei dabei fühlen? Zudem: Sind die Amish People politisch? Wie informieren sie sich dann über die Kandidaten?
Anders liegt der Fall der spiritualistischen Gemeinde Cassadaga, Florida. 1895 gegründet, ist sie die Heimat der Wahrsager und Erleuchteten, die in den Karten die Zukunft des Landes sehen. Wird Obama Präsident? Das Kamerateam fährt zu Reverend Ben Cox und lässt erklären, warum die Welt hier weniger schlimm ist als anderswo. Am Klavier intoniert der Reverend den Elvis-Gospel-Song "How Great Thou Art". Und auch Conor Oberst von den "Bright Eyes" war schon einmal da, um Kraft zu tanken für die feindliche Welt außerhalb. "Like a newly orphaned refugee, retracing my steps. All the way to Cassadaga to commune with the dead. They said: You'd better look alive" (aus: "Four Winds", Album Cassadaga).
Weiter geht es nach Ave Maria, Florida, wo der Pizza-Milliardär Tom Monaghan eine Gemeinde nur für "echte" Christen aufbaut, um amerikanische Seelen vor der Hölle zu retten. 11.000 Wohnungen sollen es werden, dazu kommt eine "reine" katholische Universität. Einige Hundert Studenten sind schon eingezogen, streng nach Geschlechtern getrennt. Pornografie und Verhütungsmittel sind in Shops der Stadt verboten. Freiwillig beschreiten die Einwohner den Weg der Tugend, den Ex-Präsident Bush scheinbar stets vorgelebt hat.
In Atlanta, Georgia, ist ARTE bei einem Konzert von Tramaine Hawkins dabei, der Gospel-Königin Amerikas. Sie ist zutiefst gottgläubig und ausgestattet mit einem schönen Sopran. Reverend Ben erzählt vor Ort über die Verbindung von Musik und tiefer Gläubigkeit im Bible Belt der USA.
"Who's Afraid of America" fragt: Ist es denn wirklich wahr, dass in Amerika die Uhren der Geschichte rückwärts gedreht werden? Und dass allein das Wort Veränderung - "Change!" in Obamas Wahlkampf - eine Bedrohung darstellt? Da hilft nur der Rückgriff auf jene Freigeister und Individualisten wie Jim Dickinson, der schon mit den Rolling Stones gespielt und für Bob Dylans "Time out of Mind" in die Tasten gegriffen hat. Er gibt ein Ständchen am Klavier auf seiner unaufgeräumten Zebra-Ranch. Dagegen vermittelt Pulitzer-Preisträger Richard Ford sicherlich ein geradlinigeres Bild amerikanischer Befindlichkeit. Mit Ironie und Sarkasmus setzt sich Ford präzise mit dem Thema "Glaube und Freiheit" in God's Own Country auseinander.
Die Protagonisten des ersten Teils: Richard Ford , Jello Biafra (Politaktivist und Punk-Musiker), Dr. John (R&B-Musiker), Amish People, Kreationisten, Jim Dickinson , Tramaine Hawkins , Reverend Ben Cox von Cassadaga, Universität Ave Maria, Victoria Williams

Was so unterschiedliche Musiker wie Randy Newman, Arlo Guthrie, Moby, Gospel-Sängerin Tramaine Hawkins, Ice-T, Spider Loc, Dr. John, Ex-Punk Jello Biafra oder Produzenten-Legende Jim Dickinson und Graham Nash verbindet, ist die Kritik am "American Way of Life", gleich ob sie sie in ihrer Musik zum Ausdruck bringen oder als Aktivisten in einer der zahlreichen Bewegungen, die es in Amerika gibt. Die Dokumentationsreihe will wissen, wann Graham Nash sein Irak-Krieg-"Déjà-vu" hatte und was er für Parallelen zieht zwischen der 68er- und der Friedensbewegung heute. Ice-T gibt Auskunft über die tödliche Spirale aus Armut und Gewalt. Warum produziert der pfiffige New Yorker Eddy Moretti "Heavy Metal in Bagdad", und wie reagieren heimkehrende Soldaten auf Pop und Präsident Bush? Sind Mord und Gangsta-Rap im amerikanischen Alltag wirklich verwurzelt?
"Who's Afraid of America" spricht mit Musikern, Ghettokids, Politikern, Künstlern und Veteranen. Den Soundtrack dieser Reihe liefern außerdem Country-Radiostationen, Pistolensalven aus den Ghettos und das mediale Rauschen des Fernsehens.
Auf der einen Seite sind die Staaten die Wiege und ewige Avantgarde von Pop-Jugend- und Gegenkultur - und somit auch dominante Inspirationsquelle für das "alte Europa". Auf der anderen Seite stehen Mickey Mouse, McDonald's und Hollywood - da reagiert Europa mit Unbehagen und wettert gegen "Mc World". Amerika ist eben überall, und dessen zentrale Widersprüche will die Reihe mit vier Folgen aufdecken. Vom Ghetto in Chicago bis in den südlichen Bible-Belt, von Hollywood bis nach Washington - "Who's Afraid of America" ist on the road. Im Gepäck: Die europäische Sichtweise auf das "Land of the Free" - "Who's Afraid of America" trifft die Menschen hinter den US-Klischees, atmet Weite und Vielfalt.