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Perserteppiche

Der Orient unter den Füßen

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Dienstag, 28. Oktober 2008 um 19.00 Uhr

Wiederholungen:
04.11.2008 um 16:50
29.03.2011 um 08:00
Perserteppiche
(Deutschland, 2008, 43mn)
NDR
Regie: Enrico Demurray

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Orientteppich ist nicht gleich Orientteppich. Zu den schönsten und wertvollsten zählen die Perserteppiche. Filmemacher Enrico Demurray dokumentiert die gesamte Spanne der persischen Teppichherstellung, vom groben Gabeh, den im Iran keiner kaufen will, weil er als primitiv gilt, bis hin zum Teppichgemälde, das in Seide geknüpft wird.

In der Hamburger Speicherstadt lagern Orientteppiche im Wert von rund einer Milliarde Euro. Zu den wertvollsten und vielleicht auch schönsten gehören die Perserteppiche. Mohammad Nobari ist Teppichgroßhändler in der Speicherstadt. Seine Familie, die aus dem Iran stammt, ist seit vielen Generationen im Teppichhandel tätig. Regelmäßig reist er in den Iran, um sein Lager wieder aufzufüllen. Aber wie entstehen diese Teppiche eigentlich?
Vermutlich haben Nomaden den Teppich erfunden, denn der ist das sozusagen ideale "Möbel" für eine mobile Lebensweise in heißen Regionen. Der Boden ist bei Hitze der angenehmste Aufenthaltsort, gleichzeitig isoliert der Teppich gegen nächtliche Kühle und er lässt sich leicht transportieren.
Die nomadische Lebensweise ist mittlerweile bedroht. Das unbequeme Leben der Eltern wollen viele Kinder nicht mehr führen und planen, sich niederzulassen. So stellt sich die Frage, ob mit der Nomadenkultur auch deren spezielle Art der Teppichherstellung verloren gehen wird.
Nomadenteppiche haben geometrische Muster, dabei spielt die Knotenzahl eine untergeordnete Rolle, entscheidend ist der optische Gesamteindruck. Noch heute beherrschen Nomadenfrauen die traditionelle Knüpfarbeit wie vor Tausenden von Jahren.
In den Städten hat sich die Teppichproduktion verändert. Islamische Architektur, Innenraumgestaltung und Teppichdesign beeinflussten sich gegenseitig. Heute zeichnen sich gute Stadtteppiche durch eine hohe Knotenzahl aus, und ihre Muster sind naturalistisch. Jedes Teppichzentrum hat eigene, typische Muster und Farben entwickelt. So kann der Kenner einen Isfahan auf den ersten Blick von einem Täbris unterscheiden. Wegen seiner Qualität wurde der Perserteppich zum Sinnbild für den Orientteppich schlechthin. Und arabische Scheichs kaufen nur Perser, weil es in ihren Augen keine besseren Teppiche gibt.

19:45
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ARTE Info

Das europäische Nachrichtenmagazin

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ARTE Journal bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Zum Dossier ARTE Journal

Dienstag, 28. Oktober 2008 um 19.45 Uhr

Wiederholungen:
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ARTE Info
(2008, 15mn) ARTE G.E.I.E.

16:9 (Breitbildformat)

ARTE Info, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr.

Seit dem 7. Januar wird ARTE Info wird live aus den Straßburger Studios werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.45 Uhr gesendet. Die zwei Nachrichtensendungen von ARTE Info bieten einen aktuellen und weltoffenen Blick auf das internationale Geschehen aus europäischer Perspektive. Ein deutsch-französisches Team aus Redakteuren und Reportern berichtet über die Brennpunkte rund um den Globus.

20:00
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ARTE Kultur

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

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Täglich von montags bis freitags um 20.00 Uhr präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Zum Dossier ARTE Kultur

Dienstag, 28. Oktober 2008 um 20.00 Uhr

Wiederholungen:
29.10.2008 um 06:00
29.10.2008 um 08:45
ARTE Kultur
(Frankreich, Deutschland, 2008, 11mn)
ARTE

16:9 (Breitbildformat)

Täglich von montags bis freitags präsentiert das Kulturjournal Neues aus der europäischen Kulturszene.

Annette Gerlach und Marie Labory berichten täglich im Wechsel über Neues aus der europäischen Kulturszene. ARTE Kultur bietet ein breites Spektrum an Wissenswertem: von Bühnenkunst und Büchermarkt, musikalischen Events und Festivals, über Kino und Film bis hin zu Architektur und populärer Alltagskunst. Eine Kultursendung, die offen und neugierig auf die magische Welt der Künste blickt und unterhaltsam die Vielfalt des kreativen Schaffens in Europa widerspiegelt.

20:15
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Unser Blauer Planet

(7): Im Bann von Ebbe und Flut

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Dienstag, 28. Oktober 2008 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
04.11.2008 um 12:00
Unser Blauer Planet
(Grossbritannien, 2001, 43mn)
ARTE F
Regie: Alastair Fothergill

Fassung für  Hörbehinderte 16:9 (Breitbildformat)

Mithilfe neuer, bahnbrechender Techniken gelang es der naturwissenschaftlichen Abteilung der BBC und den koproduzierenden Sendern, die Weltmeere wie noch nie zuvor filmisch zu dokumentieren. In acht Teilen enthüllt der britische Naturfilmer Alastair Fothergill die Geheimnisse der Ozeane. Gut fünf Jahre waren dafür zwölf Kamerateams weltweit unterwegs. Der siebte Teil beschreibt, wie die Kraft des Mondes die Meere der Welt im Wechsel von Ebbe und Flut bewegt.

(7): Im Bann von Ebbe und Flut

Ebbe und Flut diktieren den Lebensrhythmus an den Meeresküsten. Und nirgendwo sonst offenbart sich die Kraft der Gezeiten stärker als an Flussmündungen, wenn die Flut das Flusswasser zurückdrängt und das Meerwasser stromaufwärts presst. Die Dokumentation zeigt eine eindrucksvolle sechs Meter hohe Flutwelle, die sich ihren Weg gegen den Lauf des Amazonas bahnt und selbst riesige Bäume an den Ufern mit sich reißt.
Der Tidenhub, der Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser, ist im offenen Ozean gering, in Buchten jedoch deutlich zu spüren. So hebt und senkt sich in der Bay of Fundy in Kanada der Meeresspiegel täglich um 16 Meter. Dabei werden Hunderte Quadratkilometer Land überschwemmt und dichte Planktonmassen bis unmittelbar an die Küste transportiert. Aus diesen strömen im Sommer unzählige Meerestiere in die Bucht, zum Beispiel Heringe, Delfine, Glatt- und Buckelwale. Vor allem während der Ebbe erscheinen zahllose Räuber, die Krabben, Schnecken, Muscheln und Würmer im schlammigen Grund Schutz suchen lassen. Selbst Waschbären und Grizzlys machen sich am Strand über Muscheln, Krabben und andere Kleintiere her.
Doch die Flut ist auch todbringend. So sind beispielsweise Fische, die in Flachwassertümpeln geblieben sind, vor jagenden Tümmlern bei Ebbe sicher, doch wenn der Meeresspiegel steigt, geraten sie in Reichweite der Delfine, die sehr effektive Jagdgemeinschaften bilden.
Mondphasen und Gezeiten nehmen auch Einfluss auf den Fortpflanzungszyklus zahlreicher Tiere. So legen unter anderem Seesterne, Seeigel und Muscheln ihre Eier und Samen in bestimmten Nächten im Wasser ab. Auf der Weihnachtsinsel nördlich von Australien machen sich unter dem Einfluss der Gezeiten Millionen Rote Landkrabben auf den Weg Richtung Küste. Sie lassen, an die nassen Felsen geklammert, erst bei perfektem Gezeitenstand ihre Eier in den offenen Ozean ab. Dann versuchen sie so schnell wie möglich wieder festes Land zu erreichen, denn sie können als erwachsene Tiere nicht schwimmen.

21:00
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Being W.

Was wäre die heiße Phase im Wahlkampf um den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten ohne eine Bilanz seines Vorgängers? Der Themenabend setzt dabei auf eine eher ungewöhnliche Art des Resümees...

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

Zum Dossier Paris-Berlin : Ein ungleiches Paar ?

ARTE F

Dienstag, 28. Oktober 2008 um 21.00 Uhr

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Being W.
(Frankreich, 2008, 120mn)
ARTE F
Moderation: Thomas Kausch
Produzent: La Societe Secrete


Was wäre die heiße Phase im Wahlkampf um den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten ohne eine Bilanz seines Vorgängers? Der Themenabend setzt dabei auf eine eher ungewöhnliche Art des Resümees: Der französische Journalist und Komiker Karl Zéro und der Filmemacher Michel Royer präsentieren mit "Being W." eine nicht autorisierte Biografie von George W. Bush.

Seit bald acht Jahren monopolisiert George W. Bush Funk und Fernsehen mit seinen Heldentaten und manchmal rätselhaften Bonmots. Seine Wiederwahl vor vier Jahren war vielen Amerikanern unverständlich. Zum Ende seiner Amtszeit zieht "Dabbelju" in einer nicht autorisierten Biografie des französischen Starkomikers Karl Zéro und seines Landsmannes, Filmemacher Michel Royer, Bilanz.
Das Satire-Duo lässt "Dabbelju" mit imitierter Stimme sogenannte Höhepunkte seiner Laufbahn als Spitzenpolitiker anhand von Archivbildern kommentieren. Das Ergebnis ist die ungeschminkte Geschichte von US-Präsident George W. Bush ganz im Stil des Films von Karl Zéro und Michel Royer über den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, der den beiden wegen der ausgezeichneten Komik, verpackt im Dokumentationsgenre, im letzten Jahr unter anderem den renommierten französischen Filmpreis César eingebracht hat.

21:00
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George Walker Bush in "Being W."

Karl Zéro und Michel Royer präsentieren mit ihrem Dokumentarfilm "Being W." die nicht autorisierte Biografie von George W. Bush.

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

Zum Dossier Paris-Berlin : Ein ungleiches Paar ?

Dienstag, 28. Oktober 2008 um 21.00 Uhr

Wiederholungen:
04.11.2008 um 09:55
06.11.2008 um 00:30
George Walker Bush in "Being W."
(Frankreich, 2008, 104mn)
ARTE F
Regie: Karl Zero, Michel Royer
Autor: Karl Zero, Michel Royer
Produzent: La Societe Secrete


Der französische Journalist und Starkomiker Karl Zéro und Filmemacher Michel Royer präsentieren mit ihrem Dokumentarfilm "Being W." die nicht autorisierte Biografie von George W. Bush, US-Präsident und aus Sicht des Satire-Duos größter amerikanischer Schauspieler aller Zeiten. Dabei stellt sich als "Dabbeljus'" Glanznummer heraus, dass er in der Lage ist, die Menschen die unglaublichsten Dinge glauben zu lassen.

Nach Ansicht von Karl Zéro und Michel Royer monopolisiert George W. Bush seit bald acht Jahren Funk und Fernsehen rund um den Globus und rund um die Uhr. Darunter waren Stunden und Aberstunden haarsträubender Bonmots, absurder Entscheidungen, peinlicher Pannen und lächerlicher Auftritte. Und mittendrin geschah die Wiederwahl zum US-Präsidenten, die für viele Amerikaner ein Rätsel bleiben wird.
Zum Ende seiner Amtszeit lassen Karl Zéro und Michel Royer "Dabbelju" in ihrer nicht autorisierten Biografie Bilanz ziehen. Mister President daselbst beziehungsweise ein begnadeter Imitator - kommt zu Wort und erklärt Beweggründe und Methodik seines Strebens nach der Macht. Mit teuflischer Unterstützung der Autoren kommentiert "Dabbelju" die Bilder seines Lebens.

22:45
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Gesprächsrunde

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Das ungleiche Politikerpaar "Merkozy" gibt derzeit in Europa zwar den Ton an, doch die deutsch-französischen Beziehungen sind so angespannt wie lange nicht mehr.

Zum Dossier Paris-Berlin : Ein ungleiches Paar ?

Dienstag, 28. Oktober 2008 um 22.45 Uhr

Wiederholungen:
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Gesprächsrunde
( 2008, 16mn)
ARTE F
Produzent: Societe Secrete

16:9 (Breitbildformat)

Die Gäste der Gesprächsrunde:

Karl Zero: Filmemacher

Michel Royer: Filmemacher

Ted Stanger: Journalist und Schriftsteller

23:05
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Who's Afraid of America?

(3): Gewalt und Gnade

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Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

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Dienstag, 28. Oktober 2008 um 23.05 Uhr

Wiederholungen:
30.10.2008 um 05:00
Who's Afraid of America?
(Deutschland, 2008, 52mn)
ZDF
Regie: Dirk Laabs

16:9 (Breitbildformat)

Quo vadis, America? Die vierteilige Dokumentationsreihe "Who's Afraid of America" beschreibt den Zustand einer Nation in der Vorwahlzeit und macht schlaglichtartige Bestandsaufnahmen der amerikanischen Gesellschaft. Sie kommentiert und analysiert das, was die USA so faszinierend und furchterregend zugleich erscheinen lässt - aus der Perspektive der Musik und ihrer Protagonisten. ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Programmschwerpunkts "USA 2008".#cr##cr#Die dritte Folge von "Who's Afraid of America" ist ein Trip in das Land der Killing-Zones, Amok-Läufe, Gangkämpfe, Serienmörder, der Todesstrafe, Rassenunruhen, der blutrünstigen Videospiele und Filme. Gewalt ist hier nicht Pop, sondern bitterer Alltag, die alltägliche soziale Implosion. Die Folge "Gewalt und Gnade" ergründet die Ursachen der Gewalt, analysiert voreilig gezogene Schlüsse und die möglichen Motive dahinter. "Who's Afraid of America" zeigt Initiativen und Betroffene, die dem Teufelskreis der Gewalt furchtlos entgegentreten. Den Soundtrack der Folge liefern junge Hip-Hopper, die in ihren Texten die Gang-Erfahrungen ungeschönt wiedergeben sowie Hip-Hop-Schwergewichte wie Ice-T oder Spider Loc.

(3): Gewalt und Gnade

Ghettos und sogenannte No-go-Areas gibt es in vielen größeren Städten der USA, auch in Chicago. Ex-Gangster Brian Fairley führt den Zuschauer ein in die jeweiligen Hoods der Millionenstadt, bringt ihn zu Anti-Violence und zu "Cease Fire". Das Projekt begegnet der täglichen Gewalt gleich auf der Straße, um Gnade einzufordern, damit die innerstädtischen Kriege aufhören.
Ex-Gangmitglieder sind hier Street Worker. Mehr als jedes andere Land sind die USA von der Gewalt auf der Straße betroffen, es gibt an die 30.000 Opfer von Schusswaffen pro Jahr.
Denn Amerika ist ein Land unter Waffen, zu besichtigen auf den North Texas Gun Shows in Mesquite, Texas. Jeder Bürger darf halb- oder vollautomatische Waffen erwerben. Nur wechseln zwei von fünf Pistolen ihren Besitzer, ohne dass der Käufer überprüft würde. Auch in Port Clinton trifft das Kamerateam bei der größten Waffenshow der USA auf Lobbyisten der mächtigen New Rifle Association . Sie treten vehement dafür ein, scharfe Waffengesetze wie in Chicago abzuschaffen.
Was sagt ein Rapper des Schlages Spider Loc dazu? Spider Loc war Mitglied der East Coast Crip Gang und ist musikalisch ein Ziehkind 50 Cents. Die Crips sind eine große Straßengang, die einen Teil des Drogenmarkts in Los Angeles beherrschen. Seit den 70er Jahren liefern sich die Crips blutige Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Banden. Die Dokumentation besucht Spider Loc in seinem Studio. Dort hat er immer einen Revolver unter seinem Produzenten-Stuhl. Warum? Aus Angeberei und Machogehabe? Oder gehört das viel mehr zum "normalen" Alltag eines Bandenmitglieds in L.A.?
In Chicago treffen die Filmemacher Ron Holt, seit 17 Jahren Polizist. Sein Sohn Blair wurde erschossen, als er sich im Schulbus schützend vor ein Mädchen warf. Jetzt ist Ron Holt Mitglied von "Purpose over Pain", einer Organisation von Bürgern aus Illinois, die die "liberalen" Waffengesetze der USA so nicht mehr länger hinnehmen wollen.
Die Gewalt in den USA ist extremer, blutiger, gnadenloser und alltäglicher als in Europa. Gangster-Rap-Pionier Ice-T hat das in seiner Zeit in South Central, Los Angeles, erlebt, als er mit "Gang-Life" in Berührung kam. Seine Songtexte Ende der 80er Jahre zeichnen präzise Porträts des Lebens im farbigen Ghetto, ungeschönt, sexistisch und gewaltvoll, aber auch sozialkritisch.
Zum Abschluss trifft das Team Mike Medavoy, einen der gefragtesten Produzenten Hollywoods, der Filme wie "Platoon", "Terminator" oder "Das Schweigen der Lämmer" realisiert hat. Zusammen mit "Los Angeles Times"-Journalist Nathan Gardel bereitet er ein Buch vor, das sich mit dem Aufstieg und Fall Hollywoods und Amerikas Image in der Welt auseinandersetzt.
Medavoy glaubt, dass das Publikum außerhalb der USA die viele Gewalt über hat, wie es auch die gewalttätige US-Außenpolitik satthat. Und so verkaufen sich die amerikanischen Pop-Kultur-Produkte nicht mehr so gut. Wird das zurückschlagen auf die Verhältnisse in den USA?

Was so unterschiedliche Musiker wie Randy Newman, Arlo Guthrie, Moby, Gospel-Sängerin Tramaine Hawkins, Ice-T, Spider Loc, Dr. John, Ex-Punk Jello Biafra oder Produzenten-Legende Jim Dickinson und Graham Nash verbindet, ist die Kritik am "American Way of Life", gleich ob sie sie in ihrer Musik zum Ausdruck bringen oder als Aktivisten in einer der zahlreichen Bewegungen, die es in Amerika gibt. Die Dokumentationsreihe will wissen, wann Graham Nash sein Irak-Krieg-"Déjà-vu" hatte und was er für Parallelen zieht zwischen der 68er- und der Friedensbewegung heute. Ice-T gibt Auskunft über die tödliche Spirale aus Armut und Gewalt. Warum produziert der pfiffige New Yorker Eddy Moretti "Heavy Metal in Bagdad", und wie reagieren heimkehrende Soldaten auf Pop und Präsident Bush? Sind Mord und Gangsta-Rap im amerikanischen Alltag wirklich verwurzelt?
"Who's Afraid of America" spricht mit Musikern, Ghettokids, Politikern, Künstlern und Veteranen. Den Soundtrack dieser Reihe liefern außerdem Country-Radiostationen, Pistolensalven aus den Ghettos und das mediale Rauschen des Fernsehens.
Auf der einen Seite sind die Staaten die Wiege und ewige Avantgarde von Pop-Jugend- und Gegenkultur - und somit auch dominante Inspirationsquelle für das "alte Europa". Auf der anderen Seite stehen Mickey Mouse, McDonald's und Hollywood - da reagiert Europa mit Unbehagen und wettert gegen "McWorld". Amerika ist eben überall, und dessen zentrale Widersprüche will die Reihe mit vier Folgen aufdecken. Vom Ghetto in Chicago bis in den südlichen Bible-Belt, von Hollywood bis nach Washington - "Who's Afraid of America" ist on the road. Im Gepäck: Die europäische Sichtweise auf das "Land of the Free" - "Who's Afraid of America" trifft die Menschen hinter den US-Klischees, atmet Weite und Vielfalt.
Protagonisten des dritten Teils: Ice-T, Cease Fire (Streetworker gegen Gang-Gewalt), David Schmid , CHPD , New Rifle Association , Polizist Ron Holt, Jill Leovy , Spider Loc (Rapper, L.A.), Mike Medavoy