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Tracks

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Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

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Freitag, 28. November 2008 um 00.05 Uhr

Wiederholungen:
29.11.2008 um 03:00
Tracks
(Deutschland, 2008, 52mn)
WDR

16:9 (Breitbildformat)

Diese Woche bei „Tracks“:Grace Jones ist zurück, Suttgarter Rollergirls beim Rollerderby, die Musikindustrie entdeckt ihr frünes Gewissen, mit „Kitty, Daisy und Lewis“ scheinen die 50er gerade angebrochen zu sein, der Film „Beautiful Losers“ kommt demnächst in die Kinos, Insider „Citiyboy“ pinkelt der Finanzbranche ans Bein und die neue Live-Show von „Deichkind“.

(1): Grace Jones
Mit ihrem zehnten Album mit dem Titel „Hurricane“ meldet sich die bald 60 Jährige fulminant zurück und knüpft damit nahtlos an alte Gassenhauer wie „Nightclubbing“ und „Slave to the Rhythm“ an. Die hedonistische Mode-Ikone flanierte immer lässig zwischen den Gechlechterrollen. Perfekt verkörperte sie die sexy Kampfmaschine „May Day“ im James Bond Streifen „Im Angesicht des Todes“ - eine Rolle, die der echten Jones sehr nahe kommt.
„Tracks“ trifft Miss Jones zum Tête-a-tête in London und spricht mit ihr über das perfekte Überraschungscomeback.

(2): Rollerderby - Bodychecks auf vier Rollen
Sie sind aggressiv, hart im Nehmen und mixen Kontaktsport auf Rollschuhen mit Punk- und Rock´n-Roll-Ästhetik und einer Prise Feminismus – die Anhängerinnen des Rollerderby. Bei ihren Wettkämpfen, den sogenannten „Bouts“, setzen die Rollergirls alles daran, auf einer ovalen Bahn das feindliche Team zu überholen. Um das zu verhindern, sind den Gegnern alle Mittel recht – auch wenn diese weh tun. „Tracks“ begleitete die Stuttgarter Rollergirls Polly Purgatory und Miss Tsunami beim Showdown gegen die Londoner Rockin´ Rollers.

(3): Green Touring - Die Musikindustrie entdeckt ihr grünes Gewissen
Jedes Jahr blasen um die Welt jettende Bands Tonnen an CO2 in die Luft, Festivals und Fans hinterlassen Müllberge. Die Musikindustrie verpestet die Umwelt. Die britische Band Radiohead lässt über die Umweltbelastung ihrer Touren Studien anfertigen, in Rotterdam und London eröffnen erste „grüne“ Clubs, weltweit gründen sich Agenturen, die die Musikindustrie in Umweltfragen beraten – zaghaft regt sich in der Musikindustrie ein „grünes“ Gewissen. Das Glastonbury-Festival in Südengland ist trotz seiner 177.000 Besucher bekannt für grünes Engagement: Recycling wird groß geschrieben, die Festival-Erlöse gehen an gemeinnützige Organisationen wie Greenpeace und in diesem Jahr erfanden die Macher recyclingfähige Zeltheringe. Will Moore flog jahrelang für das Plattenlabel Virgin mit Künstlern wie Rolling Stones oder Janet Jackson um die Welt – doch dann entdeckte auch er sein grünes Gewissen und stieg aus. Inzwischen berät er Künstler, Clubs und Festivals wie Live Earth in Umweltfragen. Auch Dr. Earth erkannte den grünen Trend. Der Initiator hinter dem Öko—Club Surya in London ist im wahren Leben Immobilienmakler und Umweltvisionär. In seinem Londoner Club will er der Welt zeigen, dass man eine grüne Zukunft auch herbei tanzen kann.

(4): Kitty, Daisy and Lewis
Was treibt ein junges Geschwister-Trio allesamt Teenager in vollster Blüte im Jahre 2008 dazu, sich die Haare zu hohen Pferdeschwänzen zusammen zu binden, züchtig in knielangen Kleidern, in Hemden und Hosen und mit viel Pomade im Haar, Blues und Swing zu spielen, als seien die 50er gerade erst angebrochen? Und das auch noch verdammt gut? „Tracks“ besucht „Kitty, Daisy & Lewis“ zu Hause in London.

(5): Film „Beautiful Losers“
Graffiti Sprüher, Street Artists und Skateboarder sind die kerativen Helden unserer Zeit. Doch das war nicht immer so. Der Film „Beautiful Losers“ von Aaron Rose zeigt, wie aus kreativen Nerds Stars der Kunstszene wurden. Shephard Fairy, Ed Templeton und viele andere erzählen was passierte, als die Szene erwachsen wurde – und sich nicht mehr nur die Kids aus der Nachbarschaft für ihre gesprühten Kunstwerke begeisterten. „Beautiful Losers“ soll im nächsten Jahr in die europäischen Kinos kommen.

(6): Cityboy
Er verpopt die Bankenkrise. Ex-Analyst Geraint Anderson alias Cityboy hat im Londoner Finanzdistrikt Millionen verdient und pinkelt jetzt seiner Branche musikalisch und literarisch ans Bein. Ein Insiderbericht aus der Bankenwelt. „Tracks“ traf den Ex-Banker zwischen Karriere und Selbstfindung in London.

(7): Live: Deichkind
„Krawall und Remmi Demmi“ - das bedeutet bei der Bühnenshow des Hamburger Spaßkollektivs Deichkind: Hüpfburgen und Alkoholmaschinen, Müllsackkostüme, Knickleuchtstäbe, tanzende Hasen und Skelette und jede Menge anarchische Action. Mit dieser Bühnenshow schlug die ehemalige Hip Hop-Combo Deichkind ab 2005 ein neues Kapitel in ihrer Bandgeschichte auf. Inzwischen dient der „Techrap“ der Band nur noch als Soundtrack für das visuelle Chaos auf der Bühne – das mit dem neuen Album noch spektakulärer wird. „Tracks“ feierte mit den Fans die neue Liveshow.

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Im Banne des Dr. Monserrat

Der gelangweilte Mike gerät unwissentlich unter den Einfluss des Hypnotiseurs Professor Monserrat und seiner Frau...

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Freitag, 28. November 2008 um 00.55 Uhr

Wiederholungen:
05.12.2008 um 03:00
Im Banne des Dr. Monserrat
(Grossbritannien, 1967, 82mn)
ARTE F
Regie: Michael Reeves
Kamera: Stanley A. Long
Musik: Paul Ferrs
Schnitt: David Woodward, Susan Michie
Darsteller: Alf Joint (Ron), Boris Karloff (Prof. Marcus Monserrat), Catherine Lacey (Estelle Monserrat), Elizabeth Ercy (Nicole), Ian Ogilvy (Mike Roscoe), Sally Sheridan (Laura Ladd), Victor Henry (Alan)
Autor: Michael Reeves, Tom Baker, nach einer Idee von John Burke
Produktion: Curtwel Productions, Global Films, Tigon British Film Productions
Produzent: Arnold L. Miller, Patrick Curtis, Tony Tenser

Original mit Untertitel 16:9 (Breitbildformat)

Der gelangweilte Mike gerät unwissentlich unter den Einfluss des Hypnotiseurs Professor Monserrat und seiner Frau. Mit einer selbstentwickelten Maschinerie unterwerfen sie ihn einer dauerhaften Hypnose. Jederzeit haben sie Zugang zu seinen Gedanken und Gefühlen und können auch sein Verhalten steuern. Auf der Suche nach neuen Kicks setzen sie Mike immer gefährlicheren Situationen aus und machen ihn sogar zum Mörder ...

Der unbedarfte Mike ist im "Swinging London" der 60er Jahre immer auf der Suche nach neuen Thrills. Damit ist er die geeignete Versuchsperson für Professor Marcus Monserrat, ein auf dem Gebiet der Hypnose tätiger Wissenschaftler, der von seiner Zunft geächtet wird. Monserrat hat eine Maschine entwickelt, die ihm eine äußerst intensive Bindung zu seinem Probanden ermöglicht. Nach der "Behandlung" funktioniert die Hypnose auch aus der Ferne - Monserrat und seine Frau Estelle können nicht nur Mikes Empfindungen miterleben, sondern auch sein Verhalten kontrollieren. Was zunächst als Spaß für das alternde Paar gedacht ist, gerät schnell aus dem Ruder.
An Mikes Leben teilzuhaben, ist wie ein Jungbrunnen für die beiden alten Leute, und Monserrat plant, mit Hilfe seiner Erfindung auch anderen alten Menschen diese Freude zu bereiten. Seine Frau Estelle bittet ihn jedoch, die Entdeckung noch eine Weile geheim zu halten und sie beginnt, Mikes Handlungen zu ihren eigenen Gunsten zu manipulieren.
Der junge Mann, selbst verwirrt über sein Verhalten, stiehlt einen Pelz und entwendet das Motorrad seines besten Freundes Alan, um Estelles Wunsch nach Geschwindigkeitsrausch zu gehorchen. Mikes Freundin Nicole ist zunehmend befremdet von seinem Benehmen. Als Monserrat, ebenfalls unglücklich über diese Entwicklung, das Experiment beenden möchte, wird er von seiner Frau überwältigt. Unter Estelles Kontrolle begeht Mike immer schlimmere Verbrechen, bis der Wahn der Frau ihn sogar in einen Mord treibt ...

Nachdem der erst 23-jährige Michael Reeves bei dem US-Kultregisseur Don Siegel sein Handwerk gelernt und mit "Revenge of the Blood Beast" (1966) seinen ersten Spielfilm in Italien gedreht hat, kehrt der Engländer nach London zurück. Im Auftrag der Tigon British Film Productions, einer kleinen auf Exploitation-Filme spezialisierten Produktionsfirma, schreibt er zusammen mit Jugendfreund Tom Baker das Drehbuch zu seinem britischen Kinodebüt "Im Banne des Dr. Monserrat". Mit Baker arbeitet der junge Regisseur auch bei seinem letzten und bekanntesten Werk "Der Hexenjäger" (1968) zusammen, in dem Vincent Price in der Hauptrolle zu sehen ist (auf ARTE am 21.11.2008).
Auch für "Im Bann des Dr. Monserrat" profitiert Reeves von der Besetzung einer Horrorfilmlegende in der Titelrolle. "Frankensteins Monster" alias Boris Karloff ist hier in einer seiner letzten Rollen zu sehen und knüpft, fast 80-jährig, in der Rolle des Professor Monserrat an eine lange Reihe von "Mad Scientists" an. An seiner Seite spielt Catherine Lacey als Monserrats psychopathische Ehefrau Estelle.
Generationenkonflikt und Jugendwahn im London der "Swinging Sixties" sind die Themen des Films, die ihm auch heute noch Relevanz verleihen. Mit authentisch anmutenden Straßenaufnahmen und ungeschönten Bildern gelingt es dem Film trotz eines extrem kleinen Budgets, den Zeitgeist der 60er Jahre einzufangen.
Der Produzent Tony Tenser erkennt schnell das Talent des jungen Regisseurs und bietet Reeves einen mehrjährigen Vertrag an. Sein nächster Film soll jedoch bereits sein letzter sein, denn Reeves stirbt 1969 kurz nach dem Start von "Der Hexenjäger" an einer Barbiturat-Überdosis.

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Design

Die Espressokanne "Conica"

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Vom 4. April bis 4. Juli 2011 strahlt ARTE siebzehn Dokumentationen aus der Reihenfolge "Baukunst" aus.

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Freitag, 28. November 2008 um 02.20 Uhr

Wiederholungen:
16.05.2010 um 23:35
22.05.2010 um 07:30
24.05.2010 um 10:00
01.06.2010 um 10:10
Design
(Frankreich, 2006, 26mn)
ARTE F
Regie: Anna-Celia Kendall


Diese Reihe stellt eine Verbindung zwischen Design und der Zeit seiner Entstehung her und schildert anhand von typischen Industrieprodukten die Geschichte des Designs des letzten Jahrhunderts. Im Vordergrund stehen dabei Gegenstände, die ästhetische und technologische Neuerungen darstellten, ihre jeweilige Epoche widerspiegelten und gleichzeitig ihrer Zeit voraus waren. Heute: die Espressokanne "Conica"

Vorbei die Zeiten des billigen Aluminiums mit dem schwarzen Bakelitgriff und der Achteckform der Nachkriegsmokka. Die Espressokanne Conica ist zylindrisch geformt und aus rostfreiem, glänzendem Stahl. Der Architekt der Postmoderne Aldo Rossi konnte sich für die nostalgische Poesie von Kaffeekannen begeistern und bekam von der italienischen Unternehmerfamilie Alessi die nötige kreative Freiheit, durch die Alessi zum Synonym für italienisches Formgefühl wurde. Kaffee und Design - zwei absolut italienische Leidenschaften.

Die Sendreihe, 1999 aus einer Idee von Luciano Rigolini entstanden, umfasst insgesamt 26 Dokumentationen. Zwölf Sendungen zeigt ARTE in dieser neuen Staffel, davon sieben neue Folgen in Erstausstrahlung. In der ARTE Boutique sind zu dieser Reihe zwei DVD-Boxen erhältlich: "Design 1 und 2 / Zwölf Filme von Danielle Schirman, Anna-Celia Kendall und Heinz Peter Schwerfel" (www.arte-edition.de).

03:00
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Der Hexenjäger

1645, England: Im Chaos des Kriegs zwischen Monarchisten und den Truppen Oliver Cromwells...

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Freitag, 28. November 2008 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Der Hexenjäger
(Grossbritannien, 1968, 82mn)
ARTE F
Regie: Michael Reeves
Kamera: John Coquillon
Musik: Paul Ferris
Schnitt: Howard Lanning
Darsteller: Hilary Dwyer (Sara Lowes), Ian Ogilvy (Richard Marshall), Nicky Henson (Robert Swallow), Patrick Wymark (Oliver Cromwell), Robert Russell (John Stearne), Rupert Davies (John Lowes), Vincent Price (Matthew Hopkins)
Autor: Michael Reeves, nach einem Roman von Ronald Bassett, Tom Baker
Vertreiber: Impex Films
Produktion: American International Productions, Tigon British Film Productions
Produzent: Arnold L. Miller, Louis M. Heyward, Philip Waddilove, Tony Tenser

16:9 (Breitbildformat)

1645, England: Im Chaos des Kriegs zwischen Monarchisten und den Truppen Oliver Cromwells. Unter dem Deckmantel der Teufelsaustreibung mordet und foltert der Hexenjäger Matthew Hopkins die arme Landbevölkerung. Als er den Geistlichen John brutal hinrichtet und sich an dessen Nichte Sara vergeht, schwört ihr Verlobter Marshall Rache ...

Im 17. Jahrhundert befindet sich England im Bürgerkrieg. Die Anhänger der Monarchie kämpfen gegen die Truppen Oliver Cromwells, die eine parlamentarische Republik errichten wollen. Unter Cromwells sogenannten "Rundköpfen" befindet sich auch Richard Marshall. Nach einem verhinderten Angriff auf seine Einheit reist der junge Soldat in das kleine Dorf Brandeston, um dort seine Verlobte Sara zu besuchen. Ihr Onkel John Lowes, ein katholischer Priester, gibt den beiden seinen Segen unter der Bedingung, dass Marshall seine Nichte aus Brandeston wegführt, da er durch die zunehmenden religiösen Spannungen im Dorf um ihr Leben fürchtet. Das Paar ist überglücklich und verbringt die Nacht zusammen. Am nächsten Morgen reist Marshall unter dem Versprechen seiner baldigen Rückkehr weiter.
Kurz nach Marshalls Abreise betreten Hexenjäger Matthew Hopkins und sein Handlanger John Stearne das Dorf. Der opportunistische Hopkins nutzt die Wirren des Bürgerkriegs, um unter dem Deckmantel der Teufelsbekämpfung seine sadistischen Triebe auszuleben und sich zu bereichern. Die beiden beginnen, John zu foltern, um so ein Geständnis für seinen Pakt mit dem Teufel zu erzwingen. In einem verzweifelten Versuch, ihren Onkel zu retten, willigt Sara ein, Hopkins nachts in ihrem Zimmer zu empfangen.
Als dieser dem Dorf für ein paar Tage den Rücken kehrt, vergeht sich Stearne an dem Mädchen, woraufhin Hopkins das Interesse an ihr verliert und John gemeinsam mit zwei anderen Frauen hinrichten lässt. Als Marshall von diesem Verbrechen erfährt, kehrt er ins Dorf zurück und schwört grausame Rache ...

"Der Hexenjäger" basiert auf dem englischen Roman "Witchfinder General", der die Geschichte der historischen Figur Matthew Hopkins erzählt. Zwar war der selbst ernannte Hexenjäger während des britischen Bürgerkriegs im Osten des Landes aktiv, dennoch sind große Teile des Films fiktiv. So wird Hopkins nicht das Opfer eines Rachefeldzugs, sondern stirbt 1647 an Schwindsucht. Regisseur Michael Reeves stellt dennoch einen Bezug zur Geschichte her, indem er historische Fakten wie die Ermordung des Priesters John Lowes in die Handlung aufnimmt und an realen Schauplätzen dreht. Die Landschaftsaufnahmen verleihen dem Film Züge eines klassischen Westerns.
Das Drehbuch für den Film schreibt der gerade 23-jährige Reeves gemeinsam mit seinem Jugendfreund Tom Baker ursprünglich für Donald Pleasence in der Hauptrolle. Der amerikanische Koproduzent AIP besteht jedoch auf der Besetzung der Horrorfilm-Legende Vincent Price, welche Reeves nur widerwillig akzeptiert. Tatsächlich ist die Stimmung zwischen Regisseur und Hauptdarsteller angespannt. Price - für sein exaltiertes Spiel bekannt - wird von Reeves angehalten, die Rolle zurückgenommen und ernst zu spielen. Rückblickend beschreibt Price diese Darstellung als eine der besten Leistungen seiner langen Karriere.
Bei seiner Veröffentlichung stößt der Film auf gemischte Kritiken. Bereits im Drehbuchstadium hat "Der Hexenjäger" Probleme mit der Zensur und auch dem fertigen Produkt wird sadistische Grausamkeit vorgeworfen. Dennoch erlangt der Film schnell Kultstatus, nicht zuletzt durch den Tod des jungen Regisseurs wenige Monate nach der Premiere durch eine Barbiturat-Überdosis.
In den USA wird der Film unter dem Titel "The Conqueror Worm" veröffentlicht, der sich auf das gleichnamige Gedicht Edgar Allan Poes bezieht, welches nachträglich von Price zu Filmbeginn eingesprochen wurde. Die Produktionsfirma versucht so, an die Erfolge von Roger Cormans Edgar Allan Poe-Reihe anzuknüpfen, in der Price ebenfalls zu sehen ist. In Deutschland läuft der Film - inklusive nachträglich gedrehter Nacktszenen - mit ansehnlichem Erfolg im Kino und löst eine Welle extrem gewalttätiger Horrorfilme aus, unter anderem "Hexen bis aufs Blut gequält" mit Herbert Lom und Udo Kier und "Der Hexentöter von Blackmoor" mit Christopher Lee.

04:25
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Per Kirkeby - Der Blick des Geologen

Er ist der Große des Nordens, der herausragende Vertreter der skandinavischen Gegenwartskunst: der Däne Per Kirkeby.

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BR © BR/Evelyn Schels

Freitag, 28. November 2008 um 04.25 Uhr

Wiederholungen:
01.12.2008 um 16:30
Per Kirkeby - Der Blick des Geologen
(Deutschland, 2008, 26mn)
BR
Regie: Evelyn Schels

16:9 (Breitbildformat)

Er ist der Große des Nordens, der herausragende Vertreter der skandinavischen Gegenwartskunst: der Däne Per Kirkeby. Gerade hat der Maler, Bildhauer und Zeichner seinen 70. Geburtstag gefeiert. Die Filmemacherin Evelyn Schels besucht Per Kirkeby in seinem Atelier bei Kopenhagen und beobachtet ihn bei der Arbeit an einem seiner großformatigen Ölgemälde, das der promovierte Geologe nach dem Muster von Gesteins- oder Sedimentschichten anlegt.

Er sei ein altmodischer Künstler, meint Kirkeby, wenn die Natur im Frühling grün sei, würde er auch grüne Farbe benutzen, auch wenn er Grün eigentlich hasse. Aber da er sehr lange an einem Bild arbeitete, könnten sich im Herbst andere Farben über das Grün legen.
Per Kirkebys großformatige, expressive Gemälde: einfache Landschaftsformen, Mäander, archaische Hütten, Baumstämme, Baumstümpfe, Wald, Holzmaserungen, Pilze. Hütte, Höhle oder Baum sind Leitmotive, an denen sich Kirkebys künstlerische Entwicklung darstellen lässt.
Seine kraftvollen Bilder bestehen aus mehreren Schichten Ölfarbe, ähnlich den Gesteins- oder Sedimentschichten, an denen die Geschichte der Erde dokumentiert wird. Aus der Geologie stammen Formen wie Fossilien, Versteinerungen, Erosionen, die als abstrakte Elemente in Kirkebys Bildern erscheinen.
Kirkeby ist promovierter Geologe. Er hat viele Expeditionen gemacht. Seiner Meinung nach ähnelt seine Arbeit als Maler der eines Feldgeologen: genau beobachten, Skizzen machen und Hypothesen entwickeln. Warum verschieben sich Erdschichten und Kontinente? Kirkeby überträgt seinen Blick als Geologe auf sein Werk.
Die Dokumentation "Per Kirkeby - Ich hasse grün" zeigt ihn auch in seinem Atelier auf Laesoe, einer kleinen Insel im Kattegat hoch im Norden. Seit 40 Jahren verbringt er auf der flachen Insel mit den weiten Horizonten die Sommermonate. Hier hat er genügend Raum, um auch an seinen großen Skulpturen zu arbeiten. Jeden Tag geht er ans Meer, versucht sich von Gedanken freizumachen, damit der "Malermotor" ungestört arbeiten kann.