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19:00
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Meine Wiederholung
Square
Spezialsendung Festival
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Montag, 13. Februar 2012 um 19.00 Uhr
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Keine Wiederholungen
Square
(Frankreich, Deutschland, 2012, 10mn) ARTE
Spezialsendung Festival
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19:10
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Meine Wiederholung
ARTE Journal
Das europäische Nachrichtenmagazin
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DETAILS
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Montag, 13. Februar 2012 um 19.10 Uhr
Wiederholungen:
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ARTE Journal
(Frankreich, Deutschland, 2012, 20mn) ARTE
ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.10 Uhr.
Neue Sendezeit, neues Studio, ein neues Gesicht: "ARTE Journal" berichtet ab 19.10 Uhr über das tagesaktuelle politische Geschehen aus europäischer Sicht. Im wöchentlichen Wechsel präsentieren auf deutscher Seite Nazan Gökdemir und Jürgen Biehle das "ARTE Journal".
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19:30
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Meine Wiederholung
Wilde Pyrenäen
(1): Sinfonie der Farben
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DETAILS
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Montag, 13. Februar 2012 um 19.30 Uhr
Wiederholungen:
20.02.2012 um 18:25 28.02.2012 um 13:30
Wilde Pyrenäen
(Frankreich, Spanien, 2010, 43mn)
BR
Regie: Jens-Uwe Heins
In der urwüchsigen Pyrenäen-Landschaft zwischen Mittelmeer und Atlantik erstrecken sich über gut 400 Kilometer steile Bergmassive, üppige Wälder, Wasserfälle und türkisfarbene Bergseen. Ein Dorado für unzählige Tiere und Pflanzen, wie die dreiteilige Dokumentationsreihe eindrucksvoll zeigt. In der ersten Folge ist zu sehen, wie der Herbst in die Pyrenäen einzieht und mit der Laubverfärbung die Berge in einem ganz besonderen Farbenzauber erstrahlen lässt.
Im Herbst scheint in den Pyrenäen der Himmel zum Greifen nah. Die Luft ist klar, die Aussicht vom Pic du Midi in Frankreich reicht weit über den Hauptkamm des Gebirges bis nach Spanien hinein. Ein Gipfel ist schöner als der andere. Rothirsche buhlen um Hirschkühe und Bären durchstreifen die farbenprächtigen Täler nach Nahrung, bevor sie sich zur Winterruhe in eine Höhle zurückziehen. Die seltenen Bartgeier kommen jetzt in Balzstimmung und suchen ihre Horste für die nächste Brutsaison. Aus ganz Frankreich reisen jeden Herbst zahlreiche Vogelfreunde und Ornithologen in die Region, um ein ganz besonderes Schauspiel zu beobachten: den Vogelzug über die Pyrenäen. Wenn der letzte Rote Milan segelnd den Irati-Bergpass überquert hat und die letzten Kraniche gen Süden fliegen, wird es plötzlich still in den Bergen - der Winter zieht ein. Dicke Schneeflocken fallen unaufhörlich vom Himmel und bedecken die Bergwelt. Den Bartgeiern kann der Wintereinbruch nichts anhaben: In einer steilen Felswand haben sie ihren Horst gebaut und zwei Eier gelegt. Zwei Monate Brutzeit liegen jetzt vor ihnen, bevor die Jungen schlüpfen - wenn alles gutgeht.
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Happy-Go-Lucky
Die 30-jährige Poppy ist das, was man eine wahre Frohnatur nennt: gut gelaunt, offenherzig und ihren Mitmenschen gegenüber unvoreingenommen. Kurzum: Man muss sie einfach gern haben...
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DETAILS
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Montag, 13. Februar 2012 um 20.15 Uhr
Wiederholungen:
14.02.2012 um 02:15
Happy-Go-Lucky
(Großbritannien, 2008, 113mn) ARTE F / ARD
Regie: Mike Leigh Kamera: Dick Pope Musik: Gary Yershon Schnitt: Jim Clark Darsteller: Sinead Matthews, Alexis Zegerman (Zoe), Andrea Riseborough (Dawn), Caroline Martin (Helen), Eddie Marsan (Scott), Karina Fernandez (Rosita ), Kate O'Flynn (Suzy), Oliver Maltman (Jamie), Sally Hawkins (Poppy), Samuel Roukin (Tim) Autor: Mike Leigh Vertreiber: Mk2 Sa Produktion: Film4, Ingenious Film Partners, Summit Entertainment, Thin Man Films, UK Film Council Produzent: David Garrett, Duncan Reid, Gail Egan, James Clayton, Tessa Ross
Die 30-jährige Poppy ist das, was man eine wahre Frohnatur nennt: gut gelaunt, offenherzig und ihren Mitmenschen gegenüber unvoreingenommen. Kurzum: Man muss sie einfach gern haben. Als ihr Fahrrad eines Tages gestohlen wird, beschließt sie, den Führerschein zu machen. Als Fahrlehrer erwischt sie ausgerechnet den verbitterten Scott. Sein mangelnder Sinn für Humor und Poppys unbeschwerte Art ergeben eine explosive Mischung, bei der die Komik manches Mal in bitteren Ernst umschlägt. Regisseur Mike Leigh ist Präsident der Berlinale-Jury 2012. ARTE zeigt ihm zu Ehren "Happy-Go-Lucky".
Poppys Welt ist bunt. Sie ist stets bester Laune, zu allen Menschen freundlich und bewegt sich tänzelnd, singend und fröhlich winkend durch ihr Leben. Die 30-Jährige liebt Trampolinspringen, Fahrradfahren, Kinderbücher lesen und Tanzabende mit ihren Freundinnen. Den vermeintlichen Ernst des Lebens nimmt Grundschullehrerin Poppy einfach mit Humor. Doch ihre unbeschwerte Art löst in ihrer oft missgelaunten Umwelt Befremden und Erstaunen aus. Manche halten sie sogar für verrückt. Ihre Schwester Helen glaubt gar, Poppy befände sich in einer Lebenskrise und möchte nicht erwachsen werden. Eines Tages wird Poppys geliebtes Fahrrad geklaut, und sie beschließt die Gelegenheit wahrzunehmen, um ihren Führerschein zu machen. Ausgerechnet der verbitterte Fahrschullehrer Scott soll ihr das Fahren beibringen. Die allwöchentlichen Autostunden werden für beide zum Kraftakt. Sein mangelnder Sinn für Humor und Poppys unbeschwerte Art ergeben eine explosive Mischung, die sich gewaltsam entlädt, als sich Poppy mit Sozialarbeiter Tim verabredet und Scott die Zwei zusammen sieht.
Mit "Happy-Go-Lucky" hat Regisseur Mike Leigh ("Vera Drake", "Lügen und Geheimnisse") einen Film geschaffen, der vor einem realistischen Hintergrund eine Leichtigkeit entfaltet, die ihresgleichen sucht. Und doch bleibt Leigh seine Filmsprache treu, nur fehlt diesmal jede Schwere und Depression. Stattdessen: Farbe, Bewegung und pointierte Dialoge. Als ausgebildeter Schauspieler, Designer und Regisseur nimmt Mike Leigh seit Mitte der 60er Jahre maßgeblichen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des britischen Kinos. Er inszenierte Theaterstücke und TV-Filme, aber seine Vorliebe gilt der großen Leinwand. Leighs Filme spielen nicht in den Kreisen der Reichen und Schönen, sondern fast ausschließlich im Milieu der Unterschicht oder unteren Mittelschicht. Sie schildern den Alltag der sogenannten "kleinen Leute". "Meine Filme", so formuliert es der Regisseur selbst, "sollen wie Dokumentarfilme sein." Leighs Zugriff auf die Wirklichkeit besticht dabei durch Detailfreude. Er setzt Kategorien von Gut und Böse außer Kraft, weckt Zuneigung und Zärtlichkeit für seine hilflosen Helden und kommt dabei ohne den erhobenen moralischen Zeigefinger aus. "Ich treffe in meinen Filmen keine moralischen Urteile", stellt der Regisseur klar, "ich ziehe keine Schlüsse. Ich stelle Fragen, ich beunruhige den Zuschauer, ich mache ihm ein schlechtes Gewissen, lege Bomben, aber ich liefere keine Antworten. Ich weigere mich, Antworten zu geben, denn ich kenne die Antworten nicht." Mit "Happy-Go-Lucky", was zu Deutsch etwa "sorglos", "unbeschwert" oder "leichtlebig" bedeutet, betritt Mike Leigh in gewisser Weise künstlerisches Neuland, sofern der Regisseur, neben Ken Loach wohl der bekannteste Vertreter des sozial engagierten britischen Kinos, sich erstmals ganz eindeutig in die Richtung der Komödie vorwagt - und dies auf eine so gekonnte Art und Weise, dass man glauben könnte, er hätte nie etwas anderes getan. Auf der 58. Berlinale 2008 war "Happy-Go-Lucky" der heiterste und bunteste Wettbewerbsbeitrag des von überwiegend schwergewichtigen Werken geprägten Festivals und wurde sowohl vom Publikum als auch von der Kritik mit Lachsalven und Szenenapplaus gefeiert. Darstellerin Sally Hawkins, die eine furiose Leistung ablieferte und dafür am Ende des Festivals völlig zu Recht mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde, bedankte sich im brausenden Schlussapplaus für die mehr als freundlichen Publikumsreaktionen: "Das ist überwältigend", rief sie von der Bühne, "danke, dass Sie gelacht haben." Der Film gleicht einem Musical - nur ohne Gesang. Er beschwingt vor allem dank seiner Hauptdarstellerin Sally Hawkins. Als Grundschullehrerin Pauline, kurz Poppy genannt, bringt sie mit ihrer gnadenlos guten Laune auch die verstockten Verhältnisse zum Tanzen. Sie ist von so ansteckendem Optimismus und Glauben an das Gute im Menschen geprägt, dass jede Begegnung in ihrem Alltag, durch den wir sie begleiten, zum Fest wird. Schauspieler Eddie Marsan stellt im Film ihr misanthropisches Gegenstück Scott dar. Schließlich erliegt aber auch er Poppys unwiderstehlichem Charme. Schreiend-komisch ist auch Karina Fernandez als Flamenco-Lehrerin Rosita, die der ungelenken Britin den Takt beibringt. So stürmisch und laut der Film beginnt, so kehrt doch am Ende Ruhe ein, denn Poppy ist eins mit sich: Sie hat die Liebe gefunden. Der positive Grundtenor des Films spiegelt sich auch in seiner stilistischen Machart wider: Denn "Happy-Go-Lucky" ist leicht und locker arrangiert, bedient sich einer eher episodischen Erzählweise und erstrahlt in einer quirlig-bunten Bilderflut. Dennoch handelt es sich bei "Happy-Go-Lucky" aber zu keiner Zeit um einen seichten Wohlfühlfilm, wofür nicht zuletzt die pointiert bissigen Dialoge sorgen, in denen eine große Portion des galligen britischen Working-Class-Humors zum Ausdruck kommt. Ohnehin stellt uns der Film keine rosarote Traumwelt vor Augen. Denn es gibt in Poppys Welt auch prügelnde Stiefväter, einsame Rassisten und Obdachlose mit Sprachstörung. Mike Leigh gibt also in diesem Film seinen realistischen Ansatz keineswegs auf. Vielmehr hat man wie auch bei seinen ernsten Filmen als Zuschauer das Gefühl, dem Leben über die Schulter schauen zu können: Die Zeichnung der Figuren und ihrer Umgebung ble ibt absolut wirklichkeitsgetreu. Selbst Poppy wirkt, obwohl sie zeitweise den Eindruck erweckt, von einem anderen Stern zu stammen, absolut glaubwürdig. Genau aus dieser kunstvoll arrangierten Ambivalenz bezieht Leighs Film seine Brisanz und Komik.
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22:05
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Blow Up
François Truffaut
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22:10
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Geraubte Küsse
Nachdem Antoine aus dem Militär entlassen ist, heuert er als Privatdetektiv in einer Agentur an...
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DETAILS
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Montag, 13. Februar 2012 um 22.10 Uhr
Wiederholungen:
17.02.2012 um 14:45 22.02.2012 um 14:50
Geraubte Küsse
(Frankreich, 1968, 87mn) ARTE F
Regie: François Truffaut Kamera: Denys Clerval Musik: Antoine Duhamel Schnitt: Agnès Guillemon Darsteller: André Falcon (Herr Blady), Catherine Lutz (Catherine), Claude Jade (Christine Darbon), Daniel Ceccaldi (Lucien Darbon), Delphine Seyrig (Fabienne Tabard), Harry Max (Herr Henry), Jean-Pierre Léaud (Antoine Doinel), Michael Lonsdale (Georges Tabard) Autor: Bernard Revon, Claude de Givray, Francois Truffaut Vertreiber: Roissy Films Produktion: Les Films du Carrosse, Les Productions Artistes Associés Produzent: François Truffaut, Marcel Berbert
Nachdem Antoine aus dem Militär entlassen ist, heuert er als Privatdetektiv in einer Agentur an. Bald schon erhält er seine erste große Bewährungsprobe und verliebt sich prompt in die Frau seines Auftraggebers. Doch da ist noch seine Jugendfreundin Christine ...
Antoine ist ein verträumter Rebell, der so seine Schwierigkeiten mit Autoritäten hat. Das lässt sich schlecht mit dem Dienst bei den französischen Streitkräften vereinbaren. Nach dem Grundwehrdienst kehrt Antoine der Armee den Rücken und ist fortan arbeitslos. Die Eltern seiner Freundin Christine verschaffen ihm einen Job als Nachtportier in einem Hotel. Dort wird er eines Nachts von dem Privatdetektiv Henry überrumpelt, der sich mit Hilfe eines Vorwands Zugang zum Zimmer einer Klientin verschafft. Der Hoteldirektor wird Zeuge des hinterlistigen Tricks und kündigt Antoine fristlos. Der alte Detektiv Henry hat jedoch Mitleid mit Antoine und verschafft ihm einen Job in der Privatdetektei Blady. Antoine wächst mit seinen Aufgaben, vor allem Beschatten und Informationen sammeln, stellt sich dabei aber nicht allzu geschickt an. Nach mehreren Patzern vertraut ihm sein Chef den Fall seines Klienten Georges Tabard an: Der fühlt sich von allen ungeliebt und will wissen, was seine Mitarbeiter über ihn denken. Zum Schein schreibt Tabard eine Stelle als Schuhverkäufer für seinen Laden aus, um Antoine als verdeckten Ermittler in das Schuhgeschäft zu schleusen. Als Antoine dort Tabards Frau Fabienne trifft, ist es um ihn geschehen. Doch seine Liebe zu ihr lässt sich nicht mit seinem Beruf vereinbaren - die Probleme sind vorprogrammiert. Vor allem, weil es noch eine andere Frau in Antoines Leben gibt: seine Jugendliebe Christine.
In "Geraubte Küsse" spielt Jean-Pierre Léaud wieder Truffauts Alter Ego Antoine Doinel, dem der Regisseur der Nouvelle Vague insgesamt fünf Filme widmet. 1968 ist Antoine Doinel etwa 21 Jahre alt, ein junger Mann ohne Ehrgeiz und Überzeugungen, der das Leben ein wenig zu leicht nimmt. Seit seinen filmischen Anfängen ("Les Mistons") hat sich Truffaut für die Jugend und ihre Konflikte mit den Normen der Gesellschaft interessiert und Sympathie gezeigt für Individuen, die gewöhnlich als "asozial" galten. Inspiriert durch seine eigene schwierige Jugend zwischen Internat für Schwererziehbare und Armeegefängnis schuf Truffaut (1932-1984) die Figur des Antoine Doinel, einer, der sich, scheinbar gleichgültig, seine Freiheit bewahrt, weil er sich nicht vereinnahmen lässt: So gar kein 68er-Rebell, aber eben doch ein rebellischer Romantiker, dessen laue Verweigerungshaltung unvereinbar ist mit den Erwartungen der Gesellschaft. Schauspieler Jean-Pierre Léaud bleibt nach seinem erfolgreichen Debüt mit "Sie küssten und sie schlugen ihn" der Nouvelle Vague treu. Er wirkt in mehreren Filmen seines Entdeckers Truffaut mit ("Tisch und Bett", "Liebe auf der Flucht"), aber auch in Jean-Luc Godards "Die Chinesin". Inzwischen kann der fast 70-Jährige auf eine lange Filmkarriere und viele Auszeichnungen, darunter dem Ehren-César für sein Gesamtwerk, zurückblicken. Zuletzt war er in einer kleinen Gastrolle in Kaurismäkis "Le Havre" zu sehen. Auch Schauspielerin Claude Jade, die Protagonistin an Léauds Seite in "Geraubte Küsse", wurde von Truffaut am Theater entdeckt und gibt in seinem Film ihr Kinodebüt. Der Film ist der Anfang einer längeren Zusammenarbeit mit dem Regisseur, der ihr privat ebenfalls den Hof macht. Jade heiratet jedoch einen französischen Diplomaten, mit dem sie nach Moskau geht, wo sie für kurze Zeit auch als Schauspielerin arbeitet. Alfred Hitchcock wird auf Jade aufmerksam und besetzt sie 1969 in der Rolle der besorgten Mutter in "Topas", was der Beginn ihrer internationalen Karriere ist. Beim französischen Publikum bleibt die 2006 verstorbene Schauspielerin für ihre Rollen in "Trautes Heim" (1973), "Der Mann im roten Rock" (1969) und "Der Zeuge" (1969) unvergessen. François Truffauts episodisch erzählter Film über den Alltag des jungen Romantikers Antoine wird 1968 oscarnominiert und geht in das Rennen um die Golden Globes.
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23:40
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Metropolis
"Metropolis" berichtet zu den Internationalen Filmfestspielen in Berlin
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HR / © HR/Louise Bourgeois Trust/VG Bild-Kunst/Bonn 2011/Nanda Lanfranco
Montag, 13. Februar 2012 um 23.40 Uhr
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Metropolis
(Deutschland, 2012, 50mn) HR
"Metropolis" berichtet zu den Internationalen Filmfestspielen in Berlin, entdeckt unbekannte, faszinierende Seiten der Stadt in seinem Metropolen-Report Berlin, feiert den 50. Geburtstag der James-Bond-Filme, gibt Kultur-Tipps und noch viel mehr!
(1): James Bond wird 50! Keiner der Heroen der Pop-Kultur hat sich so unbeschadet ins 21. Jahrhundert herüberretten können wie der Filmagent James Bond. Der wird jetzt 50. Im Januar 1962 hatten die Dreharbeiten für den ersten 007-Film, "Dr. No", auf Jamaika begonnen. Das wird in diesem Jahr groß gefeiert werden. Dabei ist James Bond tatsächlich älter als gedacht. Das hat "Metropolis" von dem Mann erfahren, der alle James-Bond-Filme der Connery- und Moore-Ära kreiert hat: Ken Adam, Film- und Produktdesigner, erfand die filmästhetischen Agentenwelten von 1962 bis 1979. Adam, der heute 91 ist, schuf Kinowelten, die den Geschmack von Millionen beeinflusst haben. Wie und wo er diesen Mythos geboren hat, dem kam "Metropolis" jetzt auf die Spur.
(2): Louise Bourgeois. Passage Dangereux. Ausstellung zum 100. Geburtstag Sie war eigensinnig, klug und voller Witz, die Grande Dame der Gegenwartskunst. Zweifellos ist Louise Bourgeois eine Jahrhundertkünstlerin. In ihrem 98-jährigen Leben vereinigte sie in ihrer Person und in ihrem Lebensweg mehrere Epochen, schloss sich jedoch nie einer Künstlergruppe an. Sie war und blieb eine Einzelgängerin, die sich an ihren eigenen Themen - zwischenmenschlichen Beziehungen, dem menschlichen Körper und Sexualität - auf fantasievollste Art abarbeitete. Louis Bourgeois entwickelte ihr eigenes künstlerisches Universum von einer seltenen stilistischen Komplexität. Anlässlich ihres 100. Geburtstages zeigt die Hamburger Kunsthalle vom 10. Februar bis 17. Juni 2012 Skulpturen, Rauminstallationen, Radierungen und Arbeiten aus Stoff und Tapisserien der letzten 15 Lebensjahre der Künstlerin. "Metropolis" geht mit Künstlern, die von Louise Bourgeois inspiriert und berührt sind, durch die Ausstellung, um die Kunstwerke und ihre Schöpferin aus ganz persönlichen Blickwinkeln neu zu entdecken.
(3): "Metropolis"-Musik-Tipp der Woche: Wouter Hamel In Tokio wird er umschwärmt, in den Niederlanden ist er ein Shootingstar, aber in Belgien, Frankreich oder Deutschland ist er noch unbekannt. Merkwürdig! Dabei singt Wouter Hamel mit einer Brillanz und Leichtigkeit, die an Frank Sinatra erinnert. Ein bisschen old-fashioned, aber alles andere als globaler Mainstream. Wouter Hamels brandneues Album "Lohengrin" erscheint in Deutschland am 17. Februar 2012.
(4): Der Metropolen-Report der Woche: Berlin Berlin ist die deutsche Metropole. Und das nicht nur, weil sie Bundeshauptstadt ist. Berlin ist so vielseitig, faszinierend und inspirierend wie kaum eine andere europäische Stadt. "Metropolis" entdeckt abseits des großen Filmfestival-Spektakels ein Berlin, wie man es noch nicht kennt. "Metropolis" zieht mit dem Schriftsteller Imran Ayata durch seine Stadt. Er führt an besondere Orte und macht mit Menschen bekannt, die einen tiefen, intimen Einblick in das Leben der Stadt gewähren.
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