Samstag, 15. November 2008 um 20.15 Uhr
Wiederholungen:
16.11.2008 um 12:00
Metropolis
(Deutschland, 2008, 43mn)
ZDF
(1): Hot Spot: Ein Museum für die Supermotoren
Früher genügte ein Schauraum, doch jetzt haben die Automobilkonzerne neue Wege entdeckt, ihre Autos zu präsentieren. Heute ist außergewöhnliche Architektur gefragt, die den automobilen Produkten einen stimmigen Rahmen verleiht. BMW baut Erlebniswelten, Mercedes-Benz ein Museum. Und jetzt zieht auch Porsche nach.
Ein Porsche Museum wird demnächst mit vielen Exponaten und Oldtimern die Geschichte des Hauses von den Anfängen bis heute erzählen. Den Wettbewerb gewann ein kleineres Büro aus Wien: Delugan Meissl. Der spektakuläre Entwurf des Wiener Architektenteams vermittelt ein Gefühl für Dynamik und Bewegung. Auf schlanken Stützen scheint die Bewegung eines rasenden Autos eingefroren zu sein.
Die Gerüste werden in diesen Wochen abgebaut. Und Anfang 2009 wird das Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen eröffnet. "Metropolis" besucht die Architekten in Wien, stellt ihr Werk vor und zeigt erste Bilder des neuen Museums. Ein Bericht über ein Architektenteam, von dem in Zukunft noch einiges zu erwarten sein wird.
(2): Tatort Südafrika - Der Thriller-Autor Deon Meyer
Deon Meyer, 50 Jahre alt, ist einer der aufstrebenden Stars der internationalen Krimiszene. Geboren in Südafrika, Hautfarbe weiß. Vater von vier Kindern, Motorradfan und Mozart-Liebhaber. Er schreibt in seiner Muttersprache Afrikaans. Alle seine Romane spielen in seiner Heimat. Meyers Mordfälle spiegeln die Widersprüchliche und die massiven Probleme im Post-Apartheidstaat Südafrika: Armut, Rassismus, Korruption. Vor allem aber sind die Kriminalromane grandios konstruiert und spannend erzählt. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis und dem französischen Grand Prix de littérature policière.
In "Metropolis" gewährt Deon Meyer einen Einblick in seine Arbeit als Kriminalschriftsteller, nimmt uns mit an den heimischen Schreibtisch mit Blick auf den Tafelberg und zeigt uns den Tatort Südafrika.
(3): Entdeckung: Ein Blick ins vierte Jahrtausend - Die Science Fiction Persiflage "Futurama"
Jeder kennt die Simpsons und ihre Helden. Doch ihr Schöpfer Matt Groening und sein Art Director Bill Morrison haben nicht nur den amerikanischen Alltag der Gegenwart, sondern auch längst die Zukunft des gesamten Planeten im Blick.
Neu-New York Anfang des 31. Jahrhunderts. Das gesamte Universum ist bereits erforscht, die Globalisierung vollendet, verschiedene Planeten sind bereits terraformt, im Jahr 2636 wurde auf dem Mars bereits eine Universität errichtet. So könnte die Welt in 1.000 Jahren aussehen - wenn wir der Zeichentrick-Serie "Futurama" Glauben schenken. Eine Serie mit Kultstatus.
Die großen Religionen gibt es nicht mehr. Hauptstadt der Erde ist Washington. Die Hauptfiguren sind der tollpatschige Fry und seine Freunde. Fry ist ein Mensch des 20. Jahrhunderts, doch versehentlich wurde er 1999 eingefroren und erst 1.000 Jahre später wieder aufgetaut.
Trotz all des bissigen Witzes, "Futurama" ist - noch mehr als die Simpsons -gespickt mit Anspielungen auf den amerikanischen Alltag, auf Gesellschaft und Politik.
In diesem Herbst erscheint in Frankreich und Deutschland der neue Langfilm von "Futurama". Im neuen Streifen greift eine Riesententakel die Erde an. Sie will den Planeten erobern und mit Glücksversprechen zieht sie die Menschen in ihren Bann. "Le monstre au milliard de tentacules" erscheint am 22. Oktober in Frankreich, in Deutschland ist "Die Ära des Tentakels" seit dem 12. September erhältlich. Zeitgleich kommt in Deutschland die elfte Staffel von den Simpsons auf DVD heraus. "Metropolis" trifft Bill Morrison und spricht mit ihm über seine Geschöpfe und ihre Abenteuer.
(4): Exklusivinterview: Das verlorene Paradies - Peter Beard über Ostafrika
In den frühen 60er Jahren kommt der junge Amerikaner Peter Beard zum ersten Mal nach Ostafrika. Doch seine Faszination für den Garten Eden, den er vorzufinden glaubt, schlägt bald in Entsetzen um. Er wird zum Augenzeugen einer ökologischen Katastrophe, die bis heute andauert. Mit seiner Kamera dokumentiert er, wie Zersiedelung, Wilderung und Überbevölkerung zur Zerstörung eines der größten Naturparadiese dieses Planeten führen.
Schon 1965 erscheint sein mittlerweile zum Klassiker gewordener Bildband: "The End of the Game". Das Buch wird zum Skandal, es zeigte Elefantenkadaver und Skelettberge von Zebras. Lange bevor der Schutz der Umwelt ein Thema wird, zeigten seine Fotos bereits die rücksichtslose Zerstörung einer Landschaft und ihrer Population.
Im Taschen Verlag ist nach über 40 Jahren gerade eine Neuausgabe erschienen. Und Mitte November erscheint eine weitere zweibändige Ausgabe mit Fotografien, Malereien und Texten des mittlerweile 70-jährigen Peter Beard, die vorher nur als kostspielige Sonderedition zu haben war. Eine ideale Gelegenheit, diesen Abenteurer, Fotografen und Lebemann in "Metropolis" vorzustellen.
(5): Die Frauen von 007
Sie sind schön, verführerisch und kämpferisch - die Frauen von James Bond. Und in jedem neuen Streifen hat 007 eine neue Gespielin. Die Schweizerin Ursula Andress war die erste, die 1962 in einem knappen Bikini mit einem Messer an der Hüfte an einem einsamen Strand auftauchte und den Typus des Bond-Girl etablierte. Seitdem ist bei jedem Film der Auftritt eines neuen Bond-Girls mindestens genau so wichtig wie die neuesten Waffenspielzeuge und Autos des Superhelden.
"Metropolis" wirft einen Blick zurück - auf die Frauen von 007. Denn der Zeitgeist und sein Wandel sind an der populärsten und längsten Serie der Filmgeschichte zu erkennen. Kurz nach dem Start des neuesten James-Bond-Streifens gibt es eine kurze Analyse des Bond-Girls im Wandel der Zeiten.