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Meine Wiederholung
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Sandkastenkrieger

Ehemalige Unteroffiziere der Bundeswehr lassen sich zu Erziehern ausbilden und begeben sich damit auf eine abenteuerliche Reise...

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Der Dokumentarfilm begleitet drei Jugendliche - Abbas, Hussein und Nour - und zeigt, wie sich die Lebensrealität für Jugendliche im Libanon darstellt, wenn man die es wagt, in ihre Welt einzutauchen.

Zum Dossier Abbas, Hussein und Nour, Die Pfadfinder des Imam al’Mahdi

Donnerstag, 23. Oktober 2008 um 23.00 Uhr

Wiederholungen:
28.10.2008 um 03:00
31.10.2008 um 09:55
Sandkastenkrieger
(Deutschland, 2007, 86mn)
ZDF
Regie: Arne Birkenstock, Katherina Knees

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Drei ehemalige Unteroffiziere der Bundeswehr lassen sich zu Erziehern ausbilden und begeben sich damit auf eine abenteuerliche Reise. Sie wechseln aus den starren Befehlsstrukturen des Militärs in die Diskussionskultur beredter Pädagogen. Statt männlicher Offiziere stehen ihnen nun zum Teil jüngere Frauen als Vorgesetzte gegenüber, statt schroffen Kasernentons ist Offenheit und Verständnis im Umgang mit Kindern und Jugendlichen angesagt.

Männliche Erzieher trifft man eher selten in deutschen Kindergärten. Die drei Protagonisten des Dokumentarfilms sind damit überaus begehrte Praktikanten. Michael Beu, Oberbootsmann, hat die Hälfte der Ausbildung bereits hinter sich. Er begrüßte einst beim Wachbataillon Präsidenten und verabschiedete Bundeskanzler, wurde Fallschirmjäger und war im Luftgeschwader der Marine tätig. Seit sechs Jahren ist er mit Freundin Petra zusammen, mit der er in der Nähe von Bremerhaven lebt. Er hat ein Kind aus erster Ehe, das er nur selten sehen kann.
Benjamin Cordewinus, Stabsgefreiter, steht am Anfang seiner dreijährigen Ausbildung zum Erzieher. Er diente als Zeitsoldat acht Jahre lang dem Vaterland. Der ehemalige Scharfschütze ist ein Einzelgänger, auch im Erzieherlehrgang. Er ist Reservist und würde immer wieder für die Bundeswehr ins Ausland gehen.
Lars Höpfner, Hauptfeldwebel, steht ebenfalls am Anfang der Ausbildung. Auch er diente acht Jahre lang als Zeitsoldat. Er lebt in Hamburg zusammen mit seiner Freundin Mandy, ihrem Sohn aus erster Ehe und der gemeinsamen Tochter Jette, die vor einigen Wochen auf die Welt gekommen ist. Die Beziehung steht unter starkem Druck.
In der Hamburger Reichspräsident-Ebert-Kaserne lassen sich ehemalige Unteroffiziere in drei Jahren zu staatlich anerkannten Erziehern ausbilden. Pädagogik, Kunst, Musik und Kinderspiele stehen von nun an auf dem Lehrplan, aber auch mehrmonatige Praktika in Kindergärten und Jugendheimen. Die "Bundeswehrfachschüler im Erzieherlehrgang" wechseln von einem klassischen Männerberuf in einen klassischen Frauenberuf, haben mit Vorurteilen zu kämpfen und bewegen sich zwischen zwei Institutionen, die sich im Wandel und Zentrum der öffentlichen Diskussion befinden.
Alle drei zählen zu den ersten Soldaten, die für die Bundeswehr in bewaffnete Auslandseinsätze zogen. Im Kosovo und in Afghanistan sammelten sie Erfahrungen, die sie bis heute prägten. Viele Zeitsoldaten streben eine Laufbahn als Berufssoldat an, doch nur zehn Prozent überstehen das strenge Auswahlverfahren. Für die anderen bietet die Bundeswehr Berufsförderungsmaßnahmen an, um die Rückkehr ins Zivilleben zu erleichtern. Eine davon ist die Erzieherausbildung. Der Dokumentarfilm begleitet Beu, Cordewinus und Höpfner während ihrer theoretischen und praktischen Ausbildung.

Arne Birkenstock, Jahrgang 1967, machte sein Abitur am Montessori-Gymnasium Köln und den Highschool-Abschluss an der Topeka-Highschool in Kansas, USA. Er studierte Volkswirtschaft, Politik, Geschichte und Romanistik in Köln, Buenos Aires und Córdoba. Längere Auslands- und Studienaufenthalte führten ihn in den USA und nach Argentinien. Seit 1994 ist er als freier Autor und Filmemacher tätig. Er realisierte zahlreiche Magazinbeiträge, Dokumentationen und Reportagen fürs Fernsehen. Außerdem verfasste er Sachbücher und wissenschaftliche Studien unter anderem für die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und das Bundesfamilienministerium. Arne Birkenstocks erster Kino-Dokumentarfilm "12 Tangos - Adios Buenos Aires" kam im Dezember 2005 ins Kino.