Robert Wilson wird 1941 in Waco/Texas geboren. Nach dem Architekturstudium erregt er in den 60er Jahren Aufsehen mit ersten experimentellen Aufführungen, die alle Grenzen der Künste zu sprengen scheinen: Baby Blood (1967), Life And Times Of Sigmund Freud (1969) und Life And Times Of Josef Stalin, eine 12-stündige stille Oper (1973).
Gemeinsam mit Philip Glass entsteht die Oper Einstein On The Beach. Wilson arbeitet Ende der 70er Jahre erstmalig an Theatern in Deutschland: An der Berliner Schaubühne entsteht Death, Destruction And Detroit (1979, 1987), an den Münchner Kammerspielen Die Goldenen Fenster (1982). Zwei Jahre später trifft Wilson auf Heiner Müller, der am deutschsprachigen Teil von CIVILwarS mitarbeitet, einem Stück, das in 5 Orten weltweit entsteht und dann in Los Angeles 1984 bei den Olympischen Spielen zusammengeführt werden sollte. 1986 inszeniert er in New York Müllers Hamletmaschine. Am Hamburger Thalia Theater entsteht The Black Rider (1991), am Berliner Ensemble (BE) 1998 Brechts Der Ozeanflug, Heiner Müllers Landschaft Mit Argonauten und Dostojewskis Aufzeichnungen Aus Einem Toten Winkel, für die Salzburger Festspiele 1998 Dantons Tod von Büchner. 2003 inszeniert er am Be Leonce Und Lena (Musik: Herbert Grönemeyer), 2005 Das Wintermärchen, 2007 Die Dreigroschenoper von Brecht/Weill und 2009 SONETTE (Musik: Rufus Wainwright). Wilson inszeniert an der Pariser Oper, in Zurich Wagner's Ring des Nibelungen, an der Scala, den Salzburger Festspielen, an der Metropolitan Opera in New York, der Oper in LA und vielen anderen Institutionen. Für das IVAM in Valencia, das Centre Pompidou in Paris, das Museum of Fine Arts in Boston entstehen eigene Installationen und Ausstellungen.
Neben fünf Einladungen zum Berliner Theatertreffen erhält er u.a. den "Goldenen Löwen" der Kategorie Skulptur auf der Biennale Venedig für seine Installation "Memory/Loss", den "Obie-Award" für Regie und die Nominierung zum Pulitzer-Preis für Theater. Von 2005 bis 2009 entsteht eine große Anzahl von Videoportraits von Stars, Tieren und ganz normalen Menschen, die VOOM Portraits, die in Museen weltweit gezeigt werden. Wilson gründet 1992 das Watermill Center, das ab 2006 als ganzjährige Kultureinrichtung auf Long Island funktioniert und die Arbeit und Entwicklung von jungen Künstlern unterstützt.







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