27/09/10
"Wissenschaft ist überall"
Drei Fragen an Pierre Girard, Ko-Moderator von X:enius
Jede zweite Woche machen sich der Journalist Pierre Girard und die Schauspielerin Dörthe Eickelberg in Europa auf Forschungsreise. Sie beobachten vor Ort, wie die Wissenschaft den Alltag gestaltet. Eine Schule der Neugier, in der alle Fragen erlaubt sind. Ausstrahlung: montags bis freitags um 08.45 Uhr und 17.40 Uhr.
An wen wendet sich das Magazin?
Ausnahmslos an die ganze Familie. Zu dieser Sendezeit sind viele Schüler zu Hause. So hoffe ich, dass junge Leute, die sonst nicht unbedingt ARTE sehen, Lust bekommen, in unser „Wissensmobil“ zu kommen und Europa mit uns zu durchstreifen. Meine deutsche Mitstreiterin Dörthe und ich wollen eine Atmosphäre erzeugen wie in einer internationalen Herberge, um mit unseren vielfältigen Themen, Gästen und Anliegen ein möglichst breites Publikum zu erreichen.
Warum fahren Sie mit dem Bus durch Europa, und warum zu zweit?
Weil wir die Menschen treffen wollen, für die Wissenschaft vor Ort relevant ist. Ein Thema wie Meteorologie interessiert natürlich die Forscher, aber auch Bauern, Sportler und Hochgebirgsführer. Der Bus ist sowohl unser Transportmittel als auch unser „Basislager“, in dem wir Experimente durchführen und an jedem beliebigen Ort Gäste empfangen. Die Doppelmoderation ist eine Selbstverständlichkeit für uns. Wir wollen uns miteinander auseinandersetzten und gemeinsam weiterdenken. Dörthe und ich haben zwei ganz unterschiedliche Ansätze, die sich aber gut ergänzen.
Sie ist Deutsche, sehr temperamentvoll und sieht überall einen Anlass zum Philosophieren. Ich bin Franzose, sehr faktenbezogen und pragmatischer. Wir beide widersprechen übrigens ein wenig den Klischeevorstellungen über unsere jeweiligen Länder, und das ist gut so!
Was bedeutet der Titel der Sendung, und welche Themen werden zuerst behandelt?
In „X:enius“ ist gleichzeitig der Begriff „Genie“ (lateinisch, englisch und deutsch genius/Genius) und die Vorstellung von etwas Geheimnisvollem (das X) enthalten: Unser Magazin soll Wissen vermitteln, aber immer mit der Betonung auf dem Unbekannten und der Entdeckung. Jeden Tag werden wir einen neuen Ort erkunden und ein anderes Thema anschneiden. Ein echter Glücksfall! In den ersten Wochen gehen wir beispielsweise bei der Kripo Mainz der Frage nach, was man bei der Lösung eines rätselhaften Falls am dringendsten braucht: wissenschaftliche Technik oder Intuition. Wir schleichen uns auch in den Kontrollraum der Europäischen Weltraumorganisation in Darmstadt ein, um einen Satelliten zu steuern. Dann fahren wir nach Marseille und sehen uns an, wie wissenschaftliche Berechnungen den Städtebau beeinflussen...
Erstellt: 13-01-09
Letzte Änderung: 27-09-10
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