Die Themen der Sendung vom 07. März 2010 - Europa – so reich, so arm:
1. Gute Aussicht: Von der Straße ins Luxushotel
Offiziell leben etwa zehntausend junge Menschen in Sankt Petersburg auf der Straße, die Dunkelziffer ist höher. Für eine Handvoll hat dieser Alptraum jetzt aufgehört – dank der Initiative eines Mannes. Er ist Hotelchef und bietet einigen Straßenkindern eine unglaubliche Chance: Ausbildung und Jobs im nobelsten Hotel der Stadt.
2. Tiefer Fall: Vom Spielcasino in die Arbeitslosigkeit
In den 60er Jahren war das britische Blackpool das Traumziel der englischen Arbeiterklasse. Doch seitdem auch Engländer lieber in den Süden fliegen, steigen in dem Seebad Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und Selbstmordrate. Casinos und Spielhöllen sollten Blackpool zu altem Touristen-Ruhm verhelfen. Doch der Abstieg geht immer weiter.
3. Herbe Kost: Containern gegen die Wegwerfgesellschaft
Die Container-Ecken großer Supermärkte sind ihr Revier, entsorgte Lebensmittel ihre Beute. Mülltaucher nehmen sich, was Geschäfte wegwerfen – und ernähren sich davon. ‚Vom Müllcontainer in den Kochkopf’ ist auch die Devise einer jungen Berlinerin – aber nicht aus finanzieller Not, sondern aus Protest gegen den Konsum und Überfluss in unserer Gesellschaft.
4. Armer Reichtum: Manele-Pop und Protzerei
Längst läuft in Rumäniens Club- und Partywelt Manele-Musik nonstop – eine spaßige Mixtur aus folkloristischen Orient- und Balkanklängen, schnellen Computerbeats und modernen Keyboard-Sounds. In den Videos wird geprotzt, was das Zeug hält: dicke Autos, Geldscheine im Überfluss, mit Goldketten ausstaffierte Männerkörper – die ganze Palette eben. Für selbsternannte Kulturwächter ist es Prollmusik, für viele Manele-Fans eine klare Antwort auf das ökonomische Defizit im Lande.






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