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Baukunst

Vom 4. April bis 4. Juli 2011 strahlt ARTE siebzehn Dokumentationen aus der Reihenfolge "Baukunst" aus.

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Phaeno, das Gebäude "Landschaft" - 03/09/09

Zaha Hadid

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Zaha Hadid wurde im Jahr 1950 als Tochter eines irakischen Topmanagers in Bagdad geboren.Zaha Hadid verbrachte ihre Kinder- und Jugendjahre in europäischen Internaten. An der American University in Beirut begann sie zu studieren. 1972 setzte sie ihr Architekturstudium an der renommierten Architectural Association in London fort.Im Jahr 1977 beendete Hadid ihr Studium. Danach erfüllte sie zahlreiche internationale Lehraufträge und Gastprofessuren und war Leiterin von Meisterklassen. Unter anderem war sie Gastprofessorin in Harvard und an der Columbia University. Noch bevor sie ihr eigenes Büro eröffnete, erregte sie Aufmerksamkeit mit ihren außergewöhnlichen Entwurfskizzen. Sie ist Mitglied des "Office Metropolitan Architecture".Vielfältige Anregungen holte sich die irakische Meisterin der Baukunst von den Werken des russischen Konstruktivismus, wie zum Beispiel von Kasimir Malewitsch oder El Lissitzki. Dabei imponiert Hadid mit ihren zukunftsweisenden Visionen.


So will auch Hadid mit ihren Entwürfen die Zukunft der Menschen gestalten.Ihre Bauskizzen weisen dynamische Formen und konformistische 90-Grad-Winkel auf. Oftmals werden ihre Entwürfe verwechselt mit den Dekonstruktivisten, zu denen sich die Architektin selbst aber nicht zählt. Ihr persönliches Anliegen ist die Umsetzung der Theorie in die Baupraxis.Mit ihren Vorstellungen von avantgardistischer Baukunst signalisiert Hadid die Auflösung des Raumes und zugleich eine neuartige Definition seiner realisierten Form. Dadurch wird dem Betroffenen ein neues, unerhörtes Raumerlebnis vermittelt. Trotz aller Neuartigkeiten und Zukunftsträchtigkeit legt die Baukünstlerin Wert auf Funktionalität, die sich ausdrückt in flexiblen, fließenden Raumgliederungen. Sie machen die Räumlichkeiten sowohl für alte als auch neue Nutzungskonzepte geeignet.Im Jahr 1983 verdiente Hadid sich erstmals internationale Meriten für das Projekt „The Peak“, einem hängenden Freizeit- und Erholungspark auf einem Hügel in Hongkong. Dazu konnte sie den Wettbewerb gewinnen. Zu ihren außergewöhnlichsten Projekten aus der jüngeren Zeit zählen die zeitgenössischen Zentren für Kunst in Rom und Cincinnati, die „Mind Zone“ im Millennium Dome in London und das Science Center in Wolfsburg.


Zu Hadids weiteren Arbeiten zählen unter anderem das Art und Media Zentrum in Düsseldorf (1989), der Ausstellungspavillon für Video Art in Groningen (1990) und das Cardiff Bay Opera House (1994). 1982 wurde sie mit der Architectural Design Gold Medaille für das Design des Londoner Appartements in Eaton Place ausgezeichnet. Darüber hinaus entwirft Hadid Möbel und Inneneinrichtung zu ihren eigenen Projekten.Im Jahr 1992 realisierte sie eine Installation für die Große Utopia Ausstellung im New Yorker Guggenheim Museum sowie weitere Theaterkulissen und Theaterkostüme. Für die Pop-Gruppe „Petshop Boys“ gestaltete sie eine Drehbühne. Das Multitalent entwirft Architekturzeichnungen als künstlerisches Werk, die so viel Wert sind wie ein Wohnhaus. In ihrer Frühphase widmete sie sich der Gemälde- und Zeichenkunst.Hadids Werke wurden bereits in Ausstellungen im Guggenheim Museum in New York (1978), in der GA Galerie in Tokio (1985), im Museum of Modern Art in New York (1988), in The Graduate School of Design an der Harvard University und im Waiting Room an der Grand Central Station in New York (1995) präsentiert.

Ihre Werke bereichern unter anderem die Bestände des Museums of Modern Art in New York und das Deutsche Architektur Museum in Frankfurt.Im Jahr 1999 sorgte Hadid zur Landesgartenschau in Weil am Rhein für Furore. Für diese Veranstaltung entwarf sie einen 140 Meter langen Pavillon aus Beton, Holz und Glas. Der Bau steht in einer Kunstlandschaft auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube. In dem badischen Städtchen erbaute die Architektin bereits ein weiteres Gebäude: ein Feuerwehrhaus.Im Januar 2000 erhielt die irakische Architektin Zaha Hadid den ersten Preis und den Bauauftrag für das "Science Center" in Wolfsburg. Zaha Hadid erhielt 2004 den Pritzker-Preis. Damit ging die weltweit wichtigste Architekturauszeichnung erstmals an eine Frau.

Erstellt: 12-08-09
Letzte Änderung: 03-09-09


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