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Generation Porno

Pornografie hat wie das Internet längst Einzug in die Lebenswelten von Jugendlichen gehalten. Wie bedenklich ist diese Entwicklung für ihr Sexualverhalten? Wie weit ist der Schritt von fraglichen Porno-Praktiken zu realem Sex? Brauchen wir eine neue Sexualmoral?

> Zahlen und Fakten

30/09/08

Zahlen und Fakten

  • Aktuelle Zahlen
Immer mehr Jugendliche sehen Pornos: Aus einer Studie des Conseil Supérieur de l’Audiovisuel (CSA) geht hervor, dass 80 % der Jungen und 45 % der Mädchen zwischen 14-18 Jahren, im Jahr mindestens einen Pornofilm sehen.
Je älter die Jugendlichen sind, desto häufiger sehen sie sich pornographische Filme an. Doch bereits bei den befragten Minderjährigen liegt der regelmäßige Konsum bei 10%.
(CSA)

  • Unterschiede bei Jungen und Mädchen
Bei einer Befragung von 434 Mädchen und 439 Jungen zwischen 15-24 Jahren stellte sich heraus, dass Jungen stärker mit pornographischen Inhalten konfrontiert sind als die Mädchen. Die Mehrzahl der befragten Jungen äußerte sich überwiegend positiv zum Konsum von Pornofilmen (54% sagen, dass ihnen solche Filme gefallen), die Mädchen brachten eine ablehnende Haltung zum Ausdruck (56% sagen, dass sie derartige Filme abstoßen).
(Mutualité Socialiste, Enquête jeunes – Sexualité 2006)

  • Zugangsquellen
Die Zugangsweisen zu pornografischen Inhalten sind unterschiedlich: Während die meisten Mädchen über das Fernsehen zum ersten Mal in Kontakt mit Pornos kommen, nutzen Jungen darüber hinaus vielfach auch Videofilme und das Internet.
(Quelle: CSA)

Neben diesen Medien spielt auch das Mobiltelefon eine immer wichtigere Rolle bei Erhalt und Produktion pornographischer Videos.

Vor allem im Alter zwischen 12-15 Jahren halten sich Jugendliche häufig in Chatrooms auf. Ein Großteil gibt an, schon einmal nach privaten Daten gefragt worden zu sein.
(JIM, 2007 )

Erstellt: 26-05-08
Letzte Änderung: 30-09-08