Zu Tisch in...
Sonntags um 17.45 Uhr auf ARTE
Zarskij Paskha
Süße Quarkspeise nach Zaren-Art
Wie die Kulitschi, so gehört auch die Paskha zu jedem traditionellen russischen Osterfest dazu. Diese Quarkspeise wird in einer speziellen Form zubereitet - einer stumpfen Pyramide, die früher aus Holz, heute aber meist aus Kunststoff hergestellt wird.
Die Paskha ist schwer und süß wie ein Käsekuchen. Ihre Außenseite wird oft mit Mandeln, Rosinen und kandierten Früchten überreich verziert. Die kandierten Früchte, die Rosinen und Mandeln werden nach alter Sitte so aufgelegt, dass sie die Buchstabenkombination "XB" ergeben, die für russisch "Khristos Voskryesye" - "Christus ist auferstanden" steht. Diesen österlichen Gruß rufen sich die Gläubigen auf dem Höhepunkt der vielstündigen, feierlichen Auferstehungsmesse in der Nacht zum Sonntag zu.
Zutaten für 6-8 Portionen
Quarkmasse: 1 kg Sahnequark, 5 Eier, 400 g saure Sahne, 200 g Butter, 400 g Zucker, 2 Tl Vanillearoma, nach Belieben 100-200 g Rosinen in etwa 50-100 ml Weinbrand oder Rum eingeweicht, 100-200 g grobgehackte Mandeln, 1 TL Zimt
Verzierung: 200-300 g verschiedene kandierte Früchte
Den Quark über Nacht in einem engmaschigen Sieb, besser noch in einem Stück Käseleinen abtropfen lassen. Streichen Sie den abgetropften Quark durch ein feinmaschiges Sieb, geben Sie Eier, saure Sahne und die Butter dazu, die Sie vorher geschmolzen haben. Jetzt geben Sie die Quarkmasse in einen großen schweren Topf. Erwärmen Sie die Quarkmasse auf kleinster Flamme ganz leicht. Legen Sie ein Flammsieb unter, um die Hitze noch weiter zu reduzieren. Geben Sie den Zucker dazu und rühren Sie unablässig, bis keine Zuckerkristalle mehr zu sehen sind. Die Masse darf nicht zu heiß werden, weil die Eier sonst gerinnen. Sie können die Quarkmasse natürlich auch im Wasserbad erwärmen. Verwenden Sie dazu eine Bain-marie (eine Wasserbadschüssel, die mit dem darunter kochenden Wasser nicht in Berührung kommen, sondern nur durch den Wasserdampf erwärmt werden soll) oder einen Simmertopf. Doch auch hier müssen Sie unablässig rühren, bis der Zucker aufgelöst ist. Nehmen Sie die Quarkmasse vom Herd und rühren Sie das Vanillearoma und nach Belieben die abgetropften Rosinen, Mandeln und Zimt darunter.
Schlagen Sie eine Paskha-Form oder einen großen runden Kunststoff-Blumentopf mit Bodenloch mit zwei Lagen feinem Käseleinen oder Nesseltuch aus. Das Tuch sollte aus der Form heraushängen, damit man es über der Masse zusammenfalten kann. Geben Sie die Quarkmasse hinein und falten Sie das Tuch darüber zusammen. Beschweren Sie den Quark mit einem Teller/einer Untertasse und einem Gewicht. Das kann ein Stein oder auch eine Konservendose sein. Stellen Sie die Form auf einen tiefen Teller, in den die Flüssigkeit ablaufen kann. Man lässt die Paskha im Kühlschrank abtropfen. Schauen Sie nach 6 und nach 12 Stunden nach, ob sehr viel Flüssigkeit im Teller steht. Schütten Sie ggf. diese Flüssigkeit weg. Stürzen Sie die Paskha auf einen Teller und entfernen Sie vorsichtig Topf und Nesseltuch. Man verziert die Paskha mit den kandierten Früchten, die man in grobe Würfel oder in schmale Streifen schneidet, um Fantasiemuster (Blumen, Sternchen, geometrische Muster) oder ein "XB" zu legen. Beim Servieren schneidet man waagrechte Scheiben ab.
TIPP:
- Paskha, die man nicht nur zu Ostern essen sollte, hält sich ausgezeichnet im Kühlschrank und kann schon zwei bis drei Tage vorher zubereitet werden. Sie kann auch als sommerliches Dessert mit frischen Beerenfrüchten oder Fruchtsauce serviert werden.
Erstellt: 04-05-04
Letzte Änderung: 24-04-03