Für viele Südafrikaner ist Bonginkosi Dlamini alias „Zola“ die zweit-berühmteste Persönlichkeit des Landes, gleich nach Nelson Mandela. „Zola“ ist 32, Musiker, Schauspieler, Produzent, TV-Moderator, hat seine eigene Plattenfirma, Talkshow und Modelinie. Er lieferte den Kwaito-Soundtrack für den Oscar-prämierten Film „Tsotsi“ und spielte darin auch eine kleine Rolle – einen großkotzigen Bandenchef. Er wuchs in einer der übelsten Ecken im Johannesburger Township Soweto auf: in Zola. Seine Mutter zog ihn alleine groß und als Jugendlicher saß er im Gefängnis wegen Autodiebstahls. Für die schwarzen Jugendlichen aus den Townships ist er ein Idol, weil er es geschafft hat, aus Soweto rauszukommen. Bisher hat er es zu fünf Häusern und mehreren Garagen voller protziger Karren gebracht – und einer unüberschaubaren Menge an Girlfriends. Sogar dafür hat er im Gossip-geilen Südafrika einen Award bekommen. Und ist stolz drauf, genau wie auf seinen Erfolg. Wie man das alles erreichen kann, hat er uns verraten:
„Ich hab Erfolg, aber nicht, weil ich der talentierteste Musiker bin. Es liegt eher daran, dass ich immer für alles gekämpft hab. Die Frage war nur, wann sich das auszahlt. Als ich klein war, hat mir jemand gesagt: ‚Gott antwortet nicht, wenn Du ihn fragst, sondern im richtigen Moment.’ Und Gott hat mir im richtigen Moment geantwortet. Für all das habe ich mein halbes Leben hart gearbeitet. Egal, ob du Musiker bist oder Arzt oder Lehrer oder Politiker, sogar wenn du ein Krimineller bist: du musst so lange arbeiten, bis du es wirklich gut kannst!“
Mit einem starken Willen geht eben alles. Zum Glück ist der Mann nur Superstar geworden – und nicht doch Gangster.
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