Hesiod beschreibt eine Version in der Aphrodite, die Tochter des Uranos (Himmel) und der Gaia (Erde) im Meer geboren und auf Zypern an Land gespült wird, wo sie das Land zum Blühen bringt. „Insel der Aphrodite" wird Zypern deshalb genannt, aber der Gürtel der Aphrodite ist aus Stacheldraht. Er schlängelt sich noch immer, blauhelmbewacht, quer über den Bauch der Insel, wenn er auch seit einem Jahr nicht mehr ganz so fest drückt.
Nach langer Zeit als britische Kronkolonie erlangte das Land 1960 die Unabhängigkeit und wurde Republik. Der Versuch, die türkischen Sonderrechte einzuschränken, führte zu einem Bürgerkrieg zwischen der griechischen und der türkischen Volksgruppe Zyperns. Nach dem Militärputsch in Griechenland im Juni 1974 besetzten türkische Truppen den Norden und Nordosten der Insel, um einen Anschluss Zyperns an Griechenland zu verhindern. Seitdem ist Zypern durch eine Demarkationslinie geteilt. Seit kurzem ist Zypern Mitglied in der EU und die geteilte Insel wieder im Gespräch.
Zypern ist nach Sardinien und Sizilien die drittgrößte Insel im Mittelmeer und liegt etwa 100 Kilometer westlich von Syrien und etwa 70 Kilometer südlich von der Türkei.
Die Landwirtschaft auf Zypern ist immer noch der bedeutendste Wirtschaftszweig, im griechischen Teil dürfte jedoch der Tourismus schon überwiegen. Im türkischen Teil spielt der Tourismus nur eine kleine Rolle. Noch heute werden im Bergbau Kupfer, Chrom, Marmor und Ton gefördert. Zypern ist nach dem Rohstoff Kupfer benannt, griechisch "Kypros" = Kupfer.
Die Küche ist naturgemäß der griechischen und türkischen ähnlich, aber auch arabische und afrikanische Seefahrer haben ihre Einflüsse hinterlassen. Die Produkte sind in der Regel frisch. Eine Besonderheit der Insel: der Käse Halloumi, der aus Schafs- und Ziegenmilch besteht.
Weinbau wird in Zypern seit rund 4.000 Jahren betrieben und viele auf dem europäischen Festland beliebte und bekannte Trauben stammen von zypriotischen Weinstöcken ab.







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