Themen, die im Gespräch sind, finden oft schnell Eingang in ein Genre, das eine solche Berührung manchmal regelrecht sucht. Gern folgt der Krimi gesellschaftlichen Strömungen; das heißt aber nicht automatisch, dass er an ihrer Oberfläche bleibt. Ein Tieftaucher ist Åke Edwardson, wenn er sich mit einem Schweden beschäftigt, das verwirrende, fremde Zuflucht ist für Menschen aus ganz anderen Kulturen. Vorsicht, im schlimmeren Fall Unverständnis, prägen den Umgang miteinander, nachdem in einem kleinen Laden drei Männer getötet werden, darunter zwei kurdische Einwanderer. Edwardsons etwas snobistischer Serien-Held, Kommissar Erik Winter, meint bald, alle hießen irgendwie Hussein – und er weiß noch weniger als sonst, wie er den Familien und Bekannten dieser Männer Informationen entlocken soll. Sie rücken zusammen, sie schweigen. Denn dort, wo sie herkommen, kann einem Misstrauen das Leben retten. Sylvia Staude/Frankfurter Rundschau







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