Donnerstag, 24.09.09 um 21.00 Uhr - 17/09/09
Sonnenallee
DDR, 70er Jahre: Berliner Mauer, Staatssicherheit und Zentralkomitee - für einen jungen Menschen wie Micha ist das längst nicht alles, was wichtig ist. Micha wohnt im Ostberliner Abschnitt der Sonnenallee, also direkt an der Mauer. Gemeinsam mit seinem Freund Mario erlebt er den ganz normalen DDR-Alltag. Er ist 17 Jahre alt und in seinem letzten Schuljahr, er steht auf Mode und träumt davon, irgendwann einmal berühmt zu werden. Mit seinen Freunden probiert er selbstgepanschte Drogen und hört verbotene Westmusik. Am meisten beschäftigt ihn aber seine erste große Liebe - Miriam. Dumm nur, dass gerade Miriam es sich zum Ziel gesetzt hat, sich einen Wessi zu angeln.
Auch die Erwachsenen zeigen in dieser Komödie von Leander Haußmann und Detlev Buck, wie der Alltag in der DDR immer wieder am System vorbei organisiert wurde - oder auch um den spitzelnden Nachbarn herum. Ob der Westonkel die ostdeutsche Damenwelt mit Nylonstrümpfen und Kaffee beglückt oder die Mutter wegen eines gefundenen Reisepasses plötzlich ungeahnte Fluchtgedanken hegt, von einem grauen DDR-Alltag kann in dieser Komödie keine Rede sein.
Die Romanverfilmung "Sonnenallee" nach Thomas Brussig über das Leben von Jugendlichen in der DDR erweist als sich als großer Kritiker- und Publikumserfolg und erhält unter anderem den Deutschen Filmpreis in Silber. Für ihr Filmskript zu Sonnenallee wurden Leander Haußmann und Buchautor Thomas Brussig 1998 außerdem mit dem Deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Zu den jüngsten Filmen von Leander Haußmann zählen "Herr Lehmann" (2002), "NVA" (2005), "Kabale und Liebe" (2005, mit Paula Kalenberg und August Diehl), "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" (2007, mit Benno Fürmann und Jessica Schwarz) sowie "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" (2008).
Sonnenallee
Sonntag 27. September 2009 um 15.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 1998, 92mn)
MDR
Erstellt: 25-08-09
Letzte Änderung: 17-09-09