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Krimiautoren A-Z - 28/09/11

Norbert Horst

Norbert Horst, 1956 in Bad Oeynhausen geboren, ist Kriminalhauptkommissar der Polizei des Landes Nordrheinwestfalen. Er hat als Streifenpolizist begonnen, war aber auch Mordkommissionen, als ermittler in Wirtschaftssachen, als Trainer und als Pressesprecher tätig. Diese umfassende Kenntnise der Polizeiarbeit ist Grundlage seiner Kriminalromane. In vier Büchern stand KriminalHauptkommissar Konstantin Kirchenberg im Mittelpunkt der Ermittlungen. Für die dichten Texte, die sich am Bewusstseinsstrom des Polizisten orientieren, wurde Horst 2004 mit dem Glauser-Preis für das beste Debüt („Leichensache“) ausgezeichnet. 2006 erhielt er für „Todesmuster“ den Deutschen Krimipreis. In „Splitter im Auge“ führt er einen neuen Kommisar ein, den betriebsmüden, gleichwohl immer noch aufmerksamen und aufrechten Ermittler Thomas Adam, genannt „Der Steiger“.

Rezension zu "Splitter im Auge"


  • Tobias Gohlis/DIE ZEIT 29.9.2011

KrimiZEIT-Bestenliste September 2011

„Leichensache“ – praktisch wie der Plastiksack, in dem die Opfer in die Pathologie transportiert werden, klang der Titel. Ton und Perspektive, die Norbert Horst 2003 in diesem ersten von bisher vier Romanen mit Kommissar Konstantin Kirchenberg anschlug, waren unerhört neu. Noch nie wurde der Leser so anscheinend unverstellt, so verstörend unmittelbar in die Ermittlung gezogen, mitschwimmend im Bewusstseinsstrom des Kommissars, eines ganz und gar nicht schlichten KHK aus dem fiktiven Ingsen/Westfalen. Norbert Horst, Kriminalhauptkommissar in NRW-Diensten, erhielt für dieses Debüt 2004 den Glauser und zwei Jahre später für „Todesmuster“  den Deutschen Krimipreis.

Nach vier Romanen und drei Jahren Pause jetzt ein Neustart. Neuer Ermittler, identifizierbare Orte, multiple Perspektive: „Splitter im Auge“. Ein, zwei, drei Ebenen entfaltet die Erzählung. Ein mörderischer Bruderzwist, die planvolle Suche eines erfahrenen Entführers nach 14-15jährigen „Objekten“, der Alltag eines Kripomanns. Thomas Adam heißt er. Doch jeder nennt den be-rufsmüden, hin und wieder kiffenden, zur Einsatztruppe abgeschobenen Polizisten den „Steiger“. Sein Vater war einer der letzten Berg-leute im Revier und hat auch ihm einen Bruder-zwist hinterlassen. Erst bei der Testamentseröffnung erfährt Steiger vom Halbbruder aus einer Seitensprungliebe. Seine Reaktion: Personenabfrage. Bruder ist aktenkundig als Dieb und Hehler. Es sind kleine Details wie dieses, die den Sog des Authentischen speisen.

Die Einsatztruppe der Dortmunder Polizei, der der Steiger angehört, greift ein, wo sie halt gebraucht wird. Nachtschichten, Observationen, Festnahmen. Morgens macht sich Steiger mit Fernsehen wach. Zufällig, bei der Festnahme eines anderen Täters, entdeckt er im Treppenhaus eine Zeugin, die seinerzeit nicht zur Vernehmung erschienen ist. Der Fall ist bereits abgeschlossen. Obwohl kein Tatort identifiziert wurde, hat man einen Mann aus Burkina Faso als Mörder eines 15jährigen Mädchens verurteilt. Auch Steiger muss den Fall als erledigt ansehen, trotzdem – Bauchgefühl, Instinkt – wühlt es in ihm weiter. Seine Zufallszeugin spornt Steigers Zweifel an der Richtigkeit des Urteils, trotz gegenteiliger dienstlicher Anweisung forscht er nach. Zwischen Nachlassregelung, Dauerdienst, Liebesdingen, Disziplinarverfahren und anderem Sperrmüll des Alltags rekonstruiert er die Geschichte des ermordeten und die anderer verschwundener Mädchen. Aus flacher Routine wächst ein übler Fall. Fährte aufnehmen, wieder ins Leben kommen. Unnachahmlich ist das, wie dieser Mann seine zermürbte Stärke wiedergewinnt. Das ist die Stärke des Romans. Am Schluss: überraschende, überraschend plausible Auflösung. Samt Showdown – eine überflüssige Referenz an Genrekonventionen. Trotzdem: eine Klasse für sich.




Drei Jahre Wartezeit – nach vier Romanen, die einzigartig, aber auch umstritten waren. Dabei ging es vor allem um die Sprache. Die einen faszinierte dieser karge, extrem reduzierte Gedankenstrom, mit dem Norbert Horst seine Leser extrem nah dran sein ließ an den Ermittlungen seines Helden Konstantin Kirchenberg. Seinen Kritikern dagegen war das alles zu verknappt und zu fragmentarisch, sie vermissten „richtige“ Sätze mit „ordentlicher“ Grammatik, sie verweigerten sich einer Erzählkultur, der die Beweglichkeit der Handkamera näher ist als das Regelwerk des Dudens. Was zu einer merkwürdigen Situation führt: Einer, der etwas ganz Neues und Einzigartiges für die (Kriminal-) Literatur geschaffen hat, muss beweisen, dass er auch anders kann: konventionell.

Irgendwie haben sich bei Norbert Horst bislang immer die Befürworter seiner Schreibe durchgesetzt, sie prägten im Großen und Ganzen die Rezeption. Mit Müh´ und Not. Und nach vier Kirchenberg-Romanen, bei denen Horst sich zwar von Mal zu Mal steigerte, war letztlich trotzdem klar: Jetzt muss mal was anderes kommen, jetzt muss dieser Autor mal zeigen, was er sonst noch drauf hat. Sonst würde es heißen: Na ja, er hat halt diesen einen Stil, diese eine „Masche“ entwickelt. Aber muss ein „richtiger“ Autor nicht mehr können?

Also, gleich vorweg: Er kann mehr. Viel mehr. Um nicht zu sagen: alles.
„Splitter im Auge“ ist ein Polizeiroman reinsten Wassers; ein nüchterner, intelligenter und realitätssatter Ermittlerkrimi mit Herz und Verstand, der seinen Autor endgültig und definitiv in die Spitzengruppe der Genreliteratur made in Germany katapultiert. Was dazu führt, dass Norbert Horst sich demnächst erneut wird beweisen müssen: Er spielt jetzt in anderen Liga, in der internationalen, der Champions League. Denn wer so viel kann, der kann sich in einer globalisierten Literaturlandschaft nicht mit einem regionalen Anspruch begnügen.
Thomas Adam, 52, geschieden, ist der Held von Horsts Roman, man nennt ihn Steiger, weil der Vater Bergmann war. Zusammen mit Jana Goll, seiner jungen Partnerin mit kasachischen Wurzeln, bildet er ein Team des Dortmunder Einsatztrupps. In Zivil kümmern sich dessen Mitglieder um Prävention an Brennpunkten, überwachen Verdächtige, vollstrecken Haftbefehle etcpp… Und genau so eine Situation ist es, die in „Splitter im Auge“ vom Kleinen ins Große der so plausiblen wie unkonventionellen Serienmörder-Handlung

führt: Bei der Festnahme eines Kleinkriminellen entdeckt Adam in dessen Wohnhaus zufällig eine Zeugin, die nicht zu einem Mordprozess erschienen ist. Dieser Prozess ist längst abgeschlossen, ein Asylbewerber aus Burkina Faso wurde verurteilt, das Straßenkind Caroline Thomas, vergewaltigt und ermordet zu haben, die Indizien waren eindeutig.
Aber Steiger hat da so ein Gefühl, Bullenintuition, irgendwas stimmt nicht an der Sache. Er befragt die Überraschungszeugin vom nächtlichen Einsatz, und ihm wird bald klar: Bakary Yomeogo sitzt womöglich unschuldig im Gefängnis. Natürlich ist keiner (in der Polizei) interessiert, die Geschichte wieder aufzurollen. Steiger bekommt Stress von allen Seiten.
Trotzdem lässt er nicht locker. Der wahre Fall, dem er dann auf die Spur kommt, hat es allerdings in sich, und bald geht es auch um Steigers eigenes Leben … Hier der Fall: eine ganz spezielle, originelle, multiperspektivisch erzählte Serienkillergeschichte mit Thrillerelementen und faktischem Fundament, die sich nicht nur hoch spannend ließt, sondern nebenbei einem Markt voller halbgarer Krimi-Märchen zeigt, dass man solche Geschichten mit Belang und realistisch und authentisch anlegen und erzählen kann, wenn man das Format dazu hat.

Da ist das Privatleben des Ermittlers: Anfangs stirbt Steigers Vater, der Polizist kommt zu spät zum Krankenbett, vom Notar erfährt er von einem unbekannten Halbbruder. Außerdem das nicht ganz einfache Verhältnis zur jungen Kollegin. Und natürlich, ganz klassisch kaputter Ermittler, das verdorrte Beziehungsleben des Gescheiterten, dass erst spät im Verhältnis zu einer Prostituierten Hoffnung auf eine kleine Blüte entwickelt … Alles in allem ist es schon so, dass Norbert Horst mit „Splitter im Auge“ viele bekannte Erzählmuster des (amerikanischen) Polizeiromans aufgreift und einsetzt, es fällt nicht schwer, beim Lesen immer wieder Harvey Keitel vor Augen zu haben. Wie aber Norbert Horst diese Elemente ansetzt, montiert und durch Eigenes anreichert, das ist allerdings schon sehr klasse: glaubwürdig, mit Witz, Herz und Verstand - und vor allem: herrlich unaufgeregt und trocken. Selbst so merkwürdige Wortschöpfungen wie „Täterwegeile“

(Polizeijargon?) betten sich bei Norbert Horst in einen sprachlich-dramaturgischen Kontext, dass geneigte Leser (und das kann man auf Seite 165 durchaus sein …) darüber selig lächeln … Allerdings ist da natürlich schon die Frage der Originalität. Bei aller Sympathie für „Splitter im Auge“: Die umstrittene, radikale Schreibweise von Horsts ersten Romanen war in jedem Fall einzigartiger, und es steht zu sehr zu hoffen, dass der Autor in Zukunft auch diesen Weg seines Ermittlers Konstantin Kirchenberg weiter gehen wird.

Hinzu kommt die Anlage des ganzen Settings von „Splitter im Auge“, das alles in allem schon sehr auf Solidität und Korrektheit setzt – wenn Norbert Horst im internationalen Vergleich bestehen will, und darum geht es bei ihm von nun an, wird er auch in seinen multiperspektivisch erzählten Geschichten den entscheidenden Tick subversiver, provokanter, radikaler sein müssen, um bestehen zu können.

Das zumindest ist – auf hohem Niveau – der grundlegende kritische Einwand, den man hier und da zu Ohren bekommt. Andererseits, so könnte man entgegnen, ist da natürlich die Sache mit dem Speierling: Dieser Wildobstbaum, 1993 Baum des Jahres, damals fast ausgestorben, es gab in Deutschland und Österreich bloß noch ein paar tausend Exemplare, dieser Wildobstbaum also ist das letzte und alles entscheidende Glied, das den Fall, die Ermittlung und damit den Roman auf eine wirklich sehr feine, sehr ironische Weise zur Vollendung bringt. Was, bitteschön, ist subversiv, wenn nicht das?


Rezension zu "Sterbezeit"


Wer über den deutschen Krimi spricht, der darf über Ayse nicht schweigen. Die Freundin des Kripokommissars Konstantin "Konni" Kirchenberg, Norbert Horsts Alter Ego und Ermittler, spielt in mittlerweile vier Romanen eine zwar zentrale, aber doch vom Fall-Geschehen der Kriminalgeschichte konsequent unabhängige Nebenrolle. Gäbe es einen Krimi-Oskar, wäre die ehemalige Soziologiestudentin und jetzige Angestellte für eine Nominierung fällig: als beste Nebendarstellerin, beheimatet im lauschigen Dönerimbiss von Onkel Sener.

Norbert Horst, der diese Figur erfunden hat, arbeitet als Kripokommissar, derzeit als Pressesprecher der Bielefelder Polizei. Seit 2003 veröffentlicht er auch Kriminalromane, "Sterbezeit" ist sein vierter. Konni Kirchenberg, sein Erzähler und Ermittler, hat es diesmal mit drei Fällen zu tun: Ein Junkie ist in der elterlichen Wohnung zu Tode gekommen. Ein alter Mann hat seine Frau verloren (oder umgebracht?). Und im Lehmboden eines renovierungsbedürftigen Hauses wurden zwei skelettierte Hände gefunden, die man dort vor ca. 20 bis 30 Jahren vergraben hat. Dies ist der Hauptermittlungsstrang, und wie Kirchenberg und seine Kollegen zunächst den Körper zu den Händen finden und schließlich die Fälle lösen, das ist atemberaubend: real crime at its best.

Dass er für seine Kriminalromane aus der Realität schöpft, das ist natürlich klar bei einem Autor mit dem (beruflichen) Hintergrund von Norbert Horst. Allerdings sind seine Geschichten nicht einfach nur Abbildungen realer Verbrechen, sondern feine, durchdachte, mit einem großen Reichtum an Nebenfiguren und Nebenhandlungen versehene Kommentare zur Zeit: In "Sterbezeit" geht es "nebenbei" zum Beispiel auch um die Unabdingbarkeit der Entfremdung von Eltern und Kindern, um Sterbehilfe, um das Altern großer Lieben, ums Älterwerden generell, um Behördenstrukturen, um liberale vs. hierarchische Führungsarbeit etcpp.

Wie Norbert Horst all das zusammenfügt und zu einem pulsierenden Ganzen knetet, das ist das Beste an der Sache: Mit dem literarischen Mittel der Reduktion und Subjektivität; mit Hilfe eines Schreibens, bei dem jeder Satzfetzen sitzt, sitzen muss. Das Ergebnis: "Sterbezeit" besticht - durch eine Kargheit mit Substanz - und durch poetische Momente, die in diesem Boden wurzeln.

Ulrich Noller /WDR Funkhaus Europa November 2008

 


Eine Rezension zu Norbert Horsts "Todesmuster"



Wie realistisch Kriminalromane und -filme sein sollen, das für Kritiker, Verleger, Redakteure und Autoren immer wieder eine interessante Frage. Realismus über alles; auch wenn der Stil, die Form darunter leidet? Oder soll man lieber versuchen, eine gute Geschichte zu schreiben, die "wahre“ Polizeiarbeit den richtigen Polizisten überlassen? Oder kann man am Ende gar beides verbinden?

Wie authentisches Ermitteln aussieht - Norbert Horst ist einer, der es wissen muss. Der Bielefelder Kriminalschriftsteller arbeitet im Hauptberuf nämlich als Polizeibeamter; genauer: bei der Kripo. "Leichensache", sein erster Roman, war ein Überraschungserfolg, wurde von Kritikern gelobt und gewann gar den Glauser-Preis für das beste Krimidebüt des Jahres.

Konstantin Kirchenberg, ein Mordermittler mittleren Alters, ist auch in "Todesmuster", Norbert Horsts neuem Roman, wieder Hauptfigur und Alter Ego. Ein Pilzsammler findet vor einer stillgelegten Erzmine eine Blutspur. Er informiert die Polizei. Die untersucht den Fund mehr routinemäßig; vermutlich stammt die Spur, denken die Ermittler, von einem verletzten Tier.

Krimiautoren Astrid Paprotta und Norbert HorstDie DNS-Analyse ergibt allerdings, dass es sich um menschliches Blut handelt. Kirchenberg und seine Kollegen müssen die alte Mine begehen - und da, tief im Berg, tritt im Strahl der Polizeilampen ein fieser Folterkeller zu Tage. In den Boden eingesickert findet sich so viel Blut, dass klar wird, hier ist ein Mensch ermordet worden. Ein Leiche gibt es allerdings nicht. Nur aufgrund einiger weniger Indizien machen Kirchenberg und Co. sich also an die Ermittlungen ...

Die Geschichte dieser Ermittlungen ist die Story des Buches; Norbert Horst erzählt sie mit den nun schon bewährten Mitteln. Er wählt konsequent die Perspektive seines Alter Egos; der Fall wird komplett in einem kriminalistischen Gedankenstrom Kirchenbergscher Prägung verfolgt. Spannung ergibt sich dabei einerseits natürlich aus der Mordermittlung; insbesondere weil man ja die Sicherheit hat, zwar literarisch zugespitzte, letztlich aber authentische Polizeiarbeit zu verfolgen. Andererseits geht es aber immer auch um den Kommissar und seine Binnenwelt, um seine Gedanken, Probleme, Lüste und Bedenken.

Ein lesenswertes Psychogramm eines Mittvierzigers entwirft Norbert Horst da, ganz nebenbei; und auch das liest sich höchst spannend. Alles in allem also ein einzigartiger Roman. Norbert Horst, so scheint es, hat zu seinem Stil gefunden; er schreibt schnell, konzentriert und streng subjektiv. Ein realistischer Polizeistoff mit ästhetischer Substanz, das ist fast schon so etwas wie die Quadratur des Kreises.
Ulrich Noller/Deutsche Welle, September 2005


Norbert Horst auf der Frankfurter Buchmesse 2005

"Deutschland ist ein Krimischlaraffenland" meinen Lore Kleinert und Tobias Gohlis (beide in der Jury der Krimi-Bestenliste von "Die Welt", Nordwestradio und ARTE), denn Krimiautoren aus der ganzen Welt finden hierzulande sehr schnell einen Übersetzer und das schlägt sich auch bei der seit einem halben Jahr bestehenden Krimi-Bestenliste nieder: dort ist die Avantgarde des internationalen Krimis mit 70 % vertreten, nur 30 % der empfohlenen Autoren kommen aus dem deutschsprachigen Raum und zu ihnen gehören auf jeden Fall zwei Spitzenreiter der Oktoberliste: Astrid Paprotta und Norbert Horst, beide am 19.10.2005 am ARTE-Stand auf der Frankfurter Buchmesse bei der Vorstellung der November-Bestenliste zu Gast.

v.l.nr. Moderatotin Dr. Lore Kleinert, Krimiautoren Norbert Horst und Astrid Paprotta Die ehemalige Journalistin für Kriminalfälle, die in einem früheren Leben Psychologie studiert hat und sich mit "Aldi Dente" auch als Aldifan geoutet hat, und der Kriminalhauptkommissar in NRW haben einiges gemeinsam. Ihre beruflichen Erfahrungen waren für die Entwicklung ihrer Figuren, der eigenwilligen Ina Henkel von Paprotta und dem coolen Konstantin Kirchenberg von Norbert Host nicht von Nachteil. Für Astrid Paprotta ist der Krimi die Fortsetzung ihres journalistischen Metiers: Szenen, die sie in ihren Reportagen beschreibt, kann sie im Krimi weiterspinnen. Norbert Horst betont, dass er von der Atmosphäre der Polizeiarbeit zehrt und von seiner Ermittlungstätigkeit mit Kriminellen: "Man stößt als Kommissar an Grenzen, man sieht im Täter nicht nur das Monster, sondern auch das Opfer".

Bei beiden Autoren entwickeln sich die Figuren während des Schreibens, beide wollen auch einmal auf einen anderen Ermittler umsteigen. Astrid Paprotta bereits im nächsten Buch, nachdem sie Kommissarin Ina Henkel schon viermal losgeschickt hat. Norbert Horst plant Ähnliches, aber einmal mindestens dürfen wir noch bei den Ermittlungen seines Konstantin Kirchenbergs dabei sein.

Für beide gilt: "Mit jedem guten Krimi wächst der Hunger auf den nächsten"



Die wichtigsten Links:


(Auszug aus der Internetseite www.alligatorpapiere.de)

(Auszug aus der Internetseite www.dw-world.de)

Erstellt: 18-10-05
Letzte Änderung: 28-09-11