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Ein Magazin von Claire Doutriaux

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Ein Magazin von Claire Doutriaux

Jeden Sonntag um 20 Uhr

Ein Magazin von Claire Doutriaux

Sendung vom 4. Juni 2006 - 04/06/06

der Gegenstand: der Fußball

der Fussball


Kurz vor der Fußballweltmeisterschaft stellt uns Jeanette Konrad den wahren Helden der Weltmeisterschaft vor: Und zwar den BALL!


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Kennen Sie diesen Satz? "Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler einem Ball hinterherlaufen und am Ende gewinnen die Deutschen." Man weiß nicht mehr so genau, wann und von wem dieser Satz zum ersten Mal gesagt wurde, ganz falsch ist er aber nicht. Die deutschen Fußballer haben in der Vergangenheit, wie jeder weiß, schon viele Tore geschossen. Könnte das daran liegen, dass der offizielle Spielball bei Fußballweltmeisterschaften immer ein deutscher ist? Seit 1970 wird der Fußball nämlich immer von adidas gestellt. Die Franzosen werden jetzt aufschreien: Und was ist mit unserem Bernard Tapie? Adidas ist doch ein französisches Unternehmen! Mitnichten, antworten die Deutschen. Die Drei Streifen kommen aus Deutschland. 1920 fertigte Adolf Dassler im fränkischen Herzogen-Aurach aus den wenigen Materialien, die nach dem ersten Weltkrieg erhältlich waren, seine ersten Schuhe. Ab 1948 nannte er seine Firma adidas, indem er seinen Spitznamen Adi und die erste Silbe seines Familiennamens aneinanderfügte: Adi Dassler - adidas.


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In den sechziger Jahren beginnt adidas die serienmässige Produktion von Bällen und entwirft 1970 den Telstar, den ersten offiziellen Spielball für die Weltmeisterschaft in Mexiko. Der Telstar mit seinen 12 schwarzen Fünfecken und 20 weißen Sechsecken gilt als das Urdesign aller Fußbälle. Er ist aus echtem Leder: Schluss mit der prallen Schweinsblase, mit der noch in der Nachkriegszeit gekickt wurde. Doch der Telstar hat einen Nachteil: bei Regen saugt sich das Leder mit Wasser voll und wird schwerer, was das Schießen nicht gerade erleichtert. Deswegen wurde 1986 der Azteca entworfen. Gerade rechtzeitig zur Weltmeisterschaft, die wieder in Mexiko stattfindet. Der Azteca ist der erste Fußball aus Kunststoff und damit gegen Nässe unempfindlich. Seitdem gibt es keinen Lederball mehr.

Die nächste Entwicklungsstufe ist der Roteiro, den adidas 2004 speziell für die Fußballeuropameisterschaft in Portugal entwickelt. Der Ball besteht jetzt aus mehreren Kunststoffschichten. Er ist nicht mehr genäht, sondern geklebt. So ist der Ball stabil und widersteht auch dem härtesten Schuss; er kann unmöglich platzen, was bei wichtigen Spielen ja eher peinlich wäre. Damit hätte man sich zufrieden geben können. Doch die deutschen Sporttechniker und Wissenschaftler haben weitergetüftelt. Und hier ist er, pünktlich zur Weltmeisterschaft 2006: Der Teamgeist. Er ist einfach perfekt. Schauen Sie. Er besteht aus 14 sogenannten Panels, sechs Propeller und acht Turbinen, die zu einer perfekte Kugel angeordnet sind, bei einer maximalen Abweichung von 0,1 %. Wie wunderbar. Endlich ist der Fußball rund. Und vielleicht sollte man deshalb sagen: "Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler einem deutschen Ball hinterherlaufen, und am Ende gewinnt der Bessere…" Wollen wir wetten?

Text: Jeanette Konrad
Bild: Arnaud Lamborion

Erstellt: 31-05-06
Letzte Änderung: 10-09-09


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