Liebe Karambolage-Freunde, hier sehen sie einen deutschen Gegenstand von unübertroffener Genialität. Wozu dient er wohl? Er existiert in unterschiedlichen Farben, die Form ist schwer definierbar, seitlich erkennt man eine Art Schlüssel. Den kann man auch abziehen. So. Manche Modelle sind aus Plastik, andere aus Stahl. Das Patent wurde von einem gewissen Heinrich Haussmann 1993 in Jestetten angemeldet. Na, wissen sie, wozu er gut ist? Hier ein paar einfachere Objekte, die demselben Zweck dienen.Ganz simple Schlüssel, ein bisschen wie der Vorhergehende, in unterschiedlichen Grössen und Farben, so, sehen Sie, und hier immer der kleine Schlitz… in Ost-Deutschland gab es sogar dieses Modell mit einem kleinen Katzen-oder Hundekopf…oder auch …dieses Ding aus buntem Plastik, ein kleiner Halbkreis, auch mit Schlitz. Ehrlich gesagt ist das Modell dänisch und nicht deutsch, es verkauft sich in Deutschland aber sehr gut, wie uns der Hersteller versichert hat. Ja, ich weiß, man hat Lust, etwas damit zu reiben oder eine Kassenrolle durchzuziehen, aber nein, das ist es nicht. Gut. Sie wissen nicht, was es ist.
Bringen wir einen französischen Herrn ins Spiel. Im Badezimmer. Er will sich die Zähne putzen. Hier seine Zahnbürste, hier seine Zahnpastatube. Oje, sie ist fast leer. Er kann sie nun ohne zu zögern wegwerfen. Wenn er aber sparsam ist, kann er auch versuchen, den letzten Tropfen mit der alleinigen Kraft seiner Finger herauszuquetschen. Es gibt natürlich auch die radikale Lösung: abschneiden und den letzten Zahnpastarest direkt aus dem Innern der Tube kratzen. Sehr praktisch. Sehr praktisch und sehr hygienisch. Überlassen wir den armen Franzosen seinem Schicksal und wenden wir uns unserem deutschen Freund zu.
Schauen sie, wie dieser deutsche Herr, vor dasselbe Problem gestellt, seine Zahnpastatube in den Schlitz dieses kleinen Apparates schiebt, so, und jetzt muss er nur noch die Zahnpasta vorsichtig auf seine Bürste befördern. Sie finden, er könnte eine dritte Hand gebrauchen? Jetzt seien sie mal nicht so kleinlich! Er kann auch den kleinen Schlüssel benutzen, so. Jetzt ist es wohl klar, es handelt sich um einen Tubenentleerer. Eine bahnbrechende Erfindung.
Doch das ist nicht alles: wenn die Tube aus Plastik ist, entrollt sie sich erneut und die Paste droht wieder ans Ende zu fließen. Deshalb kommt hier der geniale Tubipress : man entfernt den kleinen Schlüssel, schiebt die Tube in den Schlitz, führt den Schlüssel wieder in den Apparat, dreht ihn um, und rollt die Tube auf, die sich dank dieses genialen Systems nicht mehr entrollen kann. Jetzt ist es ein Kinderspiel, den letzten Rest herauszudrücken. Wunderbar. Wirklich wunderbar.
Eine Erfindung, deren Anwendung sich nicht auf Zahnpasta beschränkt, denn man kann sie genauso gut auch für Käsecreme, Mayonnaise, Senf, Mayo-Ketchup, Schuhcreme, Waschmittel aus der Tube, Tomatenmark und vieles andere benutzen…. Man beachte, dass diese Spitzentechnologie – abgesehen von ihrer außergewöhnlich einfachen Handhabung - es erlaubt, 95% des Tubeninhaltes zu leeren, gegenüber 80% bei manuellem Herausquetschen. Diese großartige Ersparnis war eine geniale Erfindung wert. Herr Heinrich Haussmann, sie sind ein wahrer Wohltäter für die Menschheit!







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