Franzosen mögen gerne éclairs au chocolat oder au café, wörtlich Schokoladen- oder Kaffeeblitze. Crème-gefüllter Brandteig, der mit Schokolade überzogen ist. Es gibt sie seit 1863 und sie wurden Blitze genannt, weil man sie angeblich blitzschnell verzehrte, mit einem Happen. Vermutlich waren éclairs damals kleiner oder die Leute hatten einen größeren Mund.Die Religieuse, die Nonne, ist auch sehr lecker. Ein schokoladenüberzogener, cremegefüllter Windbeutel, der mit Buttercreme verziert ist. Die kleinen Sahnetupfer erinnern an eine Nonnenhaube, daher der Name "réligieuse".
Der Mille-feuilles, wörtlich tausend Blätter, besteht aus dünnen cremegefüllten Schichten Blätterteig. Oben drauf Zuckerguss. Dieser orientalische Leckerbissen kam über die Kreuzzüge nach Frankreich. Na also, hatten die Kreuzzüge doch auch ihr Gutes.
Der Paris-Brest, aus köstlichem Brandteig, üppig mit Sahne gefüllt und mit Mandeln bestreut. Ein Konditor, an dessen Geschäft das berühmte Radrennen Paris-Brest vorbei führte, erfand diese Fahrradreifen-förmigen Kuchen.
Der Financier, der Bankier, aus Biskuitteig mit geriebenen Mandeln erinnert an einen Goldbarren. Der Pariser Konditor Monsieur Lasne kreierte ihn 1888 angeblich als Hommage an die Bankiers des Ancien Régime. Warum, weiß man nicht so genau.
Der Baba au rhum stammt aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts. Der polnische König Stanislas Leszczynski im Exil in Lothringen fand den Gugelhupf zu trocken und übergoß ihn mit Rum. Und da er ein begeisterter Leser von 1001 Nacht war, nannte er sein Werk Ali Baba. Ali verschwand, bleibt Baba.
Der Opéra, die Oper, wurde von der Konditorin Andrée Gavillon im Jahre 1955 kreiert, inspiriert hat sie dazu ihre Liebe zum Tanz. Ein Biskuit mit einer Komposition aus Kaffee, Buttercreme und Schokoladen-Ganache. Auf dem Blattgold des Schokoladen-überzugs tanzt das Licht wie eine Balletttänzerin. Diese jedoch sollte sich beim Verzehr dieser Köstlichkeit besser zurückhalten.







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