In Frankreich wird der Tresen manchmal noch "le zinc", Zink, genannt, obwohl er niemals ein Gramm Zink enthielt. Ursprünglich bestand der Tresen aus einer Mischung aus Zinn und Blei. Heute ist er aus Holz, Edelstahl oder Kunststoff. Höhe: 110, 112 Zentimeter. In der Regel gibt es keine Barhocker, denn der Gast soll keine Wurzeln schlagen. Und dies alles findet man auf einem französischen Tresen:- Die kugelförmige Zuckerdose, deren Öffnung wie ein Helm funktioniert, deshalb nennt man sie manchmal "du Guesclin", nach einem berühmten französischen Ritter des Mittelalters.
- Der Erdnussautomat. Man steckt 50 Cents in den Schlitz, schiebt ein Plastiktellerchen unter die Öffnung, durch die eine Portion gesalzene Erdnüsse fällt. Sie passen gut zum Pastis oder Rotwein.
- Der Ständer für die hartgekochten Eier, eine französische Tradition, die immer seltener wird. Dabei macht ein hartes Ei so schön satt, Damen, die auf ihre Linie achten, ersetzt es sogar ein Mittagsessen. Und vor allem ist es nicht teuer, 1 Euro oder 1 Euro 50. Doch eine Verfügung vom 9. Mai 1995 rät entschieden davon ab. Denn die Barbesitzer warfen die alten harten Eier nicht immer weg, wenn sie neue hinzu-fügten. Manche Eier wurden also zwangsläufig sehr, sehr hart. Außerdem sind sie auf dem Tresen nicht gekühlt. Nun gut, es gibt aber immer noch welche. Einen Aschenbecher suchen Sie in Paris vergeblich. Nein, auf Pariser Tresen gibt es keine. Es ist nicht ausdrücklich verboten, aber verpönt. Und keiner weiß genau warum. Wahrscheinlich aus Gründen der Hygiene.
Wenn die Leute auf dem Tresen in der Zeitung blättern, kann dadurch die Asche hinter den Tresen fliegen, auf sauberes Geschirr oder sogar auf Sandwiches. Manche sagen, der Grund sei ein ganz anderer. Angeblich gilt es zu vermeiden, dass die Aschenbecher zu Wurfgeschossen werden, sollten die Stammgäste zur non-verbalen Kommunikation übergehen. Man ascht also auf den Boden, wo auch die Kippen landen, und das Ganze vermischt sich mit den Sägespänen. Das alles ist nicht sehr sauber und unsere deutschen Freunde schockiert das ein wenig. Die Sägespäne dienen dazu, die Feuchtigkeit aufzusaugen, und den Boden rutschfester zu machen. Trotzdem ist das ein Bakterienherd und es wird stark davon abgeraten. Aber mit den Sägespänen ist es wie mit den harten Eiern. Alte Gewohnheiten gibt man ungerne auf. So, Sie haben in aller Ruhe Ihren Kaffee getrunken, jetzt müssen Sie bezahlen. Der Kellner bringt Ihnen die Rechnung auf einem roten, blauen oder gelben Plastiktellerchen. Neben der Kasse steht ein ganzer Stapel davon.Sie legen Ihre Bezahlung in das Tellerchen und der Kellner bringt Ihnen das Wechselgeld in Form von Kleinstgeld, in der Hoffnung, dass Sie ein paar Münzen als Trinkgeld liegen lassen. Das steckt er ein und dreht das Tellerchen um, als Zeichen dafür, dass Sie bezahlt haben.







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