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Zoom europa

In unserer letzten Sendung wollen wir noch einmal zurückschauen auf die vergangenen drei Jahre Zoom Europa.

Zoom europa

Mittwoch, 12. September 2007 um 22.15 Uhr - 05/07/11

Folgen des Klimawandels

Das Thema Klimawandel ist in aller Munde und spätestens seit diesem Sommer weiß jeder aus eigener Erfahrung, was es bedeutet: extreme Hitze und heftige Unwetter. Die Wissenschaftler bestä- tigen den Klimawandel, unter dessen Auswirkungen Europa bereits zu leiden beginnt. „Zoom Europa“ untersucht die ersten Folgen der Erderwär- mung für Europa, das wahr- scheinlich mit am meisten vom Klimawandel betroffen sein wird.

> Bestandsaufnahme
Gespräche mit Wissenschaftlern über die ersten Auswirkungen des Klimawandels in Europa, die Folgen für Flora und Fauna, das Auftauchen neuer Krankheiten und mögliche Verhaltens- änderungen. Es ist höchste Zeit der Bedrohung ins Auge zu sehen und ihr mit geeigneten Mitteln zu begegnen.

> Niederlande: Polder gegen steigenden Meeresspiegel
Seit Jahrhunderten bauen die Holländer Polder, um sich vor dem Meer zu schützen und ihm Land abzuringen. Nun sollen Polder helfen, das Land vor dem ansteigenden Meeresspiegel infolge des Klimawandels zu bewahren. Die Nordseedeiche sollen verstärkt und Rückhaltebecken gebaut werden, um die Hochwasser von Maas, Rhein und Schelde aufzufangen. Diesen Plänen wird einer der ältesten Deiche im Süden des Landes zum Opfer fallen und das dahinter liegende Bauernhaus wird in den Fluten versinken.

> Der Handel mit Emissionsrechten
Die EU-Kommission hat soeben den Handel mit CO2-Emissionsrechten - eine ihrer ersten Klima- schutzmaßnahmen – erweitert. Das System basiert auf der Festlegung einer Höchstmenge an Kohlendioxidausstoß für jedes EU-Land. Länder, die diese Grenzwerte nicht einhalten, müssen entweder zusätzliche Emissionsrechte von Ländern kaufen, deren CO2-Emissionen unter- halb der festgesetzten Grenzwerte liegen, oder in Maßnahmen zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes investieren. Der Handel mit Emissionsrechten wird über eine eigens gegründete Börse abgewickelt. Dieses System soll dazu beitragen, die Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls einzuhalten. „ZOOM Europa“ untersucht, ob das System die Erwartungen erfüllt.

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Reportage:
Der Boom der Billigflieger hat unerwartete Folgen: Er fördert den Sextourismus von West nach Ost. Jedes Wochenende fallen Horden von Touristen in die osteuropäischen Länder ein, und alle wollen das gleiche: Saufen, feiern und Mädchen aufreißen. Lettland ist nicht länger bereit, dies untätig hinzunehmen. So entschied sich die Regierung in Riga diesen Sommer für eine Aufklärungs- kampagne, um junge Lettinnen davon abzuhalten, sich in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für einige Drinks an Touristen zu verkaufen.

Europa hautnah : Die Frontex in Malta
Die Europäische Agentur für die Zusammenarbeit an den Außengrenzen (kurz: Frontex) ist zu- ständig für die Abwehr illegaler Einwanderung. Vor kurzem hat von der EU-Insel Malta aus ein neuer Einsatz im Mittelmeerraum begonnen.
Der kleine Inselstaat zählt mit seinen 400.000 Einwohnern bereits jetzt zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt und wird von einer wahren Flüchtlingswelle überrollt. Die illegalen Flüchtlinge riskieren alles, um nach Europa zu gelangen. Die Bilder von gekenterten Bootsinsassen, die drei Tage lang in einem Thunfischnetz hingen, sind unvergessen. Gleichzeitig wächst die Fremdenfeindlichkeit im Land, und Maltas Regierung fordert von der Union eine „gerechtere Lastenverteilung“.

Entdeckung: Bulgarien – Kampf um das Nationalgetränk Raki
„Für Raki zieht jeder Bulgare in den Krieg“, sagt man in Bulgarien. Im Dezember 2006, kurz vor der Aufnahme in die EU, beschloss das bulgarische Parlament die Einführung einer Alkoholsteuer. Fortan muss für jeden Liter Raki ein Euro an die Staatskasse gezahlt werden. Bisher war es den 1.318 Kleindestillen erlaubt, bis zu 30 Liter Raki pro Familie für den Eigenbedarf zu brennen. Jetzt befürchten die Bulgaren, dass die neue Anpassung an EU-Regeln die Preise in die Höhe treibt. Einige private Brennereien werden schließen müssen, andere werden weiter brennen, allerdings schwarz. Die Bulgaren sehen ihre Traditionen in Gefahr. Doch da es einige Zeit in Anspruch nehmen wird, alle Brennereien zu kontrollieren, kann wohl vorläufig noch unbesorgt weiter gebrannt werden.

Rückspiegel – Das Humanité-Fest
Seit 75 Jahren veranstaltet die kommunistische Zeitung „L’Humanité“ alljährlich ein großes Volksfest. So auch dieses Jahr. Die Veranstaltung findet vom 14. bis 16. September statt. Seit der Gründung der Tageszeitung im Jahr 1930 hat sich die Welt verändert, und die kommunistischen Parteien haben kaum noch Einfluss. „Zoom Europa“ erinnert an die ersten großen Humanité-Feste nach dem Ersten Weltkrieg. Momentaufnahmen einer Gesellschaft, die zu neuem Leben erwacht.
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ZOOM europa
Das europäische Reportagemagazin auf ARTE
jeden Mittwoch gegen 21.35 Uhr
Wiederholung freitags um 16.05 Uhr
Moderation: Judith Schulte-Loh

Erstellt: 31-08-07
Letzte Änderung: 05-07-11


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