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Zoom europa

In unserer letzten Sendung wollen wir noch einmal zurückschauen auf die vergangenen drei Jahre Zoom Europa.

Zoom europa

ZOOM der Woche - 17/12/09

Unsere Besten

Mittwoch, 16. Dezember 2009

„Zoom Europa“ beschäftigt sich mit aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und zeigt, wie die Europäer leben und was ihnen wichtig ist. Mit kritischem Blick beleuchten die deutschen und französischen „Zoom“-Teams einen Kontinent im Wandel. „Zoom Europa“ – immer mittwochs gegen 22.30 Uhr.

Diese Sendung können Sie nach der TV-Ausstrahlung online (wieder) sehen - kostenlos - in voller Länge - 7 Tage lang - auf ARTE+7.

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ZOOM der Woche: Unsere Besten


In unserer letzten Sendung wollen wir noch einmal zurückschauen auf die vergangenen drei Jahre Zoom Europa. Welche Geschichten haben uns besonders berührt und was hat sich seither getan? Wir kehren noch mal zurück an die Orte und zu den Menschen und fragen, was aus ihnen geworden ist.


Keine Heimat in der Fremde
Ihre Hoffnungen waren groß. Aus Südamerika waren sie nach Spanien gekommen um dort zu arbeiten und eine neue Heimat zu finden. Doch längst hat die Wirtschaftskrise das Land fest im Griff. Spanien ist nicht mehr das lockende Ziel für Zuwanderer. Oft sind die Ausländer die ersten, die ihre Arbeit verlieren. Ihre Chancen auf Aufenthaltsgenehmigung sind noch geringer als zuvor.

Kampf gegen Pfunde
Die Zahlen waren erschreckend. Die Anzahl übergewichtiger Kinder war in Großbritannien in der vergangenen Zeit deutlich gestiegen. Dringend Zeit, so fand die Regierung, der Fettleibigkeit den Kampf anzusagen. Aber was haben die Ernährungsprogramme und Aufklärungskampagnen gebracht?

Reichtum in Gummistiefeln
Nokiaaktien haben sie reich gemacht: Finnische Hausfrauen, deren Wertpapiere aus einer Zeit stammen, in der der Handyhersteller noch Gebrauchsgegenstände wie Gummistiefeln produzierte. Das Geld wollten sie sinnvoll investieren und bauten Öko-Häuser und soziale Einrichtungen. Was ist aus ihnen geworden?

Kein bisschen Frieden
Während die Obamaregierung auch von Europa mehr Soldaten für den Afghanistaneinsatz fordert, sinkt die Unterstützung in der europäischen Bevölkerung immer weiter. In den Niederlanden hatte der Filmemacher Vic Franke zu dem Stimmungsumschwung beigetragen. Sein Film über den Afghanistaneinsatz hatte für große Bestürzung gesorgt. Inzwischen hat die Regierung den Abzug der Truppen für 2010 beschlossen.
Aber kann die Regierung an diesen Plänen wirklich festhalten?

Kämpfer gegen Unrecht
Es klingt wie ein Märchen: Erst im Jahr 2000 war Rotimi Adebari aus Nigeria nach Irland geflüchtet und nur vier Jahre später wurde er dort zum Bürgermeister gewählt. Heute ist er kein Bürgermeister mehr, aber seinen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung hat er nicht aufgegeben.

Rettende Flüchtlinge
Riace macht Schule. Bereits vor zwei Jahren hatte sich das kleine Dorf in Kalabrien Flüchtlingen gegenüber ausgesprochen offen gezeigt und das große Potential der neuen „Bürger“ erkannt. Heute machen das viele Dörfer in der Umgebung nach und haben damit auch eine Antwort auf die wachsende Entvölkerung vieler Ortschaften gefunden.

Zoom Europa
Samstag 19. Dezember 2009 um 12.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, Frankreich, 2009, 43mn)
ZDF / ARTE F

Erstellt: 09-12-09
Letzte Änderung: 17-12-09

Ihre Meinungen

10 Kommentar(e)

Erschreckend | Alex V

13.03.2010 - 13:19

...wieso setzt man ein so hochwertiges Format ab? Es gibt/gab kein vergleichbares Magazin, welches eine derartige regelmäßige Sicht auf Europa bietet. In der Tat brachte einem diese Sendung bestimmte Regionen, aber auch Hintergründe auf eine sympathische Art näher. Da ich mich als Europäer sehr viel innerhalb Europas bewege, öffneten mir diverse Beiträge auf besondere Art und Weise die Augen und ließen mich so manche Begebenheiten besser verstehen. Dies wird in Zukunft wohl nicht mehr geschehen, andere Formate können die Lücke, die Zoom Europa hinterläßt, nicht füllen.

Verlust für das Europa der Bürger | Europäer

23.02.2010 - 23:56

Liebes Arte, bitte führe Zoom Europa weiter! Es war eines der extrem raren rein europäischen Formate in Fernsehen und Internet. Und genau so etwas braucht es zum Beispiel, damit die Menschen aus der angeblich so technokratischen EU in der vielbeschworenen Europäischen Union der Bürger ankommen oder damit der europäische Kontinent, immer noch ein Kontinent historischer & aktueller Gräben, weiter zusammenwächst. Anteil nehmen an den Schwächen und Stärken anderer Länder, gelegentlich über EU-Politiken, -Programme und -Dienststellen erfahren und an deren Bewertung mündiger und kritisch teilnehmen, den anderen über Einblicke in seine Kultur und Gesellschaft als Bekannten gewinnen, ein supranationales europäisches Wir-Gefühl auch über die jetzigen EU-Grenzen hinaus entwickeln, Zusammenhänge verstehen – all dies kann Zoom Europa leisten. Und dabei, zumindest in Frankreich und Deutschland, mehr erreichen als alle Kommunikations- & Informations-Budgets der EU-Kommission oder des Europarates.

Judith Schulte-Loh | Joachim Bovier

23.02.2010 - 08:53

Sehr bedauerlich, dass Zoom Europa von Arte abgesetzt wurde. Aber auch hier wird der Kulturauftrag mehr und mehr für populistische Sendungen gestrichen. Schade auch dass eine so sympathische und herausragende Moderation wie Judith Schulte-Loh vom Bildschirm verschwindet.

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