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31/10/07

Wüstenbrot

TAGELA


Dieses Wüstenbrot ist etwas für experimentierfreudige Köche – schließlich hat es nur dann seinen originalen Geschmack, wenn es in heißem Sand gebacken wird. Es wird ohne Hefe hergestellt. Die Luft wird in den Teig geknetet. Die nomadisierenden Tuareg essen das Tagela fast ausschließlich mit Ziegenbutter, da sie so gut wie nie Gemüse mit sich führen.

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg Weizenmehl, Salz, Wasser

In sauberem Sand in einer Kuhle ein starkes Feuer entfachen, das man niederbrennen lässt. In Mertoutek benutzt man dazu Akazienholz.

Während das Feuer brennt, wird das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel gegeben. Nach und nach gibt man das Wasser dazu. Das Wichtigste dabei ist, dass der Teig ständig geknetet wird, so dass Luft in den Teig kommt. Man gibt soviel Wasser dazu, bis der Teig geschmeidig ist. Man formt einen runden Laib, den man noch einmal mit Mehl bestäubt, damit er im Sand nicht hängen bleibt.

Die Glut in der Kuhle beiseite schieben. Das Brot in die heiße Mulde legen, mit heißem Sand bedecken. Die Glut obenauf tun. Nach etwa 20 bis 30 Min. gräbt man das Brot aus, wendet es und gräbt es in der beschriebenen Weise wieder ein. Weitere 20 bis 30 Min. backen. Man holt es jetzt endgültig aus diesem urtümlichen Backofen, reibt den groben Sand ab, wäscht feine Sandreste ab und bricht es in mundgerechte Stücke. Noch warm mit Ziegenbutter oder einer Gemüsesauce servieren.

Erstellt: 31-10-07
Letzte Änderung: 31-10-07


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