
Stummfilm von Fritz Lang Deutschland 1927/2010
Restaurierte Fassung, Buch: Thea von Harbou; Fritz Lang (ungenannt), Musik: Gottfried Huppertz
Eine Kooperation der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit ZDF und ARTE
Mit: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Theodor Loos, Erwin Biswanger u.a.

Als er die Lebensverhältnisse der Arbeiter sieht, ist er erschüttert und will einer von ihnen werden. Um dies zu verhindern und Maria auszuschalten, beauftragt sein Vater den Erfinder Rotwang, eine Doppelgängerin von Maria zu erschaffen, die zu Kampf und Zerstörung aufruft. Rotwang erfüllt diesen Wunsch, doch nicht um Fredersen zu helfen, sondern um ihn und seine Stadt zu vernichten.
Der Grund: Rotwang hasst Fredersen, da er an ihn seine Geliebte Hel verloren hat und diese bei Freders Geburt gestorben ist. Rotwang wollte Hel in einer Menschmaschine wiedererschaffen; nun verleiht er ihr die Gestalt Marias. Fredersens Plan geht zunächst auf: Von Marias Doppelgängerin aufgestachelt, revoltieren die Arbeiter und verwüsten die Arbeiterstadt.
Als sie jedoch erkennen, dass sie eine Überschwemmung ausgelöst haben und ihre Kinder in Gefahr sind, wollen sie sich an Maria rächen. Die unheilbringende Doppelgängerin wird gefasst und verbrannt, während die wahre Maria gemeinsam mit Freder die Kinder der Arbeiter vor den Wassermassen rettet. Im Showdown zwischen Freder und Rotwang wird der Erfinder getötet und die Arbeiter erkennen den fatalen Betrug. Die Bewohner von Metropolis sind geeint und der Weg ist frei für eine Welt ohne Klassenunterschiede.
Entdeckt wurde diese weltweit einzigartige "Metropolis"-Fassung in Argentinien, von Fernando Martín Peña und der Direktorin des Museo del Cine, Paula Félix-Didier. Im Museo del Cine in Buenos Aires lagerte ein 16-mm-Negativ des Films, das 30 Minuten Filmmaterial enthält, welches in keiner anderen überlieferten Kopie inbegriffen ist. Dank dieser Zusätze vermittelt die aktuelle Restaurierung einen authentischen Eindruck von der ursprünglichen Fassung des Films, auch wenn noch etwa 300 Meter Film fehlen.
Die Verstümmelung des Monumentalfilmes begann kurz nach seiner Premiere am 10. Januar 1927 im Berliner Ufa-Palast am Zoo. Die Uraufführungsfassung von 4.189 Metern lief vier Monate ohne Erfolg, weshalb die Ufa den Film zurückzog und um circa 30 Minuten auf 3.241 Meter kürzen ließ. Dabei orientierte sie sich an der bereits 1926 hergestellten amerikanischen Verleihfassung; der von der Paramount beauftragte Theaterautor Channing Pollock hatte den Film um etwa ein Viertel auf eine gängige Kinolänge von 3.100 Meter gekürzt und alle "kommunistischen Tendenzen" eliminiert.
Kurz nach der Premiere - und noch vor den Kürzungen des Films - erwarb der argentinische Filmverleiher Adolfo Wilson eine Kopie, die er ab 1928 in argentinischen Kinos einsetzte. Nach der kommerziellen Auswertung gelangte diese Kopie in den Privatbesitz des Filmkritikers Manuel Peña Rodriguez, dessen Sammlung später in das Museo del Cine Pablo C. Ducrós Hicken gelangte. In den 70er Jahren wurde von der inzwischen stark beanspruchten Nitrokopie eine Sicherheitskopie auf 16-mm-Negativ gezogen. Das leicht entflammbare Nitromaterial, dessen Beschädigungen im Duplikat nun verewigt sind, wurde anschließend vermutlich vernichtet.








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45 Kommentar(e)
Auch in Holland darfen wir es nochmal sehen! | Kees aus die Niederlande
22.04.2010 - 15:37
Liebe ARTE, Bitte, gerne die Sendung wiederholen! :)
Bitte wiederholen | Rainer D.
20.04.2010 - 15:14
Bitte wiederholen sie diesen Meilenstein inkl. Rahmenbeiträge!!!
Hoffentlich Wiederholung in HD | Ronnie
28.02.2010 - 19:24
Da ich vergass dass mein Humax automatisch nach 120 Min. die Aufnahme beendet, sofern man die Länge nicht ändert, fehlen mir leider auch ein paar Sekunden (Reaktionszeit) mitten im Film. Deshalb hoffe ich, dass dieser kulturelle Meilenstein noch einmal in HD gesendet wird. Aber ich würde mich auch über eine kommerzielle Veröffentlichung auf Blu-Ray freuen, denn da das Material in HD vorliegt, wäre eine DVD da völlig ungenügend, denn der Unterschied ist riesig. Hat man einmal etwas in HD genossen, dann wirkt SP (normale Auflösung) nahezu unscharf. Hoffe also, wie alle anderen hier, auf baldige Wiederholung.
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