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Tauchen Sie anhand einer interaktiven Animation in die Welt Charlie Chaplins ein und entdecken Sie die Kulissen der drei filmischen Meisterwerke: „Moderne Zeiten“, „Der große Diktator“ und „The Kid“.

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Tauchen Sie anhand einer interaktiven Animation in die Welt Charlie Chaplins ein und entdecken Sie die Kulissen der drei filmischen Meisterwerke: „Moderne (...)

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Montag 21.Dezember 09 um 21.00 Uhr - 15/12/09

Moderne Zeiten

Wiederholung am 31.Dezember um 14.05 Uhr & 8.Januar um 14.00 Uhr


Der Arbeiter Charlie ist der Akkordarbeit am Fließband nicht gewachsen. Die hektische Monotonie macht ihn krank - er landet in einer Nervenheilanstalt. Alle seine Versuche, nach der Entlassung ein geregeltes Leben zu führen, scheitern. Schließlich verlässt er mit einer Landstreicherin die Stadt, um gemeinsam einen neuen Anfang zu wagen.

Ein heimatloser Tramp will sich am Fließband einer großen Fabrik seinen Lebensunterhalt verdienen. Bei der monotonen, aber hektischen Akkordarbeit versagen ihm die Nerven, und er wird in eine Heilanstalt eingeliefert. Nach seiner Entlassung versucht er in verschiedenen Jobs sein Glück.
Doch ständig gerät er mit dem Gesetz in Konflikt und kommt immer wieder ins Gefängnis. Dann lernt er die Landstreicherin Gamine kennen. Die beiden lassen die absurde Arbeitswelt der Stadt hinter sich und machen sich gemeinsam auf die Suche nach einer neuen Heimat.



Chaplins zweiter Tonfilm "Moderne Zeiten" fängt mit bitterer Präzision die Monotonie der Fließbandarbeit ein. Eine riesige Maschine, die Charlie erfasst, zeigt die Bedrohung des Menschen. "'Moderne Zeiten' ist die Geschichte der Industrie, des privaten Unternehmertums, der Kreuzigung der Menschheit auf ihrer Jagd nach dem Glück", sagt Chaplin über seinen Film. Es ist einer der wenigen Hollywoodfilme der 30er Jahre, die sich mit den Problemen der Industriegesellschaft ernsthaft auseinandersetzen.
Autor, Regisseur, Komponist und Produzent Chaplin schuf eine eigenwillige Mischung aus Stumm- und Tonfilm: Chaplin, der das Aufkommen des Tonfilms als Bedrohung für die Kinokunst empfand, verweigert darin seinem Tramp weiter das Wort und setzt stattdessen auf Gestik und Mimik als Ausdrucksmittel. Nur einmal öffnet der Tramp Charlie den Mund, um in einem Fantasiekauderwelsch als Tellerwäscher ein Lied vorzutragen. Die Verwendung des Tons ist in diesem Film hingegen negativ besetzt: Die Maschinen lärmen, die Stechuhr piepst, der Fabrikdirektor brüllt. Immer steht der Ton für Macht und Kontrollausübung, für das Unwirtliche und Menschenfeindliche der Maschinenwelt.
Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Eine Tragikomödie von bitter-ironischer Schärfe; mit einfachsten Mitteln, viel Bildwitz und Galgenhumor gestaltet, setzt der Film die vitalen Bedürfnisse des Menschen gegen die übertriebene Rationalisierung und Mechanisierung des Lebens."

Moderne Zeiten
Donnerstag 14. Januar 2010 um 14.45 Uhr
Keine Wiederholungen
(Usa, 1936, 87mn)
ARTE F

Erstellt: 08-12-09
Letzte Änderung: 15-12-09