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(Dahong Denglong Gaogao Gua)
Donnerstag, 06.02.2003
16:9 - 120 Min.
Spielfilm, Hongkong / China 1991, ZDF
Regie: Zhang Yimou; Buch: Ni Zhen; Kamera: Zhao Fei; Schnitt: Du Yuan; Musik: Zhao Jiping; Produzent: Chiu Fu-Sheng; Produktion: Era Int./China Film; Buch/Autor: Su Tong
Mit: Gong Li - (Songlian), Ma Jingwu - (der Herr Chen), He Caifei - (Meishan), Cao Cuifeng - (Zhuoyun), King Lin - (Yanér), Jin Shuyuan - (Yuru)
Im China der 20er Jahre wird die junge Studentin Songlian die vierte Ehefrau des reichen Herrn Chen. Auf seinem prächtigen Anwesen herrschen strenge Hierarchien und erbarmungslose Rivalitäten. Mit einer vorgetäuschten Schwangerschaft kann Songlian die Gunst ihres Mannes gewinnen. Aber ihr Sturz ist tief.
Im China der 20er Jahre heiratet die Studentin Songlian nach dem Tod ihres Vaters auf Drängen ihrer Stiefmutter den reichen Herrn Chen und zieht als seine vierte Frau in dessen prächtiges Anwesen ein. Chen ist ein mächtiger Clan-Chef in Nordchina und herrscht unumschränkt in seiner Sippe. Seine erste Frau hat ihm einen Sohn geboren, die zweite Frau ist eine geschickte Intrigantin und die dritte Frau hat heimlich ein Verhältnis mit dem Hausarzt. Alle vier Frauen bewohnen ein eigenes Haus und haben eigene Dienerinnen. Allabendlich unterwirft Herr Chen seine Frauen einem strengen Ritual. Sie müssen vor ihren Häusern Aufstellung nehmen, dann wird verkündet, bei welcher Frau der Herr die Nacht verbringt. Als Symbol seiner Gunst leuchten anschließend rote Laternen im Hof und in den Gemächern der Favoritin. Songlian begreift bald, wie sie sich vor den anderen Frauen einen Vorteil verschaffen kann. Sie gibt vor, schwanger zu sein. Damit kann sie Chen einige Zeit lang fester an sich binden. Umso schlimmer ist aber ihre Niederlage, als die Täuschung offenbar wird.
Drehbuch nach einem Roman von Su Tong.
Regisseur Zhang Yimou erweist sich einmal mehr als Meister symbolträchtiger Bilder. Die strenge, optisch brillante Kameraführung reflektiert eine eigenartig fremde Welt, in der die Emotionen eines Eifersuchtsdramas nicht nach außen sichtbar werden dürfen und sich stattdessen in tödlichen Aktionen entladen. Obwohl die Geschichte im vorrevolutionären China spielt, war die Darstellung eines repressiven Machtapparats und seiner inhumanen Auswirkungen den heutigen Machthabern in China offenbar wegen naheliegender Vergleiche mit der Situation nach dem Tienanmen-Massaker von 1989 so unangenehm, dass der Film in seinem Ursprungsland für lange Zeit verboten blieb. Filmografie des Regisseurs Zhang Yimou: "Das rote Kornfeld" (1987, "Goldener Bär" bei der Berlinale 1988), "The Puma Action" (1989), "Ju Dou" (1990, nominiert für den Oscar ,,Bester fremdsprachiger Film"), "Die Rote Laterne" (1991, "Silberner Löwe" beim Filmfestival in Venedig), "Die Geschichte der Quiju" (1992, "Goldener Löwe" beim Filmfestival in Venedig), "Leben!" (1994, Großer Preis der Jury beim Filmfestival in Cannes), "Shanghai Serenade" (1995, Preis für die beste technische Gestaltung beim Filmfestival in Cannes, "Lumiére and Company" (1995), "Keep Cool" (1997), "Keiner weniger" (1999, "Goldener Löwe" beim Filmfestival in Venedig) und "Heimweg" (1999).
"Die Rote Laterne" gewann 1991 den "Silbernen Löwen" beim Filmfestival in Venedig und wurde im gleichen Jahr für den Oscar nominiert.
ARTE wiederholt den Film anlässlich eines Programmschwerpunkts zum chinesischen Neujahrsfest mit Filmen aus dem und über das Reich der Mitte.
Erstellt: 22-04-04
Letzte Änderung: 01-02-03