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DVD-News - 11/08/08

Grosses Kino. Sammeln.

Weitere Artikel zum Thema

  • SZ Cinemathek. 100 Lieblingsfilme der SZ-Kinoredaktion.

Kaum ist die erste, sehr erfolgreiche SZ-Cinemathek vollzählig, legt die Kinoredaktion der Süddeutschen Zeitung zur Berlinale bereits die zweite Lieblingsfilm-Edition nach. Auf Filmtitel Nr. 50, Stanley Donens Singin’ in the Rain folgt als erster Film der neuen Ausgabe Lost in Translation der jungen Regisseurin Sofia Coppola – obwohl beide Filme fast 50 Jahre auseinander liegen, spielt in beiden Filmen Musik eine Hauptrolle. Daran schließen sich Klassiker wie Sam Peckinpahs The Wild Bunch und John Carpenters Die Klapperschlange an. Das europäische Autorenkino ist stärker vertreten als in der ersten Edition, ebenso wie zwei asiatische Filme. Sogar ein DDR-Klassiker, Frank Beyers Die Spur der Steine hat es in die Edition geschafft.

Verstanden die Kritiker der SZ Teil 1 ihrer Cinemathek als einen Streifzug durch die Filmgeschichte, in denen zwangsläufig subjektiv und in der Gewichtung verzerrt 50 Meisterwerke unter vielen ausgewählt werden mussten, gibt man sich in der neuen Ausgabe spielerischer: die Fortsetzung der Cinemathek präsentiert sowohl Seltenes (die einzige Filmregie des britschen Schauspielers Charles Laughton – Die Nacht des Jägers), unbekannte Regisseure, wie Exotisches oder künstlerisch unterschätzte Publikumsrenner.

Alle Filme enthalten wie gewohnt außer der deutschen Synchronfassung eine Original-Sprachversion, zu denen sich entweder deutsche Untertitel oder die Untertitel in der Originalsprache schalten lassen. Fast alle Sprach- und Untertitelversionen sind frei anwähl- und ausschaltbar. Statt den gewohnten filmischen Extras sind die Zusatzinformationen in aufwändig gestalteten Booklets enthalten. Darin finden sich Regisseur-Porträts, der ursprüngliche Text des Filmkritikers zum Film, Informationen zur Entstehung des Films und Original-Szenenbilder.

Die Filme im Überblick


  • SZ Cinemathek. 50 Lieblingsfilme der SZ-Kinoredaktion.

50 Kino-Meisterwerke des 20. Jahrhunderts haben die Filmredakteure der Süddeutschen Zeitung zu einer Cinemathek zusammengestellt, die nicht nur Leser der SZ seit Anfang des Jahres Woche für Woche am Kiosk und mittlerweile auch als Komplettausgabe erhalten können. Dass mit der Auslese nicht der prätentiöse Anspruch verbunden war, den einen, universell wertvollen Filmkanon schaffen zu wollen, liegt auf der Hand. Vielmehr handelt es sich um persönliche Lieblingsfilme der SZ-Kritiker. Eine weitere Ausgabe, die dann vielleicht zum Beispiel auch das Kino aus Asien berücksichtigen wird, soll folgen.

Gerade ist die Edition bei Film Nummer 41 angekommen: Wenn die Gondeln Trauer Tragen, ein veritables Meisterwerk des bis heute unterschätzten britischen Regisseurs Nicolas Roeg von 1973 mit Julie Andrews und Donald Sutherland in den Hauptrollen. Ein Film über ein britisches Ehepaar auf ‚Reha-Urlaub’ im November vernebelten Venedig, das den Ertrinkungstod der kleinen Tochter auch nach Jahren nicht verkraftet hat und nun nach seinem inneren Frieden sucht. Die gruselige Kälte, die dieser Film bis heute auch noch aus dem kleinsten Fernseher heraus zu verbreiten vermag, ist unübertroffen. In diesem Fall hat der Regisseur Dominik Graf dem Film eine sehr persönliche Hommage gewidmet.

Die preisgünstigen Filme der Edition enthalten zwar kein Bonusmaterial, dafür aber Booklets mit vielen Informationen zum Film. Zu jedem Film gibt es einen Essay, geschrieben von einem SZ-Kritiker oder bekannten Filmautoren wie zum Beispiel Wim Wenders, Dieter Kosslick oder Caroline Link. Außerdem enthält jede DVD einen Making Of-Text, der die Hintergründe des Drehs und / oder der Geschichte beleuchtet sowie eine Kurzbiographie zum Regisseur. So steht in der Edition bewusst die "Plain Version" der Filme im Vordergrund, die Informationen zu den Filmen stammen von den SZ-Autoren und finden sich außerdem auf der Internetseite der SZ: hier finden sich Star-Porträts zu einzelnen Schauspielern oder den Regisseuren sowie Literaturhinweise auf die jeweilige Vorlage, soweit vorhanden.

Alle Filme enthalten die Original-Sprachversionen und eine deutsche Synchronfassung sowie zusätzlich zumindest deutsche Untertitel und gegebenenfalls die Untertitel in der Originalsprache. Alle Sprach- und Untertitelversionen sind optional, also frei anwähl- bzw. ausschaltbar.

  • Unsere Auswahl in diesem Monat
Paris, Texas
Der unsichtbare Dritte
Night on Earth
Der letzte Tango in Paris
Alles über meine Mutter

Die Filme im Überblick (pdf)

Erstellt: 24-01-06
Letzte Änderung: 11-08-08