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Filmfestival Venedig 2008

Erleben Sie das Filmfestival von Venedig, als wären Sie selbst mit dabei gewesen!

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Filmfestival Venedig 2008

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Filmfestival Venedig 2008

Venedig 2008 - Offizieller Eröffnungsfilm - 04/09/08

Burn After Reading

Ein Film von Joel & Ethan Coen


( Arte Bewertung: 3 ) Grotesker Thriller um zwei Fitnesscenter-Angestellte und die CIA (***)

  • Pressekonferenz "Burn After Reading"
  • Trailer:  "Burn After Reading"
  • Exklusiv: George Clooney und Brad Pitt

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Synopsis: Osborne Cox - Analyst der CIA - wird entlassen, weil er ein Alkoholproblem hat, und beginnt seine Memoiren zu schreiben. Versehentlich fällt eine Kopie dieser Schriften in die Hände der beiden Fitnesscenter-Angestellten Linda Litzke und Chad Feldheimer. Diese sind der Ansicht, ihr Fund ist Gold wert. Dieses wollen sie sich holen - von Osborne Cox, der russischen Botschaft, dem CIA oder wem auch immer, der zu zahlen bereit ist.

George Clooney und Brad Pitt
George Clooneys, Brad Pitts und Tilda Swintons Ankunft im Vaporetto
(Burn After Reading)
Format: Windows Media Video

Pressekonferenz Burn After Reading
Mit den Gebrüdern Coen, Brad Pitt und George Clooney
Offizieller Eröffnungsfilm
Sprache: Englisch
Format: Windows Media Video

Trailer Burn After Reading
Von den Gebrüdern Coen, mit Brad Pitt und George Clooney
Offizieller Eröffnungsfilm
Sprache: Englisch
Format: Windows Media Video

Kritik: BURN AFTER READING ist so ziemlich das Gegenteil des letzten, sehr ernsthaften Films der Coen-Brüder, NO COUNTRY FOR OLD MEN, der seine Premiere im vergangenen Jahr in Cannes feiern durfte. BURN AFTER READING ist der würdige Abschluss der George Clooney-Coen-Brüder-Idioten-Trilogie, die mit O BROTHER THERE ART THOU? (2000) und INTOLERABLE CRUELTY (2003) begann. Das ist aber noch nicht alles: Auch Brad Pitt darf einen kompletten Vollidioten spielen, mit abstehender Kurzhaarfrisur und eingefärbter blonder Strähne - die Karikatur eines Fitness-Trainers vom Feinsten. Ständig wippt er zu R&B-Rhythmen, die er auf seinem MP3-Player hört, und kaut breit Kaugummi. So einer will von dem ehemaligen CIA-Mitarbeiter Osborne Cox Geld erpressen. Dass dies gründlich schief läuft, ist programmiert.

Die Coen-Brüder haben für ihren neuen Film den besten Cast hinbekommen, den man sich vorstellen kann: John Malkovich als zorniger gefeuerter CIA-Mitarbeiter, dem auch noch die Frau wegläuft, Tilda Swinton als ebendiese, eine strenge Kluge im klassisch schicken Outfit, Frances McDormand und Brad Pitt als einfältige Fitnessstudio-Angestellte, und George Clooney als windiger Frauenheld Harry Pfarrer, der übers Internet mit Linda Litzke anbändelt und so ebenfalls in die verworrene Geschichte mit hineingezogen wird, viel tiefer als ihm lieb ist.

Es ist ein böser und sehr unterhaltsamer Spaß mit anzusehen, wie die Coens zwei Welten aufeinander krachen lassen: die des CIA, in dem die Mitarbeiter endlos lange, neonhell beleuchtete Gänge mit klappernden Ledersohlen entlanglaufen, und wie hoch intelligente Mitarbeiter trotz intensiver Beobachtung am Ende ratlos vor einem Scherbenhaufen und etlichen Toten stehen (Der CIA-Chef: „Was haben sie aus diesem Fall gelernt?“ Der den Fall bearbeitende CIA-Angestellte: „Ich weiß es nicht.“ Sein Chef: „Ich weiß es auch nicht.“)

Großartig ist auch die Dreistigkeit, mit der etwa Linda Litzke die russische Botschaft durcheinander wirbelt. Sie ist sich sicher, dass der dortige Kulturattachée sicher auch Interesse an ihrem geheimen Wissen über die CIA aufbringen wird. Siegessicher stolziert sie in die Botschaft, um sich dort anschließend hochkant wieder hinauswerfen zu lassen.

Eine der schönsten Szenen aber ist das Zusammentreffen von George Clooney und Brad Pitt, alias Harry Pfarrer und Chad Feldheimer. Chad versteckt sich im Wandschrank, als Harry überraschend in das Haus von Osborne Cox zurückkehrt, in dem er dessen Frau getroffen hat. Der Moment wird bis ins kleinste Detail ausgespielt: Wird er ihn entdecken oder nicht?

War das Traumpaar Clooney-Pitt zumeist als smartes, lässiges und betont cooles Duett in den OCEAN-„wieviel auch immer“-Folgen zu bestaunen, bereichern sie nun ihr gemeinsames Spiel um eine weitere Facette, die zugleich eine angenehme Abwechslung darstellt: Die des Vollidioten.

Nana A.T. Rebhan

Erstellt: 02-09-08
Letzte Änderung: 04-09-08