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KurzSchluss

"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

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Animationsfilme online - 08/02/10

Irinka und Sandrinka

Ein Film von Sandrine Stoïanov



(Real Video) (auf Französisch)


(France, 2007, 16mn)

Synopsis : Sandrine und Irene sind verwandt, kennen sich jedoch kaum. Zwischen Nichte und Tante, beide russischer Abstammung, liegt ein halbes Jahrhundert. Bei einer Tasse Tee tauschen sie - oft voller Erstaunen - Erinnerungen aus, die die alten Schwarz-Weiß-Familienfotos in ihnen wachrufen.
Als kleines Mädchen hatte Sandrine eine überbordende Fantasie, denn ihre Eltern hatten ihr gesagt, sie sei eine russische Prinzessin. In ihren Spielen stellte sie ein Märchenrussland nach und flüchtete sich in eine erfundene Vergangenheit, um ihrem schwierigen familiären Umfeld zu entkommen. Auch als Erwachsene ist Sandrine immer noch auf der Suche nach ihren Wurzeln und stellt ihrer Tante Irene Fragen nach deren Kindheit. Diese stammt aus einer russischen Adelsfamilie und hat noch selbst den Sturz des Regimes miterlebt. Sie erzählt von ihrer schweren Kindheit, die von der Abwesenheit ihres im Exil lebenden Vaters und dem frühen Tod ihrer Mutter geprägt war. Erst mit neun Jahren reiste sie zu ihrem Vater nach Frankreich, den sie bis dahin noch nie gesehen hatte. Während Irene von ihrem Vater, Sandrines Großvater, spricht, malt sich diese die Vergangenheit in bunten Farben aus und erfindet "Irinka und Sandrinka", die kleinen Mädchen, die sie gewesen sein könnten.

Irinka et Sandrinka
Regie: Sandrine Stoïanov, Jean-Charles Finck
Drehbuch: Sandrine Stoïanov
Musik: Anahit Simonian
Schnitt: Jean-Charles Finck
Animation: Sandrine Stoïanov
Ton: Fred Meert
Produktion: Je Suis Bien Content

Zum Film: Der Film von Regisseurin Sandrine Stoïanov versteht sich als Autobiografie, die tatsächliche Erinnerungen und Fantasie vermischt. Ihre russische Herkunft ist für sie mysteriös und unbekannt, da sie weder Russisch spricht noch jemals in Russland war. Lange hat die Filmemacherin es bedauert, dass sie ihrem Großvater vor dessen Tod keine Fragen über die Vergangenheit gestellt hat. Daher war das Verlangen nach Antworten umso größer und die Begegnung mit ihrer damals 75-jährigen Tante eine echte Offenbarung. Herausgekommen ist ein sehr persönlicher und berührender Film, in dem das Erzählte mithilfe zahlreicher Illustrationstechniken zum Leben erweckt wird.

Erstellt: 19-06-07
Letzte Änderung: 08-02-10