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In "Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film" behandelt Harlan die Filme bei denen Kubrick Regie geführt hat, sowie dessen Kindheit und weitere Episoden aus seinem Leben. Er zeigt unveröffentlichte Amateuraufnahmen aus dem Privatarchiv des öffentlichkeitsscheuen und zurückgezogen lebenden Regisseurs, der in seinem Leben nur äußerst selten Interviews gab. Kein geringerer als Tom Cruise begleitet als Conferencier und Offsprecher den Zuschauer durch diese überaus gekonnt zusammengestellte Mischung aus Nachruf und filmischer Biografie.
ZUSATZINFORMATIONEN
Eine kleine Sensation des Dokumentarfilms sind die von Kubricks Vater auf 16 Millimeter gedrehten Filmaufnahmen, die den zehnjährigen Stanley beim Tanzen zeigen. Ein weiteres Highlight des Films ist ein witziges Dossier, in dem Kubrick seinen Familienmitgliedern Anweisungen gibt, wie ein Streit zwischen seinen zwei Lieblingskatzen zu schlichten sei - Aufnahmen, die Einblick in das Denken des unverbesserlichen Perfektionisten geben, der selbst sein Privatleben wie ein Schachspiel durchdachte. Außerdem wird ein unrealisiertes Projekt des Filmemachers thematisiert, das Kubrick letztendlich verwarf - "Aryan Papers", ein Film über den Holocaust.
Doch das Herzstück dieser fesselnden Dokumentation bilden die zahlreichen und klug gewählten Filmausschnitte, die dem Betrachter noch einmal vor Augen führen, wie es Stanley Kubrick als einem von wenigen Filmemachern gelingen konnte, anspruchsvoll und zugleich kommerziell erfolgreich zu sein. Von seinem ersten Dokumentarfilm "Day of the Fight" (1951) bis hin zu seiner Schnitzler-Verfilmung "Eyes Wide Shut" (1999) wird Kubricks Werk in chronologischer Reihenfolge vorgestellt - fachkundig kommentiert von Regiekollegen, Autoren und Komponisten. Bislang unveröffentlichte Archivaufnahmen von den Dreharbeiten sowie interessante Statements von prominenten Regiekollegen wie Steven Spielberg, Woody Allen und Martin Scorsese geben faszinierende Einblicke in die einzelnen Etappen der künstlerischen Entwicklung dieses visionären Filmemachers.
"Stanley Kubrick - Ein Leben für den Film" ist sowohl faktenreiche Dokumentation als auch fesselnde Hommage an jenen Regisseur, über den einer seiner Kollegen sagte, er teile die Kinogeschichte in zwei Epochen: eine vor und eine nach Kubrick.
Der Dokumentarfilm, der am 17. Februar 2001 anlässlich der Berlinale uraufgeführt wurde, ist Teil einer Hommage an Stanley Kubrick.
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