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Als einige der Frontsoldaten auf Grund des feindlichen Trommelfeuers nicht mehr ihre Schützengräben verlassen können, befiehlt General Mireau, das Feuer auf die eigenen Männer zu eröffnen. Um Schuldige für die militärische Niederlage auszumachen, lässt er drei Soldaten wegen Feigheit vor dem Feind von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilen. Zwar übernimmt Colonel Dax die Verteidigung, doch vergeblich. Als Broulard von Mireaus Fehlentscheidung erfährt, lässt er ihn degradieren und bietet Colonel Dax den freigewordenen Posten an, doch der lehnt verbittert ab. Tags darauf erhält Dax den Marschbefehl: zurück an die Front...
ZUSATZINFORMATION
Stanley Kubricks frühe Regiearbeit prangert die Absurdität und Grausamkeit des Krieges an und kritisiert insbesondere die Rolle des Militärs: In "Wege zum Ruhm" wird die Machtgier und Realitätsferne der Generäle zum tödlichen Verhängnis für tausende Frontsoldaten. Und auch das Kriegsgericht über die drei wahllos angeklagten und letztlich hingerichteten Soldaten zeigt das Ausmaß militärischer Macht in ihrer beispiellosen Ungerechtigkeit, findet es doch ohne Beweismaterial, Zeugen und unabhängige Richter statt.
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Der heute über 90-jährige Kirk Douglas brilliert in der Rolle des heldenhaften Colonel Dax, der sich als einziger für das Leben seiner Männer einsetzt und nicht in die Fänge der Machtmaschinerie gerät. Als Douglas während der Filmarbeiten von den finanziellen Engpässen der Produzenten erfährt, verzichtet er nicht nur freiwillig auf seine Gage, sondern beteiligt sich darüber hinaus an den Produktionskosten des Films. Mit seinem Einsatz für "Wege zum Ruhm" beweist er das richtige Gespür: Der Film gilt als einer der besten Antikriegsfilme überhaupt - realistisch, zeitlos und erschütternd glaubhaft.
Dem gelernten Fotografen Kubrick verhilft das Antikriegsdrama nicht nur zum Durchbruch als Filmemacher, es bringt ihm auch privates Glück: Am Set lernt Kubrick seine spätere Frau Susanne Christiane Harlan kennen, die in der ergreifenden Schlussszene des Films den französischen Soldaten ein deutsches Lied singt. In Frankreich ist Kubricks Film erst ab 1975 in den Kinos zu sehen, also fast 20 Jahre nach seinem Erscheinen. Der Grund: Der Film wird nach seiner Fertigstellung als nationale Kritik aufgefasst, die die Ehre des Militärs gefährdet. Aus denselben Gründen besteht auch der Kommandant des französischen Sektors im Berlin der Nachkriegszeit darauf, den Film im Juni 1958 von der Berlinale auszuschließen, doch auch das kann dem Ruhm des Antikriegsdramas letztlich nicht schaden.
Wiederholungen: 14.11.2007 um 14:55 Uhr
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