In den vergangenen Monaten sind 3000 Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern illegal nach Israel eingereist, 500 von ihnen stammen aus der sudanesischen Krisenprovinz Darfur. Israel, das als Nachbar Ägyptens eine 200 Kilometer lange Grenze mit dem afrikanischen Kontinent hat, ist für die Afrikaner leichter zu erreichen als die Länder Südeuropas. Sie durchqueren die Sinai-Halbinsel und überwinden die mit Stacheldraht gesicherte Grenze zwischen Israel und Ägypten. Die meisten der Flüchtlinge werden entdeckt und festgenommen, im Gefängnis von Saaronin in der Negev-Wüste, in dem sonst nur palästinensische Gefangene einsitzen, warten die Afrikaner auf den Tag ihrer Abschiebung nach Ägypten.
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Im Osten des Tschad, 50 Kilometer von der sudanesischen Grenze entfernt liegt das Flüchtlingslager Kunugo. Hier haben Frauen und Kinder Zuflucht gefunden, die sich vor den Massakern in ihrer Heimat Darfur in Sicherheit bringen mussten. Die ersten kamen bereits vor vier Jahren im Tschad an, heute leben 12 000 Menschen im Lager Kunugo, das sie nicht verlassen können, weil diese Fremden aus dem Sudan für die Einheimischen Menschen einer anderen Ethnie sind.
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Nach schwierigen Verhandlungen mit den Behörden der sudanesischen Zentralregierung in Khartum ist es den ARTE-Reportern Alain Chabod und Wissam Charaf zum fünften mal gelungen, die westsudanesische Region Darfur zu bereisen. Das Regime von Präsident Omar al-Bachir versucht die Konfliktregion so weit wie möglich vor den Augen der internationaler Öffentlichkeit abzuschirmen, einige westliche Beobachter bezeichnen die Übergriffe der Regierung als ethnische Säuberung, andere sprechen ganz offen von einem Völkermord, dem ersten in diesem Jahrhundert.
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Genau wie in Darfur terrorisieren die Djandjawids , schwer bewaffnete arabische Milizen die einheimische schwarze Bevölkerung. Seit Herbst 2006 sind bereits mehrere hundert Einwohner in diesem Teil des Tschad getötet worden und zehntausende Bauernfamilien wurden vertrieben, sie sind nun Flüchtlinge im eigenen Land.
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Es war der 30. September, als bei einem Überfall auf das Flüchtlingslager Haro-Sharow in Darfur 34 Menschen umgebracht wurden. 300 arabische Kämpfer auf Kamelen und Dromedaren hatten den Angriff ausgeführt. Die Zentralregierung in Khartum bestreitet jede Verwicklung in die Aktion.
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In zwei Jahren Krieg starben 70 000 Menschen in Darfur im Sudan, die wenigsten unter ihnen Soldaten, mehr als eineinhalb Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern in Dörfern und Städten vertrieben. Die ARTE-Reporter sind nach einer ersten Reportage im August ein zweites Mal im Dezember in die vom Krieg zerrüttete Region zurückgekehrt.
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ARTE-Reporter haben zwei Wochen lang die westsudanesische Provinz Darfur bereist und berichten von einer der größten humanitären Katastrophen der letzten Jahre. Nach Quellen der Vereinten Nationen mussten seit 2003 1,2 Millionen Menschen ihre Dörfer verlassen, mehr als 50 000 Afrikaner wurden getötet.
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An der Grenze zwischen Sudan, dem größten Land Afrikas und dem Tschad steht die Provinz Darfur in Flammen. Seit einem Jahr finden 100 000 Darfur-Sudanesen im Tschad Zuflucht, weitere 650 000 irren nach der Zerstörung ihrer Dörfer ziellos durch ihr Heimatland.
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