Im Juni 2003 dirigierte Seiji Ozawa die Berliner Philharmoniker in einem außerordentlichen Konzert. Ungewöhnlich war zum einen das Ambiente: das Konzert fand unter freiem Himmel vor 20.000 Zuhörern in der Berliner Waldbühne statt. Ungewöhnlich waren aber auch die Solisten: der Jazzpianist Marcus Roberts, der Drummer Jason Marsalis und der Bassist Roland Guerin. Gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern präsentierte dieses in der Jazzszene vielgerühmte Trio ein Arrangement des Klavierkonzerts von George Gershwin - und hat dabei diesen Klassiker um ganz unerhörte Farben bereichert. Maestro Ozawa zeigte keinerlei Berührungsängste und hatte sichtlich größtes Vergnügen bei der Begegnung mit den drei Jazzmusikern.
Die Karriere des Seiji Ozawa begann mit einem Unfall: Als 16-Jähriger brach sich der leidenschaftliche Rugbyspieler beide Zeigefinger und musste seinen Traum von einer Pianistenlaufbahn begraben. Er wandte sich dem Dirigieren zu und fand seine eigentliche Berufung. Als Lehrling geht Ozawa daraufhin nach Paris und Berlin, dann weiter in die USA. Er lernt bei Herbert von Karajan, assistierte Leonard Bernstein und leitete 30 Jahre lang Tanglewood, eines der berühmtesten Klassikfestivals der Welt. Seit 2002 ist er Musikdirektor der Wiener Staatsoper - und so auf dem Gipfel des Erfolges angelangt. Seit dem Weggang des gefeierten Claudio Abbado ist der Japaner der Erste, der diesen Posten wieder einnimmt.Regie: Andreas Morell
Komponist: George Gershwin
Musik, Deutschland, 2003, 43 Min.
ARTE/RBB








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