Bei Lordi stimmt einfach alles, von der Pyrotechnik, übers Make-Up bis hin zu den hämmernden Powerchords. Aber am schärfsten finden wir natürlich die Stiefel! Fühlt man sich nicht ein bisschen wackelig auf solchen Monstertretern? Lordi: "Frag doch mal die Frauen. Nach einer Weile gewöhnt man sich an hohe Absätze. Und überhaupt, kann man sich an alles gewöhnen. So schwer ist das nicht. Übung ist alles. Du kannst 20 Stunden in diesem Kostüm verbringen, das ist kein Problem. Aber auf der Bühne schwitzt man natürlich wie verrückt, da wird der Anzug klatschnass."
Drei Stunden dauert die Vorbereitung, und ungefähr genauso lang, um die Schminke wieder weg zu kriegen. Lordi verbringen mehr Zeit in der Maske als auf der Bühne. Die Band ist seit 1992 unterwegs und hat bisher vier Alben im Regal. Zuerst hatten sie es für einen Scherz gehalten, als man ihnen anbot beim Eurovision Song Contest für Finnland zu musizieren. Ihr Highscore von 292 Punkten war bisheriger Rekord bei diesem Event.
Lordi: "In Finnland gab es Leute die gegen uns protestiert haben, obwohl sie keinen Schimmer hatten, worum es eigentlich geht. Die hatten gerade mal ein Foto von uns gesehen und schon hieß es, wir seien Teufelsanbeter, Satanisten, ein schlechter Einfluss für Kinder. So ein Scheiß! Wenn wir wirklich so wären, wie die Figuren, die unsere Kostüme darstellen, dann müssten wir auch wie wahre Monster handeln. Das hieße ja, dass wir Menschen töten. Dann müssten wir zum Beispiel jeden Einzelnen in diesem Raum abschlachten. Hier kämt ihr nicht mehr lebendig raus."
Seit ihrem Sieg in Athen heißt es Dolce Vita für die Godzillas. Sogar die finnische Präsidentin ist von den Höllenrockern dermaßen entzückt, dass sie ihnen den Bronzeschlüssel für besondere Dienste am Vaterland überreichte. Und trotzdem bleiben sie irgendwie bescheiden, wenn man sie fragt, welche Band denn nun die grässlichsten Kostüme der Musikgeschichte trägt.
Links>> Offizielle Website von Lordi
>> Lordi bei der Eurovision 2006









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