Ein langer gelenkiger Arm, ein mützenförmiger Lampenschirm, ein runder oder eckiger Sockel: das ist sie, die Anglepoise-Lampe. Wie der englische Name bereits sagt, kann sie in alle möglichen Richtungen gedreht werden. Zu verdanken ist die Lampe dem Briten George Carwardine, einem Automobil-Ingenieur, der sich auf Federungssysteme spezialisiert hatte. 1932 lässt er seine besonders biegsame Feder patentieren. Eine Erfindung, die er auch für seine Lampe nutzte: der Lampenarm wird durch Federn im Gleichgewicht gehalten, die wie die Muskeln des menschlichen Armes mit Zug und Gegenzug gegeneinander arbeiten. Die Anglepoise-Lampe war geboren. Die „Anglepoise“-Lampe besteht aus einem stählernen Fuß, einem Messingarm und einem Aluminiumschirm. Die in England handgefertigte Lampe ist ein Musterbeispiel für die sachliche Bauweise der 30er-Jahre. Sie war die Mutter aller Federzug-Lampen, von der „La Luxo“ des norwegischen Designers Jacob Jacobsen aus dem Jahr 1937 über die Tizio-Lampe von Richard Sapper von 1972 bis hin zu den heutigen Arbeitsleuchten für Architekten. Angeregt von dem seit 2001 für die Marke verantwortlichen Designer Kenneth Grange hat man sich der Anglepoise erneut angenommen und sie überarbeitet. Seither sind mehrere Modelle von ihr erhältlich. Das letzte Modell trägt den Namen „Giant“ und stellt eine Auftragsarbeit des Schriftstellers Roald Dahl dar. Als guter Brite hat er alle seine Bücher im Lichte der Anglepoise geschrieben. Als die ‘Giant’ 2006 in London vorgestellt wurde, heimste sie sich einen derartigen Erfolg ein, dass der Hersteller beschloss, sie serienmäßig zu produzieren. Die berühmte Giant in schwarz wurde in limitierter Auflage produziert. Jedes der nur 250 Exemplare wurde für mehr als 4000 Euro verkauft.
Links:Die Website Anglepoise
Conran Shop
Domus
Luxo







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