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13/06/06

Functional Food

Was ist Functional Food ?
Functional Food heißt übersetzt funktionale Nahrung und verheißt eine moderne, gesunde Ernährung. Laut Definition verbergen sich hinter "Functional Food" Nahrungsmittel, die einen gesundheitlichen Nutzen aufweisen, der über ihren natürlichen Nährstoffgehalt hinausgeht. Hierfür werden die Produkte mit bestimmten Zusatzstoffen versetzt. Ein Beispiel aus dem Supermarkt: Probiotische Joghurts. Mittlerweile haben wir diese Milchprodukte so in unser Bewusstsein aufgenommen, dass wir sie gar nicht mehr als ein künstlich geschaffenes Nahrungsmittel wahr nehmen. Den Milchprodukten wurden nämlich probiotische Bakterienstämme zugesetzt, von denen man mittlerweile weiß, das sie einen positiven Einfluss auf das Verdauungssystem haben.
Functional Food soll langfristig positiven Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen. Das betrifft nicht nur unser Verdauungssystem: Bestimmte Nahrungsmittel sollen auch vor Alterungsprozessen schützen, das Immunsystem stimulieren, die Leistungsfähigkeit fördern und ernährungsbedingten Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Probiotische Joghurts
Probiotika enthalten bestimmte lebende Joghurtkulturen, die positiv auf das Immunsystem wirken. Neuere Untersuchungen belegen allerdings, dass die Ansiedlung der Kulturen im Darm doch nicht in einem so großen Maße erfolgt, wie man einst gehofft hat. Von 100 % lebenden Bakterien kommen nur ca. 30 % dort an. Den Darm dauerhaft besiedeln kann wiederum nur ein Bruchteil der Keime. Allerdings hat sich gezeigt, dass bei bestimmten Krankheiten wie der Colitis ulcerosa das Wiedererkrankungsrisiko durch Probiotika gesenkt werden kann. Außerdem wirken sie bei Kleinkindern präventiv hinsichtlich der Ausbildung von Allergien. Eine generelle Empfehlung für den Verzehr aber wird nicht gegeben.

Prebiotische Joghurts
Prebiotische Joghurts enthalten meist Inulin und Oligofructose, die dem Darm für gesunde Milchsäurebakterien dienen. Das macht zwar Sinn, die Nährstoffe kommen aber auch in normalen Lebensmitteln wie Zwiebeln, Bananen und Spargel vor.

ACE-Getränke
Diese Getränke sind mit den Vitaminen A, C und E angereichert. Es gibt bisher keine Untersuchungen, die belegen, dass mit Vitaminen angereicherte Getränke einen präventiven Nutzen haben.

Phytosterine: pflanzliche Fettregulation
Phytosterine gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sterine gehören im weitesten Sinne zu den Fetten und kommen in allen Lebewesen vor. Wichtigster Vertreter der Sterine beim Menschen ist das Cholesterin. Im Gegensatz zum Cholesterin haben die Phytosterine überwiegend positive Wirkungen auf unsere Gesundheit: sie reduzieren einen zu hohen Cholesterin-Spiegel, das scheint gesichert. Umstritten allerdings ist der Mechanismus, durch den das verursacht wird. Um die Aufnahme von Phytosterinen zu erleichtern, gibt es bereits Margarinen auf dem Markt, die zusätzlich Phytosterine enthalten, um damit einen zu hohen Cholesterinwert zu bekämpfen. Doch die positive Wirkung der Phytosterine hält durch die Speicherunfähigkeit des Körpers auch nur so lange an, wie sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Das bedeutet, sobald die phytosterinhaltige Margarine durch eine andere ersetzt wird, steigen die Cholesterinwerte wieder an.

Omega-3-Fettsäuren
Verschiedene Speisefette wie Margarinen, Öle, aber auch Brot werden mittlerweile mit Omega-3-Fettsäuren versetzt, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die wichtige Funktionen im Organismus haben. Sie unterstützen die Entwicklung und Funktion wichtiger Organsysteme wie Nerven, Augen, Haut, Gehirn und Blutkreislauf. Für den Organismus sind Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig. Sie können aber über „normale Lebensmittel“ wie Seefisch aufgenommen werden.

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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 20. Juni 2006 um 14.00 Uhr

Wiederholung vom 13. September 2005
Redaktion: Heidemarie Petters Koproduktion ZDF -ARTE G.E.I.E.

Erstellt: 09-09-05
Letzte Änderung: 13-06-06